Beziehung und Liebe

Beziehungen und Liebe machen das Leben aus – und können schnell kompliziert werden. Hier finden sie alle News und aktuellen Artikel.

Was eine gute Beziehung ausmacht ist von Paar zu Paar unterschiedlich.

Was eine gute Beziehung ausmacht ist von Paar zu Paar unterschiedlich.

Foto: istockphoto/AsiaVision

Oft sind Beziehungen, Liebe und Sex eng miteinander verbunden – und dennoch ist das nicht immer der Fall. Eines haben die Themen aber trotz unterschiedlicher Beziehungsformen gemeinsam: Es ist nicht immer alles einfach.

Auch deswegen ist es wichtig, sich bei einer zwischenmenschlichen Beziehung Rat und Empfehlungen zu holen. Dabei ist es egal, ob Gefühle oder Sex im Spiel sind. Die wichtigsten Texte und Neuigkeiten dazu finden Sie hier. Außerdem beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Thema.

Was ist eine Beziehung?

Genau zu definieren, was eine Beziehung ist, ist schwer. Es gibt zu viele Variationen und unterschiedliche Beziehungsformen, Immerhin spricht man auch bei zwischenmenschlichen Verbindungen von einer Beziehung, wenn diese nicht mit romantischer Liebe oder Sex verbunden sind. Betrachtet man jedoch die reine Wortbedeutung, ist eine Liebesbeziehung ein emotionales, romantisches und meist sexuelles Verhältnis zwischen zwei Personen.

Das spiegelt die Realität jedoch unzureichend wider. Denn Beziehungen gibt es auch zwischen mehr als zwei Personen: Dann spricht man von Polyamorie. Und auch Romantik und Sex müssen in einer Beziehung nicht zwingend eine Rolle spielen. Entscheidend ist meist, dass sich die Partner in einer Beziehung verbunden fühlen und Verantwortung füreinander übernehmen.

Welche Formen der Liebe gibt es?

Für viele Menschen sind Liebe und Beziehungen untrennbar miteinander verbunden. Doch Liebe ist nicht gleich Liebe und in jeder Partnerschaft wird sie anders gelebt. Dennoch gibt es eine etablierte Art, Liebe zu kategorisieren. Sie baut auf der griechischen Mythologie auf und orientiert sich – zumindest, was die Namen der drei Formen betrifft – an ihr.

  • Eros: Mit dem Begriff "Eros" wird die leidenschaftliche Liebe beschrieben. Man könnte auch von Lust sprechen. Dabei steht die körperliche Anziehungskraft zwischen Personen im Fokus. Eine Beziehung ist dafür keine zwingende Voraussetzung.
  • Philia: Liebe muss nicht immer mit romantischen oder sexuellen Gefühlen einhergehen. Das zeigt sich bei "Philia". Damit gemeint ist die freundschaftliche Liebe. Sie findet auf einer geistigen Ebene statt und verbindet Menschen, die ähnliche Interessen oder eine ähnliche Weltanschauung teilen. Im Optimalfall ist sie Teil einer romantischen Partnerschaft.
  • Agape: Bezieht man sich auf eine bedingungslose, meist romantische Liebe, spricht man von "Agape". Sie herrscht meist in Beziehungen und gilt als grundsätzlich und erwartungsfrei.

Wie erkennt man wahre Liebe?

Gerade zu Beginn einer (romantischen) Beziehung fragen sich viele Menschen: Woran erkennt man wahre Liebe? Eine klare Antwort gibt es darauf nicht. Ob man selbst geliebt wird, erkennt man etwa daran, dass eine andere Person einem Aufmerksamkeit, Interesse, Wertschätzung und Respekt schenkt.

Es kann schwierig sein, seine eigenen Gefühle zu erkennen und auszusprechen. Oft bringt nur die Zeit die entsprechende Erkenntnis. Dem französischen Schriftsteller Antoine de Saint-Exupéry zufolge erkennt man Liebe nicht daran, dass man sich ansieht, sondern dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt.

Was ist in einer Partnerschaft wichtig?

