Sigulda. Der ehemalige Turner Adam Ammour hat seinen ersten Weltcup im Bobsport gewonnen. Da sind auch der wiedererstarkte Friedrich und Dominator Lochner fast chancenlos.

Adam Ammour hat seinen ersten Weltcupsieg im Bobsport eingefahren. Der Junioren-Weltmeister im Zweierbob gewann am Samstag mit Abschieber Benedikt Hertel im lettischen Sigulda. Dabei verwies der Pilot vom BRC Thüringen mit 0,12 Sekunden Vorsprung die Schweizer Michael Vogt und Sandro Michel auf Rang zwei.

Der zweimalige Doppel-Olympiasieger Francesco Friedrich vom BSC Sachsen Oberbärenburg, der erstmals mit dem Winterberger Matthias Sommer fuhr, landete auf Rang drei. Obwohl der Sachse erstmals in diesem Winter Weltmeister Johannes Lochner bezwang, reichte es nicht für den Sieg. Der für Stuttgart fahrende Berchtesgadener kam mit seinem Potsdamer Anschieber Georg Fleischhauer auf Rang vier und verpasste erstmals in dieser Saison das Podium.

„Wir sind mehr als zufrieden, es ist super gelaufen, die Startzeit war gut, die Läufe auch gut, wir sind sehr happy“, sagte der erst 22 Jahre alte Ammour, der seine sportliche Karriere als Turner begann.

Kurios: In Sigulda feierte Ammour vor einem Jahr sein Weltcup-Debüt. Sein älterer Bruder Issam Ammour ist Anschieber und sitzt an diesem Sonntag mit im Schlitten. Dann findet noch ein Zweierbob-Rennen in Sigulda statt, jedoch parallel der EM-Wertung. Die Doppel-Veranstaltung wurde nötig, da die Viererbobs in Lettland nicht fahren. Der EM-Titel im großen Schlitten wurde schon im vergangenen Jahr in Innsbruck/Igls vergeben.