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Große Auszeichnung für Mann aus Mühlhausen

Fünf Thüringer erhalten am Dienstag in Weimar den Verdienstorden der Bundesrepublik, darunter ist auch Alexander Wettig aus Mühlhausen. Das teilte am Donnerstag die Staatskanzlei mit. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) betonte im Vorfeld, wie wichtig das ehrenamtliche Engagement der 750.000 Thüringerinnen und Thüringer ist. „Ehrenamtliche Tätigkeit bewirkt viel, setzt Akzente, macht aufmerksam und ist oft auch aufmerksam. Ohne sie kann unser Miteinander nicht funktionieren. Die heutigen Preisträger repräsentieren das beeindruckende Netzwerk von Freiwilligen, die Tag für Tag dazu beitragen, Thüringen solidarisch und lebendig zu gestalten.“ In der Laudatio auf Wettig heißt es: Seit Jahrzehnten ist für Alexander Wettig Hilfe für andere und der Dienst am Nächsten Beruf und Berufung zugleich.“ Hauptberuflich ist Alexander Wettig seit 2006 Fachpraxislehrer für Notfallsanitäter und seit 2014 als Fachbereichsleiter im Fachbereich der Rettungsdienst am Berufsschulcampus Unstrut-Hainich tätig. Mit seinem Fachwissen und seinen Erfahrungen ist er zudem eine ehrenamtliche Institution für Fort- und Weiterbildungen der Rettungsdienstlandschaft in Thüringen. Kreativ und hoch motiviert gibt er seinen Erfahrungsschatz in Seminaren ebenso weiter wie in den Lehrplan- und Prüfungsfragen-Kommissionen“

Alexander Wettig ist vielfältig ehrenamtlich engagiert.
Alexander Wettig ist vielfältig ehrenamtlich engagiert. © Archiv | Daniel Volkmann

Einen bedeutenden Teil seiner Freizeit investiert Alexander Wettig in die Notfallseelsorge, fliegt als Notfallsanitäter im Intensiv-Transport „Christoph Thüringen“. Zudem setzt er sich für die Hospizarbeit ein und ist Mitglied des Stadtrats.

Bestseller-Autor liest in Mühlhausen

Mit dem aktuell erschienenen zweiten Band seiner Thriller-Serie um den berüchtigten Ermittler Art Mayer und die Kommissar-Anwärterin Nele Tschaikowski wird Bestsellerautor Marc Raabe am 23. Mai, 19 Uhr, seine Fans in der Rathaushalle Mühlhausen unterhalten.

Mit 20 Jahren versuchte er, seinen ersten Roman zu schreiben, schaffte aber nur 70 Seiten und schrieb schließlich vier Jahre später Geschichten fürs Fernsehen. „Mit Anfang 40 hatte ich so ziemlich alles beim Fernsehen ausprobiert und suchte eine neue Herausforderung. Die fand ich im Schreiben. Inzwischen hat er bereits neun Bücher geschrieben und seinen Job bei der Fernsehproduktion verlassen. Er bezeichnet sich selbst als Vollzeit- und Vollblutautor.

Der Autor kommt aus Köln, hat allerdings Wurzeln in Bitterfeld. Seine Eltern gingen unmittelbar vor dem Mauerbau in den Westen. „Die Dämmerung“ entführt seine Leser in den Königswald, wo eine bizarr arrangierte Leiche gefunden wird. „Eine hoch spannende Entdeckung“ lässt Thrillerautor Sebastian Fitzek zu Raabes Büchern verlauten; und Volker Kutscher bezeichnet sie als „meisterhaft dicht an den Figuren bleibend“. Der Abend verspricht nervenzerreißende Spannung. Karten unter thalia.reservix.de. hz

Geflüchtete erhalten kein Bargeld mehr im Unstrut-Hainich-Kreis

Der Landkreis Unstrut-Hainich hat die ersten Bezahlkarten an Geflüchtete ausgegeben. Das sagte Landrat Harald Zanker (SPD) jetzt vor dem Kreistag. Bis Ende April seien es 478 gewesen. Ursprünglich sollte die Karte schon im April funktionieren, doch es gab Lieferprobleme, hatte Verwaltungsmitarbeiter Martin Fiß bei einer Präsentation gegenüber Händlern, Vereinen, Behörden und Verbänden Ende März gesagt. Fiß leitet den Fachdienst Sicherheit, Ordnung und Migration im Landratsamt. 800 Karten hat der Kreis inzwischen geordert und rechnet damit, durchschnittlich 550 im Umlauf zu haben. So werden im Mai erstmals die vollständigen
Asylbewerberleistungen „unbar“ ausgezahlt. Nach einer bundesweiten Regelung erhalten Geflüchtete ein Taschengeld zwischen 132 und 204 Euro. Konkret: Eine erwachsene Einzelperson in einer Gemeinschaftsunterkunft erhält 184 Euro, ein Kind bis zum vollendeten sechsten Lebensjahr in Wohnung 132 Euro.

