Erfurt. Rot-Weiß Erfurt hat den Vertrag mit Torhüter Pascal Manitz vorfristig verlängert. Der 19-Jährige sagt, was ihm das bedeutet.

Vor dem letzten Heimspiel der alles andere als optimal verlaufenen Saison hat der FC Rot-Weiß Erfurt eine wichtige Personalie verkündet. Dass Torhüter Pascal Manitz auch im neuen Spieljahr das Trikot des Viertligisten trägt, war bereits klar. Nun aber wurde sein im Juni 2025 auslaufender Vertrag vorzeitig bis 2027 verlängert. „Das bedeutet mir sehr viel. Ich bin stolz darauf, auch die nächsten Jahre hier spielen zu dürfen“, sagte der 19-Jährige, der nun am Sonntag gegen Viktoria Berlin zum siebten Regionalligaeinsatz seiner Karriere kommen wird.

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Der Schlussmann ist der Gewinner einer ungewöhnlichen Torhüter-Rochade im Erfurter Kader. Lukas Schellenberg stand immer wieder in der Kritik, Jean-Marie Plath verlor in der Winterpause nach fünf Spielen mit zwölf Gegentoren wieder seinen Posten im RWE-Kasten. So durfte Manitz, der in dieser Saison eigentlich noch in der Junioren-Regionalliga einsatzberechtigt war, ausgerechnet gegen Titelkandidat Greifswald zum ersten Mal bei den Männern ran. Trotz seines Fehlers nach nur sechs Minuten, der beim 1:1 zum Gegentor führte, bezeichnete er sein Debüt als überwältigend. Inzwischen hat sich der hochgewachsene Schlussmann etabliert – und den Club zu einer langfristigen Zusammenarbeit überzeugt.

Manitz durchlief den Nachwuchs beim FC Rot.Weiß

Wichtig ist die Personalie für den Verein auch deshalb, weil man Manitz als Eigengewächs bezeichnen kann. Seit 2014 durchlief er mehrere Nachwuchsmannschaften beim FC Rot-Weiß, nachdem er bei Wacker Gotha mit dem Fußballspielen begonnen hatte. „Pascal hatte in den letzten anderthalb Jahren dauerhaft die Möglichkeit, sich im Training der ersten Mannschaft zu beweisen und hat diese auf beeindruckende Art und Weise genutzt“, sagte Torwarttrainer Patrick Ecke.

Im letzten Heimspiel der Saison wird Manitz allerdings mehr denn je die Unterstützung seiner Abwehrreihe benötigen. Denn mit Viktoria Berlin kommt die Mannschaft der Stunde nach Erfurt, auch wenn für den Tabellendritten die Spitze nicht mehr erreichbar ist. Der Ex-Drittligist hat die letzten fünf Spiele gewonnen, dabei zwölf Tore erzielt und ist mit dieser Bilanz im Augenblick sogar erfolgreicher als Tabellenführer Energie Cottbus.

So wird es für Pascal Manitz schwer, erstmals im Erfurter Kasten ohne Gegentreffer zu bleiben. „Die Null zu halten wäre zwar schön“, sagte der 19-Jährige, der aber das große Ganze im Blick hat: „Wichtiger sind letztlich drei Punkte.“ Rot-Weiß nämlich will sich im letzten Heimspiel mit einem Sieg aus dieser Saison verabschieden, die den Fans so manche Leidenszeit beschert hat.

FC Rot-Weiß Erfurt – Viktoria Berlin, Sonntag, 13 Uhr, Steigerwaldstadion

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