Kyffhäuserkreis: 1440 ukrainische Flüchtlinge aufgenommen

Die Gemeinschaftsunterkunft in der Güntherstraße in  Sondershausen.

Die Gemeinschaftsunterkunft in der Güntherstraße in Sondershausen.

Foto: Andrea Hellmann

Kyffhäuserkreis.  Im Januar erwartet der Kyffhäuserkreis keine neue Zuweisung von Flüchtlingen durch das Land.

Nur wenige neue Flüchtlinge hat der Kyffhäuserkreis in den vergangenen Wochen aufgenommen, teilte die Kreisverwaltung auf Nachfrage mit. Zuweisungen durch das Landesverwaltungsamt habe es in den vergangenen sechs Wochen nicht gegeben, erklärte der Sprecher des Landratsamtes Heinz-Ulrich Thiele.

Gemeldet haben sich Ukrainer im Landkreis, die eigenständig eingereist sind und sich direkt bei den Behörden im Kyffhäuserkreis gemeldet haben. Die Zahl der aktuell registrierten Ukrainerinnen und Ukrainer, die vor dem Krieg in ihrem Land fliehen, liegt aktuell bei 1440.

Da der Kyffhäuserkreis mehr ukrainische Flüchtlinge aufgenommen hatte als andere Landkreise war die Zuweisung durch das Land ausgesetzt worden. Das gelte auch weiterhin für den Monat Januar.

Angekündigt sind weitere Flüchtlinge durch das Land erst für Februar. Genaue Zahlen kenne der Kreis noch nicht, so Thiele zuletzt. Neben ukrainischen Flüchtlingen waren im vergangenen Jahr wieder vermehrt Flüchtlinge aus Afghanistan, Syrien und anderen Ländern nach Deutschland gekommen. Rund 230 hatte der Kreis in seinen Flüchtlingsunterkünften untergebracht. In den Einrichtungen, wie in der Sondershäuser Güntherstraße, mussten zur Erstaufnahme weitere Kapazitäten geschaffen werden, stehen Betten im ehemaligen Speiseraum für den Notfall bereit.