Offizieller Start für medizinisches Zentrum in Weimar-West

Weimar.  Einstige Schweitzer-Grundschule wurde mit 4,2 Millionen Euro für vier Praxen, Psychiatrische Tagesklinik und Psychiatrische Ambulanz umgebaut.

Schlüsselübergabe am Versorgungszentrum (von links): OB Peter Kleine, Klinik-Geschäftsführer Tomas Kallenbach, die zuständige Klinik-Abteilungsleiterin Gabriele Grosam und Wohnstätte-Geschäftsführer Udo Carstens.

Schlüsselübergabe am Versorgungszentrum (von links): OB Peter Kleine, Klinik-Geschäftsführer Tomas Kallenbach, die zuständige Klinik-Abteilungsleiterin Gabriele Grosam und Wohnstätte-Geschäftsführer Udo Carstens.

Foto: Thomas Müller

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Eine glückliche, oder im Fall des kirchlichen Sophien- und Hufelandklinikums besser eine göttliche Fügung hat ermöglicht, was Mittwoch in der Berliner Straße in Weimar-West eröffnet wurde. 2016 suchte die Kliniktochter Gesundheitszentrum Weimar Räume für ihre Psychiatrische Tagesklinik und ihre Psychiatrische Institutsambulanz sowie für ihre Arztpraxen am Straßburger Platz. Sie hätten laut Klinik-Geschäftsführer Tomas Kallenbach modernisiert werden müssen, wozu der Vermieter nicht bereit gewesen sei. Er schrieb die GWG und die Weimarer Wohnstätte an.

Das städtische Wohnungsunternehmen wiederum suchte eine Nachnutzung für das einstige Gebäude der Albert-Schweitzer-Grundschule, die in den neuen Campus umgezogen war. Schon Schulen zu betreiben, sei für die Wohnstätte anfangs ungewöhnlich gewesen, und das Medizinische Zentrum „eine spannende Sache“, sagte Geschäftsführer Udo Carstens.

Binnen 18 Monaten wurden mit rund 4,2 Millionen Euro durch Rück-, Um- und Anbau 2100 Quadratmeter Fläche für moderne medizinische Versorgung geschaffen. Die Ausgaben der Wohnstätte in die öffentliche Infrastruktur im Viertel belaufen sich laut Udo Carstens in den vergangenen fünf Jahren auf etwa 20 Millionen Euro.

Als guten Tag für Weimar und den Ortsteil bezeichnete Oberbürgermeister Peter Kleine im Beisein vieler Mitarbeiter und Partner des Zentrums die Einweihung. Es werte Weimar-West extrem auf, zudem gebe es großen Bedarf an medizinischer Versorgung. Der Wohnstätte zollte er Respekt, weil sie erst Mitte 2018 die Baugenehmigung erhalten, sich aber als „schnell und verlässlich arbeitendes Unternehmen“ erwiesen habe.

In der neuen Psychiatrischen Tagesklinik werden Patienten von 8 bis 16 Uhr betreut, in der Psychiatrischen Institutsambulanz, die Teil des Klinikums ist, stundenweise vor Ort, auf Wunsch aber auch zu Hause oder am Arbeitsplatz. Patienten finden in der Berliner Straße ferner vom MVZ die diabetologische Schwerpunktpraxis, die Kinderarztpraxis sowie zwei Hausarztpraxen.

An Udo Carstens gewandt, sagte Klinikseelsorger Axel Kramme in seiner Andacht: „Gott wird in ihrem Hause wohnen – aber er wird keine Miete zahlen.“

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