Fußball-Kreisoberliga

Gehren gegen Gräfinau-Angstedt: Fast 300 Zuschauer beim Kreisderby

Gehren.  SV 1911 Gehren und dem FSV Gräfinau-Angstedt 4:0. Brisantes Kreisderby in der Kreisoberliga vor Rekordkulisse, viel Emotionen und zwei Feldverweisen

Auf und davon: Gehrens Lukas Pausch (in Rot) kann von Gräfinaus Christopher Döbele nicht gestellt werden.

Auf und davon: Gehrens Lukas Pausch (in Rot) kann von Gräfinaus Christopher Döbele nicht gestellt werden.

Foto: Andreas Heckel

Eine 3:0-Führung schon vor der Pause. Gehrens Offensiv-Fußball setzt sich durch. Nun auch gegen den FSV 1928 Gräfinau-Angstedt, der mit einem Sieg an die Tabellenspitze zurückgekehrt wäre, 4:0 besiegt wurde und nun sogar hinter Gehren rangieret.

Kein Team hat in der Kreisoberliga bisher mehr Tore geschossen als Gehren. 38 Tore sind Bestwert und auch bei den Gegentoren (20) liegen die Aufsteiger im oberen Drittel. Trainer Sven Johren betonte immer wieder: „Anpassungsschwierigkeiten haben wir nicht. Wir können gegen jede Mannschaft mithalten, müssen nur gnadenloser werden.“

Gräfinau-Angstedt hat nach dem 1:1 (98.) in Haarhausen und dem selbst in der Nachspielzeit geretteten Heimpunkt gegen Bad Berka (2:2/92.) nun erstmal nach oben abreißen lassen müssen. In Gehren ging es vor fast 300 Zuschauern heiß zur Sache. Schnell lagen die Gastgeber vorn. Rißlands Flanke setzte C. Haustein zum 1:0 ins Lehmann-Tor (3.). Die Gastgeber versuchten nachzulegen: Pausch verzog (19.), Haueisen scheiterte (21.) und Rißland schloss ein Solo zum 2:0 ab (23.). Möller erhöhte noch vor der Pause im Konter auf 3:0, allerdings nach einem vorausgegangenen Foul reichlich umstritten (37.). Die frühe gelb-rote Karte Döbeles nach dem Wechsel (47.) bremste Gräfinau weiter aus. Gehren drückte, doch Lehmann hielt gegen Manthey einen Foulstrafstoß, den er zuvor an Rißland selbst verschuldet hatte (52.).

Es wurde hektisch, ja ruppig. Ein Strafraumfoul am Gräfinauer Wagenknecht blieb ungeahndet. Böskes Offensivfoul im Nachsetzen brachte Gräfinau-Angstedt die zweite Ampelkarte (68.). Fast postwendend das alles entscheidende 4:0 durch Möller (70.). Die Gäste bedient, haderten mit Schiedsrichter Cardone, hatten dann mit nur neun Mann zwei ganz dicke Chancen: Wagenkenchts Freistoß parierte SV-Keeper Richter stark (82.) und Maik Zentgrafs Kopfball landete am Pfosten (87.).

Zu den Kommentaren