Zwei Ilm-Kreis-Vertreter in Deutscher Schach-Online-Liga

Arnstadt/Stadtilm.  Unter den bundesweit 246 Mannschaften stehen mit SG Arnstadt/Stadtilm und dem Stadtilmer SV auch zwei Vertreter aus dem Ilm-Kreis.

Acht Thüringer Vereine spielen in der Deutschen Schach-Online-Liga.

Acht Thüringer Vereine spielen in der Deutschen Schach-Online-Liga.

Foto: MAXIM THORE via www.imago-images.de / imago images/Bildbyran

Der Anfang ist gemacht. Der Deutsche Schachbund hat aus der Not eine Tugend gemacht und seine Vereine zu einer digitalen Meisterschaft aufgerufen. Die Deutsche Schach-Online-Liga startete letzte Woche. 246 Mannschaften aus ganz Deutschland, darunter auch acht Thüringer Vereine haben sich angemeldet, davon acht aus Thüringen. Zwar leider nicht die ganz großen, wie der Erfurter SK oder auch Blau-Weiß Stadtilm, aber dafür wenigstens zwei Mannschaften aus dem Ilm-Kreis.

Matthias Buring, der amtierende Meister des Schachbezirks Mitte fand die Idee riesig und überzeugte seine Mitspieler schnell. „Eine solche Meisterschaft gab es so noch nie, da wollten wir dabei sein.“ Die Faszination liege weniger am Online-Spiel an sich, sondern dies auch als Mannschaft umzusetzen. „Außerdem wird es Zeit, wieder in Übung zu kommen. Das ist die beste Gelegenheit dazu“, so Buring vom Thüringenliga-Neunten, der unabhängig des vorzeitigen Abbruchs dort seinen Klassenerhalt sicherte.

Einstufung nach Leistungsstärke

Eingestuft wurde für die DSOL nach Leistungsstärke jeweils der besten vier Spieler in acht Ligen zu je vier Staffeln. Nach den Vorrunde werden in Play-Offs die Ligen-Meister ermittelt. Gespielt wird mit 45 Minuten plus 15 Sekunden pro Zug Bedenkzeit und in Vierer-Teams. Die Wettkampfrunde endet mit den Finals Anfang September.

Die SG Arnstadt/Stadtilm spielt in der 2. Liga, Staffel D. Gegner sind Stendal, Oberursel, Eckenförde, Ebersberg-Grafing, Oberhausen, der USG Chemnitz und der SK Lehrte. Der war auch der Auftaktgegner, gegen den es jedoch trotz nominellem Plus eine 1:3-Niederlage gab. In der Mitte remisierten Marko Sauer und Matthias Buring, vorn und hinten verloren Michael Bilek und Kevin Jank.

Gespielt wird mittels einer Software am Computer

Gespielt wird nicht an Bretttern sondern mittels einer Software am Computer. Alle Partien werden zeitgleich gestartet. Verboten ist fremde Hilfe genauso wie eine Zusatz-Software zum Finden eines Zuges.

Auch die Liga-Konkurrenten SV Breitenworbis und der ESV Gera spielen in Liga 2. Der zweite Ilm-Kreis-Vertreter Stadtilmer SV, Bezirksklasse-Dritter am Brett, hat sich in der 7. Liga, Gruppe B eingereiht und bekommt durch diese Online-Runde eher ungewohnte Spielgelegenheiten mit Teams aus Hamburg, Heidesheim oder Köln. Vereinschef Hans-Jürgen Böttner: „Das ist für uns komplett ungewohnt, aber interessant.“ Erster Gegner ist die SG Löhne aus Nordrhein-Westfalen. Stadtilm meldete sechs Spieler mit Frank Hunder, Vereinschef Hans-Jürgen Böttner, Tobias Herrmann, Jürgen Voigt, Horst Specht und Gerald Weinreich und hat gute Chancen die Play-Offs zu erreichen.