Erfurt. Spezialisten für additive Fertigung und 3D-Druck aus vielen Ländern Europas, den USA und Asien treffen sich auf der Erfurter Fachmesse Rapidtech 3D.

Auf dem Erfurter Messegelände dreht sich in diesen Tagen alles um modernste Fertigungstechnologien. So hat etwa der 3D-Druck – einst von der Automobilindustrie zuerst genutzt – längst in nahezu alle Branchen der Wirtschaft Einzug gehalten.

„Wir finden Erzeugnisse, die aus solchen Druckern kommen, inzwischen in der Optik, dem Gesundheitswesen, in der Modebranche oder der Lebensmittelindustrie“, bestätigte der Ehrenvorsitzende des Beirates der Fachmesse Rapidtech 3D in Erfurt, Gerd Witt, am Dienstag. Der Wissenschaftler überzeugte sich bei einem Rundgang auf der Leistungsschau von den neuesten Anwendungen der Technologie in der Praxis.

Die Rapidtech 3D hat sich in zwei Jahrzehnten zu einer führenden Fachveranstaltung in Mitteleuropa entwickelt – mit dem Fachkongress als Herzstück. In diesem Jahr findet die Veranstaltung bis zum 16. Mai in der Messe Erfurt statt, es ist die 20. Auflage.

Stärkere internationale Ausrichtung

Dank neuer Partnerschaften und der exzellenten Arbeit des Beirats sowie der Aktivitäten des gesamten Organisationsteams sei der Boden für eine attraktive Jubiläumsveranstaltung bereitet worden, zeigte sich der Geschäftsführer der Messe Erfurt, Michael Kynast, überzeugt. „Auch die internationale Ausrichtung konnten wir weiter erhöhen, wie die Teilnahme von Referenten und Ausstellern unter anderem aus Belgien, Dänemark, Frankreich, den Niederlanden und den USA zeigt“, verweist Kynast auf weitere wesentliche Aspekte der Leistungsschau.

Auf der sind an den drei Messetagen mehr als 100 3D-Druck-Highlights in einer Ausstellung in der Messehalle zu sehen. Auf dem begleitenden internationalen Fachkongress werden in über 60 Vorträgen neueste 3D-Druck-Anwendungen und -Entwicklungen vorgestellt.

43 Finalisten im Wettstreit um Preise

Ein Höhepunkt ist erneut die 3D-Pioneers-Challenge. Bereits zum neunten Mal findet das Finale dieses internationalen Wettbewerbs für innovatives Design und fortschrittliche Technologien auf der Rapidtech 3D statt.

„Wir haben aus hunderten Bewerbungen aus 25 Ländern und vielen Kontinenten wieder 43 Finalisten durch eine internationale und hochkarätig besetzte Jury auswählen lassen, die ihre Beiträge hier vorstellen können“, berichtete Mitorganisator Christoph Völker.

Die Wettbewerbsbeiträge decken die gesamte Breite des Angebotes ab. Sie reichen von der ultraleichten Antenne für den Einsatz im Weltraum über Designerkleider aus dem 3D-Drucker bis hin zum Sessel oder zu neuer Technik für Augenoperationen und einem gedruckten Zahnersatz aus Gold und Chrom, der den Preis senken und die Massentauglichkeit erreichen soll.

'Thüringen - Der Tag' - Post von Jan Hollitzer

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Die Ehrung der Gewinner in insgesamt elf Kategorien des Wettstreites erfolgt auf dem Galaabend am 15. Mai, der im historischen Kaisersaal in der Erfurter Altstadt ganz im Zeichen des 20-jährigen Jubiläums der Rapidtech 3D stehen wird.

Partnerfirmen aus Ostthüringen

Auf der Fachmesse präsent ist die Firma Metrom aus Hartmannsdorf in Sachsen. Sie stellt ihre neuentwickelten Maschinen für den Einsatz etwa an den Fertigungslinien der Automobilindustrie vor. „Dabei arbeiten wir mit der Firma JAT aus Jena zusammen“, berichtete Marcus Witt. Die Jenaer hätten die kleineren Tische für die Anlagen liefern können, die man benötigte, um ein System anbieten zu können, welches nur noch 45 Kilogramm wiege. Traditioneller Partner bei größeren Anlagen sei die Firma Sempuco mit Sitz im ostthüringischen Greiz.