Jasna. Lena Dürr kann sich in Jasna ein wenig für die jüngste Slalom-Enttäuschung rehabilitieren. Für das Podium reicht es aber nicht. Dort steht mal wieder ein US-Star ganz oben.

Mikaela Shiffrin hat den Slalom von Jasna gewonnen und ihren Vorsprung in der alpinen Weltcup-Gesamtwertung weiter ausgebaut. Die Ausnahme-Skirennfahrerin aus den USA setzte sich knapp vor der jungen Kroatin Zrinka Ljutic (+0,14 Sekunden) und Anna Swenn Larsson aus Schweden (+0,81) durch.

Die beste deutsche Slalom-Spezialistin Lena Dürr kam auf den siebten Platz (+1,97) und rehabilitierte sich damit zumindest ein wenig für den enttäuschenden 15. Rang zuletzt in Flachau. In Abwesenheit der verletzten slowakischen Lokalmatadorin Petra Vlhova hatte Dürr ihren fünften Podestplatz in diesem Winter angepeilt. Sie verpatzte aber den ersten Durchgang und handelte sich mehr als zwei Sekunden Rückstand auf Shiffrin ein. Im Finale machte die Sportlerin aus Germering drei Plätze gut. Teamkollegin Emma Aicher kam auf Rang 22 (+4,40).

Shiffrin fährt indes in einer ganz anderen Liga: Die Weltcup-Rekordsiegerin steht nun bei 95 Erfolgen in der Elite-Serie und ist nur noch fünf Siege von der magischen 100er-Grenze entfernt. Zudem bejubelte sie in Jasna ihren 150. Podestplatz. In der Gesamtwertung scheint ihr die große Kristallkugel mal wieder nicht zu nehmen - sie hat mehr als 400 Punkte Vorsprung auf Vlhova und die danach folgende Schweizerin Lara Gut-Behrami.

Olympiasiegerin Vlhova war am Samstag beim Riesenslalom gestürzt und hatte sich Bänderrisse im Knie zugezogen. Ihre Saison ist vorzeitig beendet. Der Sieg ging an die schwedische Olympiasiegerin Sara Hector.