Berlin  . Mats Hummels und Leon Goretzka sind die prominentesten Profis, die in Julian Nagelsmanns Kader für die Heim-EM fehlen. Die entscheidenden Gespräche seien nicht leicht gewesen, sagt der Bundestrainer.

Mats Hummels und Leon Goretzka haben die Nachricht ihrer Nicht-Nominierung für die Heim-EM laut Bundestrainer Julian Nagelsmann mit „extremer“ Enttäuschung aufgenommen.

„Ich hatte mit beiden längere Gespräche“, berichtete Nagelsmann am Donnerstag in Berlin bei der Präsentation seines Turnierkaders. „Ich glaube, es ist verständlich, dass sie sehr traurig darüber sind.“ Einem Fußball-Profi mitzuteilen, dass dieser bei einer Heim-EM nicht dabei sei, habe „eine andere Tragweite“ als Kadernominierungen im Verein.

„Es sind keine schönen Entscheidungen, die man da trifft“, sagte Nagelsmann. „Am Ende muss ich als Cheftrainer eine Entscheidung treffen im Sinne der Mannschaft.“ Zuvor hatte der Bundestrainer ausgeführt, dass die Kaderzusammensetzung auch ein Ergebnis der Testspiele im vergangenen März in Frankreich (2:0) und gegen die Niederlande (2:1) gewesen sei. Auch da waren die langjährigen Nationalspieler Hummels (35/Borussia Dortmund) und Goretzka (29/FC Bayern) nicht dabei gewesen.

„Am Ende waren beide sehr enttäuscht und wären gerne dabei gewesen“, sagte Nagelsmann, der mit Goretzka bereits als Bayern-Trainer zusammengearbeitet hatte. „Ich kenne Leon schon lange, wir hatten viele Gespräche.“ Das Gespräch sei „natürlich emotional“ gewesen, aber „von beiden Seite nicht böse“. Inhalte der Gespräche gab Nagelsmann nicht weiter, die beiden Profis haben sich bislang nicht geäußert.