Berlin. Der Spielplan für die Handball-Bundesligisten ist straff. Der EHF-Präsident kritisiert die HBL für Spielansetzungen bei den Füchsen Berlin und dem THW Kiel.

Michael Wiederer hat als Präsident der Europäischen Handball Föderation (EHF) Kritik am Spielplan der Handball-Bundesliga geübt.

„Ich als Handball-Insider verstehe manche Entscheidungen der HBL-Verantwortlichen nicht. Andere Ligen und Verbände verhindern per se, dass eine Mannschaft, die am Dienstag im vermeintlich schwersten Spiel der Saison gegen Nantes antritt, noch am Sonntag im Top-Duell der Liga gegen Kiel spielen muss“, sagte Wiederer der Fachzeitschrift „Handballwoche“.

Der 68 Jahre alte Funktionär bezog sich bei seiner Kritik konkret auf die Spielansetzungen der Füchse Berlin und des THW Kiel. Der Hauptstadt-Club hatte nach dem Duell mit den Norddeutschen Ende April nur einen Tag Pause bis zum Spiel gegen Nantes. Auch für Kiel ging es schon am Mittwoch in der Champions League in Montpellier weiter. „Ich verstehe diesen Zusammenhang nicht und bin sehr überrascht, dass es so abgelaufen ist“, äußerte Wiederer weiter.

Der Österreicher stellte infrage, ob beziehungsweise wie sehr sich die HBL internationalen Erfolg ihrer Vereine wünsche. „Am Ende des Tages ist es eine Frage, wie sehr will es die Liga, dass ihre Clubs international reüssieren. Und wenn man die Frage so stellt, dann beinhaltet das auch das Bedenken der EHF, wie glücklich ist die HBL, dass ihre Clubs so prominent mitspielen.“