Bad Berka. Michael Jahn: Statt der geplanten zehn sind von Anfang an mehr als das Dreifache an Wohnungen in der Quellbrunn-Klinik geplant gewesen

Täuschung wirft Bad Berkas Bürgermeister Michael Jahn (CDU) den Eigentümern der Quellbrunn-Klinik vor. „Letztes Jahr wurde mir noch versichert, dass 10 ukrainische Flüchtlingsfamilien dort Wohnungen mieten können. Mittlerweile ist mir bekannt geworden, dass die Eigentümer schon zuvor für insgesamt 33 Wohnungen Fördermittel beim Land Thüringen beantragt und auch bekommen haben“, schreibt Michael Jahn in einer Presseinformation. Diese Angaben seien ihm bereits von der Ausländerbehörde des Landratsamtes Weimarer Land bestätigt worden, fügte der Bürgermeister hinzu. Inzwischen sind seinen Angaben zufolge bereits 17 Familien in die Immobilie am Rande des Kurparks eingezogen, die zuvor über Jahr leer gestanden hatte. Die ersten Flüchtlinge hatten dort Anfang Oktober eine Unterkunft in der Kurstadt gefunden.

Michael Jahn kündigte an, zur Einwohnerversammlung der Stadt Bad Berka am 20. Februar über die Thematik Quellbrunn-Klinik berichten zu wollen. Dabei werde auch Landrätin Christiane Schmidt-Rose (CDU) zur Flüchtlingssituation im Landkreis und in Bad Berka informieren. Jahn ermunterte alle Interessierten, zu der Einwohnerversammlung zu kommen, die am 20. Februar um 18 Uhr im Zeughaus beginnen soll.

Ausdrücklich bedankt hat sich der Bürgermeister bei der ehrenamtlichen Unterstützergruppe, die sich um die ukrainischen Flüchtlingsfamilien kümmert. Sie hatte vor dem Eintreffen der Flüchtlinge zunächst Spenden für die Ukraine gesammelt. Als dann Anfang Oktober 2023 die ersten Menschen von dort in der Kurstadt Zuflucht gefunden haben, weitete die Gruppe ihre Unterstützung unter anderem auf die Begleitung bei Behördengängen aus und hilft den Menschen auch weiterhin mit Sachspenden.