Treffurt. Im Interview verrät der Schnellmannshäuser Handballer, für wen er künftig spielt und warum er sich eine neue Herausforderung gesucht hat.

Tobias Wiegand, der mit 89 Toren zweitbeste Schnellmannshäuser Werfer der abgelaufenen Saison, wechselt zum amtierenden Landesmeister VfB TM Mühlhausen 09 in die Oberliga, wo bereits sein älterer Bruder Marko aktiv ist. Wir sprachen mit dem VfB-Neuzugang.


War Ihr Bruder Marko am Wechsel beteiligt?

Mein Bruder hat mit dem Wechsel nichts zu tun gehabt. In der Halbserie meldete sich der Verein erstmals bei mir und zeigte Interesse. Zu diesem Zeitpunkt einigten wir uns, das Gespräch nach der Saison noch einmal zu suchen, um den Fokus auf die da noch laufende Saison nicht zu verlieren. Nachdem dann die letzten Heimspiele und Feierlichkeiten abgeschlossen waren, folgten einige Telefonate mit Trainer Karsten Knöfler und dem Vereinsvorstand, und dann war eigentlich alles schon geklärt.

Wie haben Sie dem Ex-Team den Abschied erklärt?

Zunächst musste ich es leider allen unpersönlich über WhatsApp mitteilen. Das ist zwar nicht meine Art, aber wenn, sollten sie es schon von mir erfahren und nicht über Dritte. Selbstverständlich plane ich, mich mit einem kleinen Ausstand zu Beginn der Saisonvorbereitung ordentlich zu verabschieden und mich für die ganzen Jahre zu bedanken.

Tobias Wiegand freut sich auf die neue Herausforderung in Mühlhausen 
Tobias Wiegand freut sich auf die neue Herausforderung in Mühlhausen  © Pascal Luhn

Sie haben vermutlich einige Mühlhäuser Spiele gesehen. Wie schätzt Sie Ihre künftige Mannschaft ein?

Ja das habe ich. Mühlhausen ist eine spielstarke Mannschaft. Sie spielen einen schnellen, aber auch überlegten Handball. Im Zusammenspiel mit einem guten Torhüter und einer stabilen und disziplinierten Abwehr legen sie den Grundstein.

Welche Ziele haben Sie in Mühlhausen?

Zunächst möchte ich meine Leistung und Form aus der vergangenen Saison in der Landesliga auch in der Oberliga zeigen und bestätigen. Ansonsten bin ich gespannt auf die Aufgaben und meine Rolle in der neuen Mannschaft.

Wie fällt die Saisonbilanz mit der SG Schnellmannshausen aus?

Ich denke, die uns vorausgesagte schwere Saison mit vielen Höhen und Tiefen ist eingetreten. Mit einem Trainerwechsel kurz vor der Saison starteten wir ein wenig holprig, fingen uns dann aber zur Mitte der Saison. In der zweiten Saisonhälfte hatten wir ziemliches Verletzungspech und wurden gefühlt von Spiel zu Spiel weniger. Durch viel Kampf und Zusammenhalt holten wir trotzdem als kleiner Haufen unsere Punkte und stehen verdient in der Tabellenmitte.

Sie kicken auch für die SG Ifta. Was wird nun aus den Fußballschuhen?

Die werden wohl erstmal geputzt im Schrank stehen bleiben. Die Intensität in der Oberliga ist nochmal eine andere und meine Priorität lag und liegt weiterhin beim Handball. Um dort meinen Zielen gerecht zu werden, soll die volle Konzentration auch dort liegen.

Haben Sie Lieblingsklubs im Hand- und Fußball?

Ja. Beim Handball bin ich Fan der Rhein-Neckar Löwen und unterstütze als Thüringer auch den ThSV. Beim Fußball bin ich Sympathisant des BVB.