Bad Sulza hat neue Stellplätze für Wohnmobile

Neuer Stellplatz in der Kurstadt Bad Sulza bietet acht Wohnmobilen Platz. Preis braucht keinen Vergleich zu scheuen. Schon vor dem eigentlichen Saisonbeginn haben Wintercamper die Einrichtungen getestet.

Die Stromsäulen an den neuen Stellplätzen für Wohnmobile in Bad Sulza. Foto: S. Margon

Die Stromsäulen an den neuen Stellplätzen für Wohnmobile in Bad Sulza. Foto: S. Margon

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Bad Sulza. Sie haben nicht nur die eigenen Betten immer dabei, sondern oft auch einen kompletten Hausstand an Bord. – Wohnmobilisten schätzen die Individualität und die große Freiheit, die ihnen diese Art von Urlaub beschert. In Bad Sulza hat man es ihnen mit der Schaffung acht neuer Stellplätze besonders einfach gemacht.

Auch wenn die Hauptsaison noch nicht begonnen hat und die Stellplätze auch noch nicht beworben werden, gab es doch schon die ersten Nutzer, sagte Melanie Bergmann, die neue Geschäftsführerin der Kurgesellschaft Bad Sulza, die den Stellplatz betreibt. Er befindet sich zwischen Gradierwerk und Freibad und damit in einer für Wohnmobilisten geradezu perfekten Lage: Der Ilmtal-Radwanderweg führt quasi an der Haustür vorbei, Freibad und Gradierwerk liegen in Sichtweite, die Sonnenburg, die Toskana-Therme und das Saline-Museum sind locker zu Fuß zu erreichen und bis ins Stadtzentrum ist es nur ein kleiner Hüpfer über den Berg oder um den Berg herum. Ein nicht zu unterschätzender Vorteil beim touristischen Marketing.

Hinzu kommen die moderaten Preise. 7,50 Euro pro Nacht sind zu berappen. Darin bereits enthalten sind die Entsorgung von Abwasser und Müll sowie die Kurtaxe. Der Preis ist für die östlichen Bundesländer sehr niedrig – nur entlang der Flüsse in den Weingegenden von Bayern, Hessen und Baden-Württemberg zahlt man weniger. Den Vergleich mit Kurstädten hingegen hält Bad Sulza in ganz Deutschland stand.

Doch auch um die Versorgung ist es gut bestellt: An zwei Stromsäulen können die Wohnmobilisten andocken und zahlen per Zeitschalter einen Euro je sechs Stunden Stromentnahme. Für einen Euro gibt es zudem 80 Liter Frischwasser. Wasser gibt es auch am Platz selber, sagte Bergmann.

Die Entsorgung erfolgt per Bodeneinlass einer sogenannten St-San-Station. Die ist technisch so ausgeführt, dass sie auch frostsicher ist. Daraus ergibt sich die Möglichkeit eines ganzjährigen Betriebes.

Der Nutzer zahlt sein Ticket zwischen 15. Mai und 15. September an der Freibadkasse, ansonsten in der Gästeinformation. Eher ungewöhnlich: Auf dem Stellplatz sind auch Wohnanhänger zugelassen. Ob und wie das in der Praxis funktioniert, wird sich zeigen. Und: Die Gefährte müssen über ein eigenes WC verfügen, was allerdings mit Ausnahme kleinerer Campingbusse inzwischen überall der Fall sein dürfte.

An ein Reservierungssystem hat die Kurgesellschaft noch nicht gedacht. Derzeit wäre der Aufwand noch zu hoch und man müsste ohnehin erst einmal sehen, wie der Stellplatz in der Szene angenommen wird, sagte Melanie Bergmann.

Seit Anfang der Woche wird auf den Stellplatz auf der Internet-Seite der Stadt Bad Sulza hingewiesen. Nach und nach soll das auch in diversen Wohnmobil- und Camping-Portalen der Fall sein. Für Werbung in der Fachpresse, wie in der "Promobil" oder der "Caravaning" sorgt der Hersteller der Ent- und Versorgungsstation, so die Kurdirektorin.

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