Warum der FC Carl Zeiss Jena den Trainingsbetrieb freiwillig einstellt

Jena.  Die Weihnachtspause wird lang für den FC Carl Zeiss Jena: Trotz der Freigabe für den Trainingsbetrieb verzichtet der Regionalligist.

Cheftrainer Dirk Kunert im Gespräch mit Geschäftsführer Chris Förster.

Cheftrainer Dirk Kunert im Gespräch mit Geschäftsführer Chris Förster.

Foto: Tino Zippel

„Wir wollen Vorbild sein. Die Gesundheit geht vor“, sagt Dirk Kunert. Der Cheftrainer des FC Carl Zeiss Jena schickt seine Spieler vorfristig in die Winterpause und streicht in Absprache mit Sportdirektor Tobias Werner das Mannschaftstraining bis 9. Januar – obwohl die Corona-Verordnung das Training für Berufssportler in Thüringen weiter erlaubt. Alle aktuellen Entwicklungen im kostenlosen Corona-Liveblog

Werner: Verantwortung für Mitarbeiter

Werner verweist darauf, dass die Mannschaft, Trainer und Betreuer in der vierten Liga ohne regelmäßige Corona-Testung zusammenkommen. „Wir tragen Verantwortung für unsere Mitarbeiter – auf und neben dem Platz.“ Aus Werner Sicht wäre ein Weitertrainieren das „falsche gesellschaftliche Signal in einer Zeit, die für viele Menschen Einschränkungen mit sich bringt“.

Die Regionalliga-Mannschaft hatte zuletzt an drei Wochentagen mit fünf Einheiten trainiert. Die Spieler werden sich nun in Heimarbeit individuell fit halten. Der FC Carl Zeiss rechnet nicht mit einem frühen Start im Januar und setzt deshalb den Trainingsauftakt vorerst für den 11. Januar an.

Spieler bleiben in Kurzarbeit

Laut Geschäftsführer Chris Förster befinden sich die Spieler im Dezember in Kurzarbeit. Über den weiteren Fortgang will er entscheiden, sobald sich klarer abzeichnet, wie die Saison zu einem Ende geführt wird. Die Vorschläge aus der Liga unterscheiden sich: Die meisten Mannschaften wollen zunächst die Hinrunde zu Ende spielen und dann mit Playoffs fortsetzen. Unterschiedliche Varianten sind vorgeschlagen: Entweder eine Gruppenphase, bei der die Teams zumindest einen Teil der erspielten Punkte mitnehmen, oder eine Ko-Runde sind möglich. Am Mittwoch tagt die Kommission, die alle Vorschläge wichten soll, um die favorisierten Lösungen herauszuarbeiten.

Trainer Kunert findet es gut, dass die Vereine die Lage realistisch einschätzen. „Aus heutiger Sicht ist es nur schwer zu schaffen, die Saison regulär mit Hin- und Rückrunde zu Ende zu spielen“, sagt er.

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