Senioren der Hainleite im Blick

Nordhausen  Awo-Kreisverband Nordhausen erwägt zwischen Heringen und Bleicherode Investitionen und steht vor 30-jährigem Jubiläum.

Katrin Weißer ist seit 2010 Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbands Nordhausen mit seinen 165 Mitarbeitern. Den gibt es seit 1990.

Katrin Weißer ist seit 2010 Geschäftsführerin des Awo-Kreisverbands Nordhausen mit seinen 165 Mitarbeitern. Den gibt es seit 1990.

Foto: Kristin Müller

Es wäre ein neues Standbein für den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt (Awo): das Seniorenwohnen. Was andere Mitbewerber in den Südharzer Städten, in Werther und Günzerode, längst etabliert haben, will nun auch die Awo anpacken. Der Verein sieht den Bedarf dafür in der Hainleite.

„Es muss kein Heim sein, auch andere Wohnformen sind denkbar“, sagt Awo-Geschäftsführerin Katrin Weißer mit Blick auf betreutes Wohnen, Senioren-WG‘s oder Hausgemeinschaften, die bestimmte Serviceleistungen buchen können.

Auch ein Standort stehe noch nicht fest, vielmehr gelte es zunächst, im Gespräch mit den Bürgermeistern ein geeignetes Grundstück für einen Neubau oder eine geeignete Immobilie zu finden. Weißer rechnet mit einer Investitionssumme, die „in die Millionen geht“.

Die ambulante Pflege indes gedenkt die Awo vorerst nicht auszubauen. „Wir dürfen nicht vergessen, dass die Fachkräfte rar sind“, so Weißer. Noch brauche es bei den beiden ambulanten Pflegediensten keine Warteliste, könnte der Bedarf von allen gedeckt werden. „Aber es ist randgestrickt. Man könnte die Touren anders planen, wenn wir mehr Personal hätten.“

Die Awo ist ein gemeinnütziger Verein. „Ohne Gewinnerzielungsabsicht“, betont Katrin Weißer. Nur ausgeglichen müsse das Jahresergebnis sein. Gewinne würden reinvestiert, so wie aktuell in die Renovierung der Heringer Tagespflege.

Das nächste größere Bauprojekt soll die Sanierung des Kindergartens Bleicheröder Knirpse sein. Losgehen kann es, sobald die Stadt die erhofften Fördermittel bewilligt bekommt.

Hinter der Awo-Großküche liegt bereits eine entscheidende Neuerung: Sie kocht seit einigen Wochen direkt in der örtlichen Grundschule, ein vom Land gefördertes Modellprojekt für gesundes Schulessen macht es möglich. Ob dies auch ein Modell für die Kindergärten sei? „Wir glauben, dass es dahin geht“, antwortet die Awo-Chefin. Und auch am Gymnasium wolle man gern solches Essen anbieten. Allerdings erfordere dies jeweils einige Umbauten in den Einrichtungen.

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