Führungsspieler des FC Carl Zeiss Jena vorm Derby: „Es funktioniert nicht nur mit Schönspielen“

Tino Zippel
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Pressekonferenz vor Thüringenderby: Spieler Nils Butzen, Pressesprecher Andreas Trautmann und Trainer René Klingbeil (von rechts nach links).

Pressekonferenz vor Thüringenderby: Spieler Nils Butzen, Pressesprecher Andreas Trautmann und Trainer René Klingbeil (von rechts nach links).

Foto: Tino Zippel

Jena.  Am Freitag hat der FC Carl Zeiss Jena zur Pressekonferenz geladen: Diese Informationen gab es vorm Thüringenderby gegen den FC Rot-Weiß Erfurt.

Nils Butzen gibt vor seinem ersten Thüringenderby für den FC Carl Zeiss Jena die Marschroute klar vor. „Die Erfahrung lehrt, dass am Angang gezeigt wird, in welche Richtung ein Derby läuft“, sagt der Abwehrspieler vor dem Duell gegen den FC Rot-Weiß Erfurt am Sonntag (Anstoß 16 Uhr). „Im Derby zählt nicht der beste Fußball, sondern die richtige Einstellung“, fügt der 30-Jährige auf der Pressekonferenz im Ernst-Abbe-Sportfeld in Jena an.

Butzen, in Mühlhausen geboren, hat noch nie ein Thüringenderby gespielt, weil er schon in der Jugend zum 1. FC Magdeburg gewechselt ist. Einen Thüringer Lieblingsverein hatte er zwar nicht, das Pendel schlug aber stärker in Richtung Jena aus. „Mein erstes Spiel habe ich im Jenaer Stadion gesehen, als der FCC 3:2 gegen Erzgebirge Aue gewonnen hat.“

„Da braucht sich kein Spieler zu verstecken“

Nach zwei Spielen mit seiner neuen Mannschaft sieht er die Stärken im Fußballerischen. „Die Truppe ist top ausgebildet. Da braucht sich kein Spieler zu verstecken“, sagt Butzen. Nun gelte es noch, die Mentalität an den Tag zu legen, Widerstände zu überwinden. „Es funktioniert nicht nur mit Schönspielen.“

Respekt haben die Jenaer vor den schnellen Stürmern der Rot-Weißen. „Bei Spielern, die schnell in die Tiefe gehen, ist es manchmal besser, sich einen Vorsprung von ein, zwei Metern zu nehmen“, sagt Butzen, der dem Pflichtausflug zum Spiel des ZFC Meuselwitz etwas abgewonnen hat. Freilich wird in Erfurt eine andere Atmosphäre herrschen. „Solche Spiele haben mich als junger Spieler vorangebracht. Bei den Relegationsspielen mit Magdeburg gegen Offenbach habe ich mir fast in die Hose gemacht.“

Jenaer Trainer lobt Fabian Gerber

Trainer René Klingbeil baut ebenfalls auf die Drucksituation, an der jeder Spieler wachsen könne. Er hatte in dieser Woche zwei freie Tage gestrichen, „um das Heimspiel aus den Köpfen zu bekommen“. Er lobt Erfurts Trainer Fabian Gerber für seine hervorragende Arbeit und blickt mit Neid darauf, dass der Gegner noch einen zusätzlichen Offensivspieler verpflichtet hat.

Klingbeil will trotz der kurzen Fahrt die Ansprache erst im Steigerwaldstadion halten. „In Jena treffen wir uns und essen schöne Spieltagsnudeln. Anderthalb Stunden vor Anpfiff wollen wir in Erfurt sein“, sagt der Trainer. „Dann ziehen wir die 18er Stollen plus Unterlegscheiben auf.“

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