Garmisch-Partenkirchen. Der Schweizer Marco Odermatt ist im zweiten Super-G auf der Kandahar der Schnellste. Josef Ferstl verabschiedet sich. Die übrigen deutschen Skirennfahrer kassieren die nächste heftige Niederlage.

Der Schweizer Ski-Star Marco Odermatt hat beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen seinen neunten Saisonsieg gefeiert.

Einen Tag nach seinem vierten Rang im ersten Rennen auf der Kandahar zeigte der 26-Jährige eine Leistungssteigerung und gewann vor dem Österreicher Raphael Haaser und seinem Teamkollegen Franjo von Allmen.

Unmittelbar vor dem Rennen hatte sich der langjährige deutsche Topathlet Josef Ferstl mit einer Fahrt außer Konkurrenz von den Fans und dem aktiven Leistungssport verabschiedet. Er habe den finalen Auftritt noch mal sehr genossen, berichtete der 35-Jährige, nachdem er sich im Zielraum beim Publikum bedankt hatte. Der größte Erfolg in Ferstls Karriere war der Sieg beim Super-G auf der weltberühmten Streif in Kitzbühel im Januar 2019.

Die übrigen deutschen Speedfahrer enttäuschten auch am Sonntag wieder. Romed Baumann (35.) und Andreas Sander (39.) verpassten mit jeweils deutlich mehr als zwei Sekunden Rückstand auf Odermatt die Punkteränge, Simon Jocher schied aus. Das ist das schlechteste deutsche Speed-Ergebnis bei einem Heimrennen in Garmisch seit fast 17 Jahren. Der französische Shootingstar Cyprien Sarrazin brach seinen Lauf nach einem groben Fahrfehler ab.