Erfurt. Redaktion und Verlag von Funke Thüringen sind vom Stadtrand in die Erfurter Innenstadt gezogen. Am Juri-Gagarin-Ring ist ein moderner Standort für den digitalen Wandel entstanden.

Die Redaktion sitzt neben dem Marketing, die Buchhaltung gegenüber der Technik, die Logistik vor dem Leserservice. Am gestrigen Montag hat Funke Medien Thüringen sein neues Domizil am Juri-Gagarin-Ring 86 bezogen. „Es ist geschafft“, zeigte sich Geschäftsführer Michael Tallai über den Umzug vom bisherigen Standort am Stadtrand in Erfurt-Bindersleben, weit hinter dem Flughafen, in die Innenstadt erleichtert. Der Schritt sei aus vielen Gründen notwendig und wichtig gewesen, so Tallai. Zum einen sei der Leerstand immer größer geworden, „durch die Schließung der Druckerei standen die Hallen leer, durch die Corona-Pandemie etliche Büros, denn viele Mitarbeiter haben in dieser Zeit die Vorzüge von Homeoffice und mobilem Arbeiten schätzen gelernt.“

Blickfang im Foyer: Diese rote Schwalbe empfängt Mitarbeiter wie Besucher.
Blickfang im Foyer: Diese rote Schwalbe empfängt Mitarbeiter wie Besucher. © Matthias F. Schmidt | Matthias F. Schmidt

Mit einer kompletten Etage im Bürokomplex der Commerzbank im Erfurter Zentrum war schnell ein neuer Standort für Verlag und Redaktion gefunden, der viele Vorteile vereint: „Wir sind nun wieder in der Innenstadt präsent, ein klares Bekenntnis zum Standort Thüringen“, so Michael Tallai. „Zudem bietet unser neues Domizil alle Möglichkeiten der modernen Technik für unsere digitale Transformation.“

Der neue Medien-Store am Medienstandort der Funke Medien Erfurt am Juri-Gagarin-Ring wurde am 3. Juni 2024 eröffnet. Im Bild: Zamie Hille kauft von Andrea Littbach ihre Karten.
Der neue Medien-Store am Medienstandort der Funke Medien Erfurt am Juri-Gagarin-Ring wurde am 3. Juni 2024 eröffnet. Im Bild: Zamie Hille kauft von Andrea Littbach ihre Karten. © Funke Medien Thüringen | Marco Schmidt

Seit Dezember vergangenen Jahres wurde die Etage dafür umgebaut: „2000 Quadratmeter wurden bis auf die Stützwände komplett entkernt“, weiß Marika Irmisch. „Nach den Vorstellungen aller Abteilungen sind 158 hochmoderne Arbeitsplätze entstanden, die sich die Mitarbeiter die Woche über teilen.

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Dafür wurden kilometerlange Kabel hinter den Verkleidungen versteckt, die Monitore aller Schreibtische an die entsprechenden Systeme angeschlossen, der Server-Raum eingerichtet. Am vergangenen Wochenende pendelten Lkw zwischen altem und neuem Standort, um Möbel, hunderte Umzugskisten und den über 300 Kilogramm schweren Tresor der Buchhaltung an ihren neuen Platz zu bringen.“

Bei Rundgängen in Gruppen lernten die Beschäftigten ihr neues Domizil kennen.
Bei Rundgängen in Gruppen lernten die Beschäftigten ihr neues Domizil kennen. © Matthias F. Schmidt | Matthias F. Schmidt

Am Montag bezogen die ersten Mitarbeiter das neue Großraumbüro, das in viele kleine Bereiche unterteilt ist. Auch Konferenzräume mit modernster Videotechnik und Freiräume für die Pausen sind eingerichtet. Zwischen den Kolleginnen und Kollegen sitzt Michael Tallai: „Einen großen Vorteil des neuen Domizils habe ich erst heute entdeckt: Ich habe noch nie so oft ‚Guten Morgen‘ gesagt“, gestand der für seine Freundlichkeit bekannte Geschäftsführer, „denn nun laufen alle Mitarbeiter an meiner Glastür vorbei, man sieht sich also viel häufiger als früher, das ist schon ein großer Wert an sich.“

Blick aufs Newsdesk: Hier werden Nachrichten aus aller Welt wie aus Thüringen gesichtet, eingeordnet und verarbeitet.
Blick aufs Newsdesk: Hier werden Nachrichten aus aller Welt wie aus Thüringen gesichtet, eingeordnet und verarbeitet. © Matthias F. Schmidt | Matthias F. Schmidt

Ein prominenter Tester hat das neue Funke-Domizil auch schon begutachtet, so Tallai augenzwinkernd: „Bundeskanzler Olaf Scholz war am vergangenen Donnerstag hier zu Gast – und hat es für gut befunden.“

Product Managerin Constanze Vogl ist mit ihrem neuen Arbeitsplatz schon vertraut.
Product Managerin Constanze Vogl ist mit ihrem neuen Arbeitsplatz schon vertraut. © Matthias F. Schmidt | Matthias F. Schmidt

Der Umzug sei gleichzeitig ein Aufbruch, so der Geschäftsführer, ein Aufbruch in die digitale Welt. „Wir wollen und müssen digitaler werden, mit unserer Arbeit, mit unseren Produkten, um weiterhin die Leserinnen und Leser täglich und rund um die Uhr mit neuen Informationen, Geschichten und Hintergründen zu versorgen. Dafür ist das neue Domizil ein optimaler Standort.“

Im gleichen Gebäude hat auch der neue „MedienStore“ geöffnet: Montag bis Freitag von 10 bis 18 Uhr liegt unter dem Motto „Digitales erlebbar machen“ im neuen Ladengeschäft der Funke Medien Thüringen der Schwerpunkt auf Beratung, Verkauf und Support zu den digitalen Produkten: Hier bekommen Leserinnen und Leser Hilfe bei der Einrichtung ihres E-Paper-Zugangs, Premiumkunden erhalten hier Unterstützung bei der Einrichtung ihrer Hardware. Auch bei Reklamationen, Urlaubsservice, Ticketverkauf und Anzeigenaufgabe wird den Lesern geholfen.

Die Außenansicht der neuen Redaktion.
Die Außenansicht der neuen Redaktion. © FUNKE Foto Services | Sascha Fromm