Die Grundlage einer Partnerschaft sollte gegenseitiger Respekt sein. Ob Liebe, Sex oder Romantik in einer Beziehung wichtig sind, muss jeder für sich selbst entscheiden. Oft beantworten Frauen die Frage, worauf sie in einer Partnerschaft Wert legen, auch anders als Männer. Laut einer Umfrage der Online-Partnervermittlung Parship sind den Menschen in Deutschland folgende Punkte in einer Beziehung besonders wichtig:

  • Akzeptanz
  • Freiräume
  • Kommunikation
  • Kompromisse

Wie viel Sex ist in einer Beziehung normal?

Wie viel Sex Paare haben ist sehr unterschiedlich. Einen normalen Wert gibt es daher nicht. Richtig ist das, was allen Beteiligten gefällt. Ein Trend ist aber deutlich: Mit zunehmendem Alter nimmt die Bedeutung von Erotik in einer Beziehung ab. So sieht bei den Über-50-Jährigen weniger als ein Viertel regelmäßigen Sex als wichtigen Bestandteil einer Beziehung.

Interessant ist: Je älter Personen sind desto weniger relevant ist für sie im Schnitt auch das Thema Treue. Während bei einer Parship-Umfrage rund 40 Prozent der Befragten zwischen 18 und 29 Jahren angaben, Monogamie sei wichtig für eine Beziehung, waren es bei den 50- bis 69-Jährigen nur noch 30 Prozent. Auch interessant: Seitensprung überwinden – So festigen Sie die Beziehung wieder

Was ist eine toxische Beziehung?

Eine gute Beziehung ist oft mit viel Zufriedenheit und positiven Gefühlen verbunden. Doch bei einer problematischen Partnerschaft ist häufig das Gegenteil der Fall. Dann spricht man mitunter von einer toxischen Beziehung. Gemeint sind damit jene zwischenmenschlichen Verbindungen, die einem schaden, statt für Harmonie zu sorgen.

Kann eine schlechte Beziehung krank machen?

Eine negative Beziehung kann Menschen auf Dauer erheblichen Schaden zufügen. Dabei gibt es zum Einen die psychischen Folgen: Depressionen, Ängste, Ess- oder Schlafstörungen sind nicht auszuschließen. Doch auch der Körper kann .

Oft ist es dabei schwer herauszufinden, welche Symptome tatsächlich von der kriselnden Partnerschaft beeinflusst werden. Letztlich werden sie meist durch die psychische Belastung ausgelöst, die schließlich den Körper beeinflusst. Häufige Beschwerden treten vor allem im Magen-Darm-Bereich auf.

Was ist ein No-Go in einer Beziehung?

Auch bei dem, was in einer Beziehung nicht tolerierbar ist, muss jeder Mensch seine eigenen Grenzen festlegen. Grundlegend sollte aber sein: Gewalt – egal ob physisch oder psychisch – hat in einer Partnerschaft nichts verloren. Aufschlüsse über das, was andere Menschen für ein No-Go halten, geben die häufigsten Trennungsgründe:

  • das Paar hat sich auseinandergelebt
  • zu große Unterschiede
  • ungleiches Maß von Geben und Nehmen
  • unterschiedliche Bedürfnisse nach Nähe und Freiraum
  • fehlende Kommunikation
  • Seitensprung

Wann ist eine Beziehung kaputt oder vorbei?

Grundsätzlich sollte eine Beziehung den beteiligten Personen etwas bedeuten. Ist das nicht mehr der Fall, kann man davon ausgehen, dass die Beziehung kaputt ist. Ob sie deshalb auch zu Ende sein muss, müssen die Betroffenen entscheiden. Durch eine Paartherapie ist es durchaus möglich, die Partnerschaft zu retten. Mehr zum Thema: Trennung bei gemeinsamer Wohnung – So sollten Sie vorgehen

Wirklich vorbei ist eine Beziehung in der Regel erst dann, wenn man eine oder mehrere Personen sie bewusst beenden. Das sollte in der Regel durch ein Gespräch erfolgen – diesen Respekt schuldet man dem Ex-Partner oder der Ex-Partnerin. Allerdings kommt es auch vor, dass Menschen einfach aus dem Leben von anderen verschwinden. Dann spricht man von Ghosting. Dabei fällt es den Zurückgelassenen oft schwer, zu akzeptieren, dass die Beziehung vorbei ist.