Ohrdruf. Auf eigenem Platz waren die Ohrdrufer dermaßen chancenlos, dass der Gegner zur Pause ungewöhnlich reagierte.

Selbst bei den kühnsten Optimisten im Lager des FSV Ohratal sind die Hoffnungen auf den Verbleib in der Fußball-Thüringenliga auf ein Minimum gesunken. Nachdem die Ohrdrufer zuletzt in Heiligenstadt mit einem 1:1 ein Lebenszeichen von sich gaben, kamen sie am Samstag im Heimspiel gegen Wismut Gera nicht über die Rolle des bemitleidenswerten Aufbaugegners hinaus und verloren mit 1:7.

Die Gäste schossen sich zwei Tage nach der 2:3-Niederlage gegen Nordhausen den Frust von der Seele. „Das hat heute gutgetan nach dem Tiefschlag vom Donnerstag. Wir hätten auch zweistellig gewinnen können. Ohratal hatte nichts zum Dagegenhalten. Das war ein Zwei-Klassen-Unterschied“, meinte Wismut-Trainer Kevin Brettfeld, dessen Team den tiefstehenden Kontrahenten von Anfang an beherrschte. Zwar brauchten die Geraer knapp 20 Minuten, bis Jimmy Wagner den Torreigen eröffnete (20.), doch damit war der Bann gebrochen.

Im Minutentakt spielte die Wismut-Offensive die Ohratal-Abwehr schwindlig. Auf den Außenbahnen waren Philipp Sovago und Franz Hoffmann nicht zu halten. Sovago (24.), Marcel Kießling per Doppelpack (31., 40.) und Hoffmann (44.) bauten das Ergebnis noch bis zur Halbzeit auf 5:0 aus. Nach Wiederbeginn brachte Trainer Kevin Brettfeld fünf frische Spieler. Dennoch erhöhten Kießling mit seinem 18. Saisontreffer (54.) und der eingewechselte James-Kevin Nahr (61.) auf 7:0. Ohratal gelang durch den eingewechselten Jannes Fittje zumindest noch der Ehrentreffer (72.).