Bensheim. Die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC lagen im Auswärtsspiel bei der HSG Bensheim/Auerbach schon klar zurück. Die Aufholjagd blieb beim 29:30 aber letztlich unbelohnt.

Gleich im ersten Auswärtsspiel der Saison haben die Bundesliga-Handballerinnen des Thüringer HC den ersten Dämpfer hinnehmen müssen. Bei der HSG Bensheim/Auerbach verlor die Mannschaft um Trainer Herbert Müller mit 29:30 (11:12).

Eine Aufholjagd in der zweiten Halbzeit blieb dabei unbelohnt, nachdem die THC-Frauen in der 42. Minute mit acht Toren und damit scheinbar hoffnungslos zurücklagen. Letztlich war jene Hypothek allerdings zu groß. „Der 2:10-Lauf direkt nach der Pause hat uns das Genick gebrochen“, sagte Müller.

Von der ersten Minute an erwiesen sich die Gastgeberinnen mit der ehemaligen Nationalmannschaftskapitänin Kim Naidzinavicius als der erwartet unbequeme Gegner. Der Thüringer HC schien nach dem Auftakterfolg gegen Leverkusen beim 7:5 durch Ida Gullberg nach 14 Minuten zwar auf dem richtigen Weg. Aber Bensheim ließ sich nicht aus der Ruhe bringen.

Dann leisteten sich die THC-Frauen einen Fehlstart in die zweite Hälfte. Kurz nach der Pause lag Bensheim/Auerbach nämlich schon mit 14:11 (32.) vorn und erhöhte damit den Druck auf den Vizemeister. Aber der Rückstand vergrößerte sich nur noch (14:22/42.), auch weil Nathalie Hendrikse einen Strafwurf vergab und auch sonst klarste Chancen vergeben wurden.

Mit einem unglaublichen Kraftakt kämpfte sich der Thüringer HC zurück und war beim 23:24 (50.) wieder heran. In der turbulenten Schlussphase vergab jedoch Kathrin Pichlmeier einen Strafwurf, bevor sie auf 26:27 (58.) verkürzte. Bensheim ließ sich allerdings nicht mehr überlisten. Der Treffer zum 29:30 von der siebenfachen Torschützin Annika Lott kam für den Thüringer HC zu spät.