Wacker Nordhausen: Ehrenrat übernimmt Kontrolle

Nordhausen.  Das Präsidium von Wacker Nordhausen führt den Verein trotz Insolvenzantrags der GmbH vorerst weiter. Trainingsstart ist am 6. Januar.

Welche Spieler Matthias Peßolat (links) und Tino Berbig (rechts) zum Trainingsstart am 6. Januar begrüßen, ist noch offen.

Welche Spieler Matthias Peßolat (links) und Tino Berbig (rechts) zum Trainingsstart am 6. Januar begrüßen, ist noch offen.

Foto: Marco Kneise

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Beim Fußball-Regionalligisten FSV Wacker 90 Nordhausen werden die Präsidiumsmitglieder den Verein trotz des Insolvenzantrages der Spielbetriebsgesellschaft mbH bis zur Mitgliederversammlung im Frühjahr weiterführen. Das teilte der Viertligist in einer Presseerklärung mit.

Unterdessen wurde nach internen Diskussionen beschlossen, die Aufgaben sowie die Vertretungs- und Handlungsberechtigungen unter den Präsidiumsmitgliedern klar zu definieren und neu zu verteilen. Demnach wird der dreiköpfige Ehrenrat bis zur nächsten Mitgliederversammlung im kommenden Frühjahr die wirtschaftliche Entwicklung des Vereins begleiten, hieß es in einer Pressemitteilung.

Dies solle durch direkte Unterschriftsberechtigung über das Vereinskonto prinzipiell im Vier-Augen-Prinzip mit dem handelnden Präsidium geschehen, teilte der Viertligist weiter mit. Man wolle in enger Abstimmung zwischen Vorstand und Ehrenrat neue Strukturen im Verein erarbeiten. Dies könnte zum Beispiel die Einrichtung eines Aufsichtsrates sein. Das Insolvenzverfahren gegen die Spielbetriebsgesellschaft mbH soll wie geplant im kommenden Januar eröffnet werden. Der vorläufige Insolvenzverwalter Peter Staufenbiel erstellt dazu als Grundlage ein Gutachten.

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Am 6. Januar werden die Spieler der ersten Mannschaft nach der Weihnachtspause von den Interimstrainern Tino Berbig und Matthias Peßolat zurückerwartet. Bislang hat Jan Löhmannsröben seinen Abschied zu Drittligist Preußen Münster verkündet. Man werde, so die Presseerklärung, mit allen Spielern ein Gespräch führen, um auszuloten, wer unter den neuen Bedingungen in Nordhausen bleiben will. Laut Insolvenzverwalter Staufenbiel hätten weitere Spieler ihren Abschied angekündigt. Es wären aber deutlich weniger gewesen, als von ihm vermutet.

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