Klinikum plant hochwertiges Hotel in Park Hohenrode

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Nordhausen Das kommunale Krankenhaus möchte die einzigartige Anlage in Nordhausen retten und zugleich ein Vier-Sterne-Haus für eigenen Bedarf errichten. Hier die Pläne im Einzelnen:

An die Kneiff-Villa (links) soll sich ein modernes Hotel anschließen. Dies sind erste Planungen. Über das endgültige Aussehen wird später entschieden und in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege.Entwürfe: Arko Bauplanung Nordhausen

An die Kneiff-Villa (links) soll sich ein modernes Hotel anschließen. Dies sind erste Planungen. Über das endgültige Aussehen wird später entschieden und in Zusammenarbeit mit der Denkmalpflege.Entwürfe: Arko Bauplanung Nordhausen

Foto: zgt

<p>Es wäre die endgültige Rettung für Hohenrode. Das Südharz-Klinikum will vornehmlich für eigene Zwecke ein Hotel bauen, und dabei die Villa Kneiff einbeziehen. </p> <p>Schon im Herbst war Klinikchef Guido Hage mit der Idee an Vereinschefin Gisela Hartmann herangetreten. Sie hatte mit anderen den Park gerettet, baute einen Förderverein mit knapp 600 Mitgliedern auf, gründete eine Stiftung zum Erhalt. </p> <p>Doch klar ist heute: Eine dauerhafte Rettung, vor allem eine Pflege des Parks, kann der Verein nicht stemmen. Um die Aktivitäten für den Erhalt vor Ort zu verstärken, zog sich einer der wichtigsten Förderer, Andreas Lesser, zurück. Das Krankenhaus hingegen sucht seit Jahren mögliche Gelegenheiten für Tagungen und Übernachtungen von Gästen. Doch ein hochwertigeres Hotel kam bisher in der Kreisstadt nicht zustande. </p> <p>So könnte eine Situation entstehen, von der beide profitieren, Verein und Krankenhaus. Die kommunale Klinik möchte ein mehrgeschossiges Gebäude in den Berg hinter der Villa bauen, in etwa so hoch wie die Villa selbst. Die perfekte Fläche, findet Hage. Denn hier stehen kaum Bäume. Während sich in der alten Villa Seminarräume, hochwertige Gastronomie und wenige Suiten befänden, würden im Neubau rund 80 Betten und die klassische Essensversorgung, Küche, Technik, Lounge Platz finden. Von der Seite der Villa zum neuen Haus soll ein Verbinder entstehen. Tiefgaragen sind geplant.</p> <p>Fertige Pläne liegen vor. Für Park-Retterin Gisela Hartmann die einmalige Chance, mit einem Schlag ihr Lebenswerk zu vollenden. Denn Hage würde lieber heute als morgen das Projekt anstoßen. „Der Bedarf besteht“, sagt er. Und gleichzeitig würde Nordhausen mit einem Schlag einen Qualitätssprung nach oben machen. Vier Sterne plant die Klinik und will das Haus nach bisherigem Stand selbst betreiben. Auch die gesamte Pflege läge dann in den Händen des Krankenhauses.</p> <p>Der Verein würde weiter bestehen und könnte den Park bespielen. „Der soll natürlich öffentlich bleiben“, betont Guido Hage.</p> <p>Mit dem Wissen um diese Vereinbarung fiel es Gisela Hartmann ein wenig leichter, vorige Woche den Vereinsvorsitz abzugeben. Was aus der Stiftung wird, ist noch nicht endgültig geklärt. Am Freitag informierte Hartmann den Vorstand des Vereins über die Pläne. In Gesprächen ist man mit der Denkmalpflege. Stimmt die zu, wäre die Siesmayer-Anlage über Jahrzehnte gesichert.</p> <p/>