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Mobilfunktarife im Test – Was sich für die Familie lohnt

Berlin.  Wenn Kinder und Eltern das Smartphone gleichermaßen nutzen, lohnt sich der Blick auf den besten Mobilfunktarif. Prepaid oder Vertrag?

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„Papa, ich habe schon wieder keine Daten mehr übrig. Kannst du mir bitte noch ein paar Gigabyte für diesen Monat freigeben?“ – wer hier nicht nur Bahnhof versteht, ist wahrscheinlich für den familiären Mobilfunkalltag gut aufgestellt. Doch viele Eltern stoßen schon bei der Suche nach einem passenden Mobilfunktarif für die Familie an ihre Grenzen. Deswegen hat IMTEST, das Verbrauchermagazin der Funke Mediengruppe, die besten Mobilfunktarife für Kinder, Jugendliche und Familien ermittelt.

Kinder am Smartphone: Handytarife für die Jüngsten

Das Einstiegsalter, in dem Kinder ein Smartphone bekommen, sinkt kontinuierlich. Laut der Arbeitsgemeinschaft Verbrauchs- und Medienanalyse (VuMA) nutzen mehr als die Hälfte der Sechs- bis Neunjährigen bereits ein Smartphone. Für diese Altersgruppen empfehlen sich spezielle Kindertarife, die in erster Linie die Erreichbarkeit des Kindes durch die Eltern garantieren.

In der Regel reicht hier ein Prepaid-Tarif ohne monatliche Fixkosten mit recht geringem Guthaben aus. Vom Anbieter Discotel gibt es beispielsweise für den CleverXS-Tarif im O2-Netz (Kosten: 2,95 Euro pro Monat) 100 Freieinheiten zum Telefonieren oder Verschicken von SMS sowie 100 Megabyte Inklusivdaten zum Surfen. Bei solchen Angeboten sollte das aktuelle Guthaben regelmäßig kontrolliert werden, denn sobald die Prepaid-Karte leer ist, kann das Kind im Notfall niemanden mehr erreichen.

Telekom und Vodafone bieten Zusatzkarten für Kinder an

Wer einen bestehenden Mobilfunk-Laufzeitvertrag bei der Telekom hat (Grundpreis mindestens 29,20 Euro), kann für 4,83 Euro pro Monat eine zusätzliche SIM-Karte mit Telefon- und SMS-Flat ins Telekom-Mobilfunknetz und 500 MB LTE-Daten für Kinder buchen.

Vom Anbieter O2 gibt es den Free Starter Flex. Darin sind beispielsweise kostenpflichtige Datenpakete und Zusatzoptionen von vornherein gesperrt. Der Free Starter Flex lässt sich monatlich kündigen beziehungsweise mit einem wachsenden Bedarf ans Datenvolumen passend verändern. Das Angebot richtet sich an Bestandskunden, die den Tarif für 4,99 Euro pro Kind hinzubuchen können.

Bei Vodafone ist die Zusatzkarte Red+ Kids für Kinder mit 15,99 Euro pro Monat und Kind ungleich teurer. Dafür gibt es 200 Freiminuten, 50 SMS und 5 GB Daten.

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Datenvolumen wächst mit dem Alter

Je älter die Kinder werden, desto höher fällt auch deren Anteil an der Smartphone-Nutzung aus: Laut VuMA haben aktuell über 80 Prozent der Zehn- und Elfjährigen regelmäßig Zugriff auf ein Smartphone.

Entsprechend wird für sie auch die Menge des verfügbaren Datenvolumens wichtiger. Mit dem Prepaid-Tarif Aldi Talk S für 7,99 Euro pro Monat bekommt diese Altersgruppe beispielsweise monatlich drei Gigabyte LTE-Daten und eine Flatrate für Anrufe und SMS.

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So sparen Familien Geld bei Handyverträgen

Spätestens wenn die Kinder ins Teenager-Alter kommen, wird der Ruf nach noch mehr Datenvolumen laut. Schon Tarife mit fünf Gigabyte kosten aber ab rund zehn Euro aufwärts pro Monat. Bei mehreren Kindern und zusätzlich noch den Verträgen der Eltern belastet dann schnell eine hohe Handyrechnung das Familienbudget.

Wer aber auf Familientarife und Partnerkarten setzt, kann jedoch jeden Monat Geld sparen. Die wesentliche Voraussetzung hierfür ist ein bestehender Handyvertrag eines Familienmitglieds – etwa bei der Telekom, Vodafone oder O2.

IMTEST hat für die drei großen deutschen Mobilfunkanbieter eine Übersicht solcher Angebote zusammengestellt, für die es die Möglichkeit gibt, zusätzliche Zweitkarten mit je einer eigenen Rufnummer zu bestellen. Für die Vergleichbarkeit der Tarife wurde dabei jeweils die Datenoption „M“ (für Normalnutzer) ausgewählt. Wer mehr oder weniger Daten braucht, zahlt monatlich entsprechend einen höheren oder einen niedrigeren Betrag.

Praktisch: Bei Vodafone lässt sich das gesamte Datenvolumen im Familientarif für alle Mitglieder aufteilen: Die 35 Gigabyte aus dem Beispiel (Haupttarif: RED M plus 3 x Zusatzkartentarife RED+ Allnet) lassen sich etwa mit 8,75 GB pro Familienmitglied nutzen. Wenn jemand aus der Familie mehr Daten brauchen sollte, kann der Nutzer der Hauptkarte weitere GB zur Verfügung stellen.

Smartphone inklusive?

Soll man gleich ein Smartphone zu einem Tarif dazubuchen oder nicht? An dieser Frage kommen die wenigsten vorbei, die sich mit Mobilfunktarifen auseinandersetzen. Dabei ist die Rechnung ganz einfach: Kostet das Gerät beispielsweise 29,99 Euro pro Monat zusätzlich, beläuft sich der Betrag über 24 Monate auf knapp 720 Euro – ohne die monatlichen Tarifkosten. Da die Smartphone-Preise aber oft schon wenige Monate nach dem Verkaufsstart purzeln, kostet das Wunsch-Smartphone über die Mindestlaufzeit eines Vertrages oft deutlich mehr als der Gerätekauf ohne Vertrag.

Fazit

Sollen die monatlichen Kosten der Smartphone-Verträge, die Eltern für ihre Kinder zahlen, nicht den Kostenrahmen sprengen, sind Zweitkartentarife empfehlenswert. Ein Elternteil muss dafür über einen Bestandstarif bei einem Anbieter wie Vodafone, Telekom oder O2 verfügen. Dann lassen sich recht unkompliziert Zusatz- oder Zweitkarten für die Familie hinzubuchen – mit teils sehr lohnenswerten Vergünstigungen wie zusätzlichem Datenvolumen ohne Aufpreis. Sehr gut: Vodafone ermöglicht das Aufteilen von Daten zum Internetsurfen innerhalb einer Familie.