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Ein Tag für Demokratie in Mühlhausen

Rund 200 Menschen kamen, um am 8. Mai in Mühlhausen für Demokratie und Toleranz einzutreten.

Jens Henning und die Band Henningway machten Musik.
Jens Henning und die Band Henningway machten Musik. © Funke Medien Thüringen | Claudia Bachmann

Der 8. Mai als Tag der Befreiung ist ein „zentraler Tag für unsere Geschichte“, sagte Oberbürgermeister Johannes Bruns (SPD), ist der „der Aufbruch in Freiheit und Demokratie“. Und diese müssten verteidigt werden angesichts von Antisemitismus, Populismus, Diskriminierung und zunehmenden Angriffen auf Politiker, Polizei, Rettungswesen und Journalisten.

„Hass ist krass; Liebe ist krasser“, meint Maria Stecher (links).
„Hass ist krass; Liebe ist krasser“, meint Maria Stecher (links). © Funke Medien Thüringen | Claudia Bachmann

Unternehmerin Heike Strecker forderte ein „beherztes Auftreten gegen Hetze“. Potenzielle AfD-Wähler nicht auszugrenzen, sondern mit ihnen zu diskutieren, dazu rief Maria Stecher auf. „Wir müssen die Ängste der Menschen ernst nehmen, mit ihnen reden; sonst bringen wir sie aus der Debatte. Unpolitisch zu sein, das können wir uns nicht mehr leisten.“ Erfrischend die Redebeiträge von vier Schülerinnen aus dem Tilesius-Gymnasium und dem Evangelischen Schulzentrum in Mühlhausen. Aus einer der Reihen der Zuhörenden trat dann auch Katrin Göring-Eckardt, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags (Grüne), ans Mikrofon. Aufgerufen zur Kundgebung hatten der Oberbürgermeister und das Bündnis weltoffener Unstrut-Hainich-Kreis.

Heike Strecker stellte sich ans Mikrofon.
Heike Strecker stellte sich ans Mikrofon. © Funke Medien Thüringen | Claudia Bachmann

Geburtstagsgeld für ein Denkmal

Nein, einen Geburtstagswunsch habe sie nicht gehabt. Zumindest nicht direkt für sich, sondern für die Stadt Mühlhausen. 80 Jahre ist Sigrid Jankowsky aus Ammern kürzlich geworden und bat ihre Freunde und Bekannten um eine Spende für das Dürer-Denkmal zum Bauernkrieg. Das soll, sieben Meter hoch, bis zur Eröffnung der Landesausstellung im April 2025 auf dem Kornmarkt in Mühlhausen stehen.

Das Geld geht nun an den Freundeskreis Mühlhäuser Museen und den Rotaryclub Mühlhausen, die beide gemeinsam das Projekt vorantreiben. 240.000 Euro wird das Denkmal kosten, das nach den Entwürfen Dürers entsteht. Wie Michael Scholl als Vorsitzender der Museumsfreunde sagte, fehlen noch etwa 40.000 Euro. Die Hälfte davon wolle man über Benefizveranstaltungen des Freundeskreises zusammentragen.

Dem dient innerhalb der Reihe „Mühlhausen draußen“ die Aufführung der „Zauberflöte“ als Open Air am 21. Juli auf dem Untermarkt. Das Lyric Opera Studio Weimar präsentiert die am häufigsten gespielte Mozart-Oper. Die Staatskapelle Weimar gastiert am 3. September in der Kornmarktkirche mit dem Hauptwerk Antonin Dvořáks, der Sinfonie „Aus der neuen Welt“. Für beide Veranstaltungen läuft der Verkauf der Tickets bereits sehr gut, heißt es von Scholl. Den Abschluss dieser Veranstaltungsreihe bildet am 26. Oktober der zehnte Mühlhäuser Museumsball in der Kornmarktkirche.

Schizophrenie und Akutfälle bei Pflegebedürftigen sind Thema

Die Hainich-Akademie am Ökumenischen Hainich-Klinikum (ÖHK) in Mühlhausen widmet sich in ihrer nächsten Veranstaltung der Angehörigen-Akademie am 15. Mai dem Thema Schizophrenie als komplexes Krankheitsbild.

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Wie es in einer Mitteilung des Klinikums heißt, leiden in Deutschland etwa 400.000 Menschen an Schizophrenie. „Die sehr komplexe chronische psychische Erkrankung führt in der Häuslichkeit zu einem komplexen Versorgungsbedarf und nicht selten sogar zu familiären Krisen“, heißt es von einer Kliniksprecherin. Informationen zum Krankheitsbild und zur therapeutischen Versorgung gibt Marius Müller als Oberarzt der Klinik für Akut- und Psychose-Behandlung im ÖHK. Die Veranstaltung beginnt um 17.30 Uhr im Konferenzraum der Verwaltung. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei. Am 13. Juni geht es dann um akute Notfälle bei pflegebedürftigen Personen. Aus organisatorischen Gründen wird um Anmeldung gebeten: https://www.oehk.de/akademie/termine-in-der-uebersicht

Boden-Untersuchungen in Innenstadt von Mühlhausen werden ausgewertet

Der Geschichts- und Denkmalpflegeverein aus Mühlhausen lädt für Mittwoch, 15. Mai, 19 Uhr, zu einem Vortrag in die Jakobikirche. Diesmal geht es um das Thema „Rathaus, Rathaushof und Ratshufe – archäologische Einsichten bei der Fernwärmeanbindung“. Dem Rathaus und dem Rathaushof und der einstigen Ratshufe galten im Jahr 2022 für das Verlegen einer Fernwärme-Leitung intensivere Untersuchungen des Thüringischen Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie. Holger Grönwald hat diese Grabungen geleitet. Sein Vortrag wolle die Erschließung dieser Befunde im Verlauf der Baumaßnahmen vorstellen, Einsichten in die Bebauungsgeschichte des Rathausareals eröffnen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

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