Limassol. Der UEFA-Kongress wird von Madrid nach Paris verlegt. Einen genauen Grund nennt der Dachverband nicht. Die Maßnahme folgt aber auf den Kuss-Skandal um den ehemaligen spanischen Verbandschef.

Nach dem Skandal um den inzwischen zurückgetretenen spanischen Verbandspräsidenten Luis Rubiales hat die Europäische Fußball-Union UEFA ihren Kongress von Madrid nach Paris verlegt.

Die Generalversammlung der 55 Nationalverbände werde am 8. Februar in der französischen Hauptstadt ausgerichtet, teilte die UEFA nach ihrer Exekutivsitzung mit. Einen genauen Grund nannte der Dachverband nicht.

Rubiales hatte bei der Siegerehrung nach dem von Spanien gewonnenen WM-Finale in Sydney am 20. August die Spielerin Jennifer Hermoso auf den Mund geküsst. Hermoso erklärte später, sie habe sich „als Opfer einer impulsiven, sexistischen und unangebrachten Handlung gefühlt, der ich nicht zugestimmt habe“. Rubiales sagte, es sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt. Inzwischen läuft gegen ihn ein Ermittlungsverfahren.

Der Weltverband FIFA hatte den 46-Jährigen zunächst provisorisch gesperrt, nach langem Zögern trat er zurück - auch von seinem Amt als UEFA-Vizepräsident. Die UEFA berief am Dienstag den Albaner Armand Duka für die Vize-Position.