Arbeitslosigkeit steigt nicht mehr

Weimar.  Agentur: In der Region wurden die negativen Saisoneffekte oft bereits in der Corona-Krise vorweg genommen

Der Weg zur Arbeitsagentur ist weiterhin vorrangig ein digitaler.

Der Weg zur Arbeitsagentur ist weiterhin vorrangig ein digitaler.

Foto: Patrick Seeger / dpa

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Die Arbeitslosigkeit stagniert in Weimar und im Weimarer Land. „Normalerweise steigt sie im Hochsommer. Doch in der Kulturstadt und im Landkreis bleibt sie stabil“, sagt Holger Bock, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Erfurt, zu den Juli-Arbeitsmarktzahlen. Vor allem in der Grundsicherung sei die Arbeitslosigkeit zurückgegangen. Die saisonalen Effekte, die sonst im Sommer die Zahlen steigen lassen, seien vermutlich bereits in der Corona-Krise vorgezogen worden: etwa Entlassungen zum Halbjahr und das Ende befristeter Beschäftigungsverhältnisse.

In Weimar waren im Juli 2222 Menschen arbeitslos. Das sind 18 weniger als im Juni, jedoch 428 (oder 24 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Im Weimarer Land waren im Juli 2153 Menschen ohne Job. Das sind 11 weniger als im Juni, aber 453 mehr als 2019 zum gleichen Zeitpunkt (+27%). Damit lag die Arbeitslosenquote in Weimar weiter bei 6,9 Prozent (5,7 Prozent 2019) und im Landkreis bei 4,9 Prozent (3,9 Prozent 2019).

Kurzarbeit haben seit März in Weimar 871 Unternehmen für 8226 Beschäftigte angezeigt. Die laufenden Bewilligungszeiträume führten im Juli zu nur acht neuen Anzeigen für 40 Mitarbeiter. Im Landkreis zeigten 908 Unternehmen für 8963 Beschäftigte Kurzarbeit an. Hier gab es im Juli vier neue Anzeigen für 26 Mitarbeiter. Die betreffenden Unternehmen nehmen damit für jeden dritten Beschäftigten Arbeitsausfall von mindestens zehn Prozent an.

Gestiegen sind laut Agentur in Stadt und Landkreis die Zahlen der Teilnehmer an Weiterbildungen, aber auch die neu gemeldeten Stellen.

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