Landkreis. Gedanken zum Wochenende: Pfarrerin Denise Scheel über Liebe, den Mut, sie zu bekennen, und den Valentinstag

Aus Liebe Gutes sagen. Wunderbare liebevolle Worte, die da jemand gesagt bekommt. Ein Liebeslied mit vielen Komplimenten, kleinen wertvollen Beobachtungen aus dem Alltag. „Ein Kompliment ist Sonnenschein mit Worten“ meint Phil Bosmans. Warme Worte oder Gesten von vertrauten Menschen oder dem Nachbarn um die Ecke machen gute Laune und erwärmen das Herz und die Seele. Da wir im Alltag aber oft nur die Dinge sehen, die nicht so gut klappen, ist es vielleicht gut, ganz konkret so ein paar Worte parat zu haben. Es ist ok, wenn sich das vielleicht am Anfang etwas hölzern anhört. Vielleicht tun sie es es trotzdem? Denn mit dem Üben kommt die Leichtigkeit. „Ich arbeite gern mit dir zusammen. Mit dir vergesse ich die Zeit. Deine gute Laune ist ansteckend. Ich mag deine entspannte Art.“

Pfarrerin Denise Scheel.
Pfarrerin Denise Scheel. © Sömmerda | Annett Kletzke

„Alles was ihr tut, geschehe in Liebe!“ Die Jahreslosung 2024 fragt: „Tue ich das, was ich tue gerade aus einer Haltung der Liebe heraus?“ Das ist ein großer Anspruch, den Paulus da an die Gemeinde in Korinth stellt. Die kleinen und die großen Dinge. Das Alltägliche und das Herausragende. Einkaufen, Kochen, arbeiten, mit der Familie essen, putzen, beim Sport, schlafen, mit dem Hund spazieren gehen, auf der Baustelle, im Garten. Hochzeiten, Taufen und Abschiede im Leben. Vielleicht ertappen Sie sich auch manchmal dabei, wenn sie einer Freundin, einem Freund nur mit halben Ohr zuhören oder gedankenlos ein paar Ratschläge verteilen. Nebenbei noch Musik hören oder auf den Handybildschirm schauen. Es gibt viel was von der Liebe ablenken kann.

Aus Liebe loslassen. Mir ist klar, nicht alle Dinge, die ich aus Liebe tue, gereichen schlussendlich zum Besten. Ich mache Fehler. Ich lade Schuld auf mich. Ich bin

unvollkommen, fragmentarisch. Doch ich denke: Aus Liebe kann ich als Mensch vielleicht geschehen lassen, dass ich etwas bereue. Diese Reue kann ich meinem Gegenüber zeigen. Als Mensch kann ich jeden Tag neu lernen. Ich kann und muss manchmal sagen: „Es tut mir leid, bitte verzeih mir.“ Aus Liebe mit Gott rechnen. Als Menschen kommen wir zu Teilerkenntnissen über uns selbst, unsere Welt und unsere Mitmenschen. Vieles bleibt im Verborgenen. Es braucht Vertrauen. In andere Menschen, in ihre Liebesfähigkeit, in ihre Begabungen, guten Absichten und Erfahrungen.

„Du bist das Beste, was mir je passiert ist. Es tut so gut, wie du mich liebst. Vergess’ den Rest der Welt, wenn du bei mir bist“, singen Silbermond. Die passenden Worte finden und einem anderen Menschen mit Liebe begegnen. Egal, ob sie gerade in einer Beziehung sind oder nicht. Gute Worte stärken uns Menschen. Ein Lächeln bringt Sonnenschein ins Leben. Im 3. Jahrhundert. so heißt es in der Legende, habe der Priester Valentin in Rom trotz des Verbots Paare christlich getraut und den frisch vermählten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt.

Am 14. Februar ist Valentinstag und Aschermittwoch an einem Tag. Dieses Fest feiern wir in St. Juliana in Sachsenburg um 17.30 mit einem Segnungsgottesdienst. Füreinander Zeit haben, Liebeslieder hören, einen persönlichen Segen zugesprochen bekommen und mit Sekt auf die Liebe zum Leben oder mit ihrem liebsten Menschen anstoßen! Das Vocalensemble „Riscoperta“ gestaltet den Abend musikalisch aus.