Jena. Ostthüringen begrüßt an diesem Wochenende viele Touristen: Doch wie profitiert die Region dauerhaft davon?

Dieses Wochenende kommen mehr Touristen nach Ostthüringen als an vielen anderen Tagen im Jahr. Verantwortlich dafür sind die Kultur und der Sport. Das Festival „SonneMondSterne“ lockt zehntausende Gäste nach Saalburg – ein Kommentar.

Das DFB-Pokalspiel zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und Hertha BSC holt nicht nur 1661 Hertha-Anhänger, sondern auch viele Jenaer Fans, die deutschlandweit verstreut leben, in die Stadt. Sie alle erleben die neugebaute Fußballarena, in der zuletzt Bauteams Höchstleistungen vollbracht haben, um die Partie im großen Rahmen zu ermöglichen.

Positive Werbung für Ostthüringen betreiben

Das SMS-Festival wie der Fußballverein sind Aushängeschilder, die mehr genutzt werden sollten: Menschen herzuziehen, die von Ostthüringen noch nie etwas gehört haben. Beim Besuch auf dem Festival oder im Stadion muss es gelingen, sie zu überzeugen, dass die Städte und Landkreise viel mehr Erlebenswertes zu bieten haben.

Im besten Fall kommen die Besucher wieder oder überzeugen Eltern und Bekannte als Multiplikatoren, dass sich eine Reise lohnt. Der Königsweg wäre, wenn Unternehmen gezielt die Chance erkennen, dringend benötigte Fachkräfte zu finden. Nur dafür müssen sie bei Kultur oder Fußball präsent sein.

Im Tourismus braucht es an zwei Stauseen eine Aufbruchstimmung

Kritisch sollten sich aber das Land und einige Kommunen hinterfragen, ob sie die Tourismuschancen optimal nutzen. Positiv hebt sich Zeulenroda-Triebes ab, das Stück für Stück den Reisemarkt erobert. Es steht sogar ein neuer Investor in den Startlöchern, um ein weiteres Hotel zu bauen. Am Bleiloch- und Hohenwarte-Stausee liegt indes vieles – mit positiven Ausnahmen – im Dornröschenschlaf. Hier braucht es eine Aufbruchstimmung.

Hier bittet der FC Carl Zeiss Jena die alte Dame zum Tanz

Kuriose Straßennamen auf dem SMS-Festival: Vom Star-Trek-Weg bis zur Zeitmaschinen-Allee