Altenberg. Der erfolgreiche Rodel-Trainer Norbert Loch tritt nach der Saison ab. Sein Nachfolger Patric Leitner freut sich auf die Aufgabe. Er meldet sich aus dem Krankenhaus.

Der designierte Rodel-Bundestrainer Patric Leitner fühlt sich bereit für die Nachfolge von Norbert Loch. „Ich freue mich wahnsinnig, das wird eine reizvolle Aufgabe werden. Ich bin bereit“, sagte der Rodel-Olympiasieger. „Das ist ein Entschluss, der nicht von heute auf morgen gefasst worden ist. Ich habe ein gutes Team um mich herum, die alle miteinander ziehen.“

Der 46-Jährige liegt nach einem Trainingsunfall mit einem gebrochenen Bein gerade im Krankenhaus. „Mir geht es momentan nicht so gut, ich bin noch im Krankenhaus in München“, sagte Leitner. Zum Beginn der neuen Saison wird der Bayer Nachfolger von Norbert Loch, er tritt in große Fußstapfen. 95 WM-Medaillen hat Loch mit seinem Team vor den letzten beiden Entscheidungen bei den Titelkämpfen in Altenberg gewonnen. „Der Norbert hat seinen Ruhestand verdient. Wir alle sind ihm zu Dank verpflichtet. Die ganze Mannschaft und auch ich“, sagte Leitner.

Loch will Nachfolger unterstützen

Norbert Loch hatte in Altenberg seinen baldigen Rückzug als Bundestrainer bestätigt, nachdem sein Sohn Felix, der dreimalige Olympiasieger, nach seiner insgesamt 21. WM-Medaille mit Bronze im Einsitzer den anstehenden Schritt seines Vaters verraten hatte. „Es ist eine sehr, sehr lange Zeit gewesen. Ich möchte ein gut funktionierendes Team unserem neuen Cheftrainer übergeben, wenn die Saison zu Ende ist“, sagte der 61-Jährige. Die Entscheidung sei eigentlich schon vor dem Winter gefallen. Norbert Loch ist seit 2008 Cheftrainer der deutschen Rennrodlerinnen und Rennrodler.

Norbert Loch will seinen Nachfolger „natürlich unterstützen, aber er wird vorne stehen und die Mannschaft führen und leiten. Ich glaube, da haben wir einen guten Mann an erster Stelle.“ Der dann Ex-Bundestrainer wird in Zukunft beim Bob- und Schlittensportverband in Berchtesgaden tätig sein. „Da gibt es auch noch genügend Arbeit.“

Sein Nachfolger Leitner war mit seinem Partner Alexander Resch 2002 Olympiasieger im Doppelsitzer. Das Duo aus Berchtesgaden holte acht Jahre später noch einmal Olympia-Bronze. Insgesamt viermal (1999, 2000, 2004 und 2007) wurden die beiden Rennrodler Doppelsitzer-Weltmeister.