Zentral gelegene Weimarer Postfiliale geschlossen

Weimar.  Der Vertrag zwischen Unternehmen und dem Ladenbesitzer in der Heinrich-Heine-Straße wurde gekündigt.

Die Postfiliale in der Heinrich-Heine-Straße ist geschlossen. Dieser nicht ganz korrekt verfasste Hinweis darauf findet sich an der Ladentür.

Die Postfiliale in der Heinrich-Heine-Straße ist geschlossen. Dieser nicht ganz korrekt verfasste Hinweis darauf findet sich an der Ladentür.

Foto: Susanne Seide

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Verwundert bis verärgert reagieren Kunden, die in der Heinrich-Heine-Straße 6 wie bisher ihre Post-Angelegenheiten erledigen wollten. Der Ost-Shop samt Postfiliale ist geschlossen, steht in der Ladentür auf einem Zettel geschrieben. Der Vertrag wurde gekündigt, sagte am Unternehmenssitz in Frankfurt am Main ein Postsprecher auf Anfrage. Zu Details wollte er sich nicht äußern.

Die Postfiliale galt vielen als willkommene Alternative zur Hauptpost am Goetheplatz – vor allem zu Zeiten, wo dort die Kunden wie vor Weihnachten bis zur Eingangstür Schlange stehen. Nächst gelegene Alternative ist nun der Paketshop in der Erfurter Straße 7. Dieser habe gegenüber der geschlossenen Filiale aber ein weit weniger umfangreiches Angebot, räumte der Post-Sprecher ein. Dieses beschränkt sich im wesentlichen auf die Annahme und Ausgabe von Päckchen und Paketen sowie das Ausdrucken von mobilen Paketmarken und ebensolchen Retourenscheinen.

Weitere Schließungen in Weimar und im Weimarer Land würden aktuell nicht bevorstehen, bekräftigte der Sprecher. Das Filialsystem sei vor allem wegen Geschäftsschließungen ständig im Fluss. Aber das Unternehmen sei durch die Post-Universaldienstleistungsverordnung gesetzlich verpflichtet, in allen Gemeinden mit mehr als 2000 Einwohnern mindestens eine stationäre Einrichtung vorhalten zu müssen. Bei der Größe Weimars gilt zudem, dass grundsätzlich zu gewährleisten sei, dass in zusammenhängend bebauten Gebieten eine Filiale in maximal 2000 Metern für die Kunden erreichbar sei.

Die Post suche auch ständig Partner für Filialen, so der Sprecher. Dabei scheiden aber zum Beispiel Apotheken aus, weil es dort strenge Hygienevorschriften für das Lagern von Medikamenten gibt. Aber auch Sex-Shops – schließlich dürften Minderjährige nicht von Post-Dienstleistungen ausgeschlossen werden.

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