THC-Handballerinnen kassieren dritte Saisonniederlage

Leverkusen.  Die Thüringerinnen lassen bei Leverkusen sowohl im Angriff als auch in der Abwehr viele Wünsche offen und büßen mit dem 25:33 (15:18) viel Boden im Titelkampf ein.

Gegen Debrecen kam Rückraumspielerin Almudena Rodriguez (Mitte) besser zum Wurf als in der Bundesliga-Partie bei Leverkusen. Zudem ließ ihr Team zu viele Gegentore beim 25:34 zu.

Gegen Debrecen kam Rückraumspielerin Almudena Rodriguez (Mitte) besser zum Wurf als in der Bundesliga-Partie bei Leverkusen. Zudem ließ ihr Team zu viele Gegentore beim 25:34 zu.

Foto: Sascha Fromm

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Die THC-Handballerinen haben im Titelkampf vielleicht entscheidenden Boden verloren. Beim Fünften Leverkusen unterlagen sie am Freitagabend 25:34 (15:18) und haben nun sechs Minuspunkte auf dem Konto. Eine große Hypothek, um die makellosen Dortmunderinnen an der Spitze noch abfangen zu können. Der Zweite Bietigheim ist drei Punkte weg. Gegen beide müssen die Thüringerinnen in ihren verbleibenden 14 Spielen noch einmal antreten.

„Damit haben wir uns absolut keinen Gefallen getan“, sagte Rückraumspielerin Emily Bölk am Mikrofon, ohne die Meisterschaft allerdings als verloren betrachten zu wollen. Mit so einer Leistung aber werde es auch in den nächsten Spielen schwierig. Sowohl in der Angriffsleistung nach der Pause als auch in der Abwehrarbeit über die gesamten 60 Minuten ließ der Vizemeister der Vorsaison viel zu wünschen übrig. Und das im ersten THC-Spiel, das bei Eurosport live übertragen wurde.

Fünf Tage nach dem umjubelten Einzug ins EHF-Cup-Viertelfinale schien sich der Kraftverlust der personell und zudem grippe-geschwächten THC-Frauen bemerkbar zu machen. Allein die elf Tore von Beate Scheffknecht (davon fünf Siebenmeter) sprachen für die Stärke der Thüringerinnen. Am Sonntag müssen sie bereits wieder Kräfte mobilisieren. In der Nordhäuser Wiedigsburghalle empfangen sie im vorletzten Gruppenspiels des EHF-Cups Banik Most (14 Uhr).

Vor den laufenden Fernseh-Kameras wuchs Leverkusen am frühen Freitagabend über sich hinaus und stellte den THC von Beginn an mit schnellem Aufbauspiel vor Probleme. Begünstigt durch Strafzeiten in kurzer Folge gegen die Einheimischen, konnte der allein Mitte der ersten Hälfte überzeugende Dritte einen Vier-Tore-Rückstand wettmachen. Er fand jedoch in der Folge keine Lösung, um Leverkusen an weiteren Wirkungstreffern zu hindern. Mit Svenja Huber stellte eine frühere THC-Spielerin – gewohnt sicher – von der Siebenmeterlinie einen Drei-Tore-Abstand wieder her (18:15).

Um an den beiden Tabellenführenden dranzubleiben, mussten die Thüringerinnen eine Antwort auf Leverkusens Tempospiel finden. Und sie suchten sie zunächst im Sieben-gegen-Sechs, was Leverkusen zunächst zwei leichte Tore bescherte und mit drei Treffern in Führung hielt (23:20/45.).

„Wir müssen mutiger spielen“, forderte THC-Trainer Herbert Müller in der Schlussviertelstunde. Mutig agierte indes vor allem das Team von Ex-Bundestrainer Michael Biegler. Während dem THC immer weniger gelang, schien den Werkselfen nahezu alles zu glücken. Sie trafen wie sie wollten und gewannen auch in der Höhe verdient.

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