Im Unstrut-Hainich-Kreis beziehen, Stand Ende März, 666 Menschen Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Je etwa zur Hälfte leben sie in Obermehler und in Mühlhausen. Unter 18-Jährige ausgenommen, sollen etwa 500 Bezahlkarten ausgegeben werden. „Es ist ein Anfang. Ob wir die Altersgrenze dann auf 14 oder 16 Jahre senken, das wird sich zeigen“, sagt Fiß. Derzeit erhalten Kinder und Jugendliche das Geld auf die Bezahlkarte der Erziehungsberechtigten. Nicht betroffen von der Regelung sind aus der Ukraine Geflüchtete. cb

Blick auf ein besonderes Sanierungsobjekt in Mühlhausen

Die Stadt Mühlhausen lädt ein, sich anlässlich des bundesweiten Tags der Städtebauförderung über aktuelle, bereits umgesetzte und zukünftige Projekte zu informieren. Die Kreisstadt hat bereits viele Millionen aus diesem Fördertopf erhalten. Mit einer kurzen Präsentation wird die Stadtverwaltung am Samstag, 4. Mai, 10 Uhr, in der Stadtwerkstatt am Steinweg 4 einige städtebauliche Maßnahmen genauer vorstellen.

Danach können sich alle Interessierten über aktuelle Entwürfe der Quartierskonzepte in der Martinivorstadt, zur Umgestaltung des Bereichs Feldstraße/An der Burg, zur Entwicklung des Grünen Korridors im Bereich Mehrgenerationenhaus/Spielbergstraße sowie des Vogteier Platzes informieren. Ab 11.30 Uhr ist die Baustelle der aktuellen Sanierungsmaßnahme in der Herrenstraße 23/24/Ecke Marktgasse eine Stunde lang zu besichtigen. Dann sind nach Mitteilung aus der Stadtverwaltung Planer und Eigentümer vor Ort.

Der seit 1990 leer stehende Gebäudekomplex wies schwere bauliche Mängel auf. Der neue Eigentümer plant einen denkmalgerechten Umbau des gesamten Areals zu Wohnraum mit Stellplätzen und Freiflächen für die zukünftigen Bewohner. Diese Sanierungsmaßnahme wird mit Unterstützung von Städtebaufördermitteln von der Firma Denkmalpflege Mühlhausen Huschenbeth durchgeführt. red

15 Projekte aus dem Landkreis bekommen Geld

15 Projekte im Unstrut-Hainich-Kreis profitieren vom Geld aus dem Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“. Das teilt die Kreisverwaltung mit. Insgesamt gibt es rund 55.600 Euro. Mit den geförderten Mikroprojekten werden generationenübergreifende Angebote unterstützt. Ziel ist es, vorhandene Strukturen auszubauen, zu stärken und neue Ideen für die Sozialräume zu entwickeln. Gefördert werden in diesem Jahr unter anderem Gemeinden, um Begegnungsräume vor Ort besser für zukünftige Projekte nutzen zu können. Außerdem wird die Ausstattung für einige Dorfkümmerer verbessert. Weitere Träger haben laut Kreisverwaltung regelmäßige generationsübergreifende Projekte gemeinsam mit Kindergartenkindern, den Eltern und Senioreneinrichtungen geplant. Mit einem Projekt soll die Idee vom Landesverband für Menschen mit Behinderung unterstützt werden. Hier wird ein Bus als Veranstaltungsraum für Vorträge umgebaut, mit dem Dörfer ohne passende Räume angefahren werden, um gezielt zu verschiedenen Themen informieren zu können.

Mit dem Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“ werden im Unstrut-Hainich-Kreis seit 2019 auch sogenannte Mikroprojekte gefördert. Damit werden insbesondere innovative Projekte gefördert, die neue Ansätze für ein besseres Zusammenleben aller Generationen probieren. red

Unternehmerinnen kommen in Mühlhausen ins Gespräch

Die zweite Unternehmerinnen-Lounge für Frauen im Unstrut-Hainich-Kreis wird am 19. Juni, 17 Uhr, stattfinden. Als Ort wurde das Sanitätshaus Goethe an der Persiluhr ausgewählt. Das teilt für die Organisatorinnen Anja Czeromin mit.

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Die Unternehmerinnen-Lounge bietet ein Netzwerk für Unternehmerinnen und Führungsfrauen im Unstrut-Hainich-Kreis. Yvonne Lippold und Anja Czeromin haben damit einen Ort erschaffen, an dem sich Frauen in der Selbstständigkeit und in Führungspositionen über ihre Arbeit, über Hürden, Projekte und Ideen austauschen können. Zum Auftakt Mitte März waren 25 Frauen gekommen. „Die Frauen haben genau auf so ein Projekt gewartet, an dem Themen wie Gesundheit, Social-Media-Marketing sowie Weiterbildung in Sachen Unternehmensführung besprochen werden“, sagt Lippold. Künftig solle die Unternehmerinnen-Lounge einmal im Quartal stattfinden.

Während der Treffen geht es um mehr als Arbeit und das jeweilige Vortragsthema. Die Frauen haben einen Ort, an dem sie frei und offen sprechen, das eigene Selbstbewusstsein stärken und sämtliche Themen mit Gleichgesinnten austauschen können. „Das Wichtigste ist, dass sich die Frauen nicht als Konkurrentinnen sehen, auch wenn einige in derselben Branche tätig sind“, sagt Anja Czeromin. Anmeldungen per Mail an die Adresse mail@anjaczeromin.de.

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