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Bahn fährt bald alle 30 Minuten zwischen Hamburg und Berlin

Berlin.  Die Bahn will den Deutschlandtakt zwischen Großstädten schrittweise einführen. Auf der Schnellstrecke nach Berlin beginnt er am 14. Dezember.

Wie unpünktlich ist die Deutsche Bahn wirklich?

Die Deutsche Bahn gilt als chronisch unpünktlich. Wir zeigen vier Fakten rund um die Pünktlichkeit auf den deutschen Schienen.

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Die Deutsche Bahn will im Dezember damit beginnen, große deutsche Städte im 30-Minuten-Takt zu verbinden. Zwischen Hamburg und Berlin soll damit zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember begonnen werden. Dies kündigte Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) in der „Bild am Sonntag“ an. Weitere Strecken seien in Planung.

Der Deutschlandtakt ist ein Versuch, die Zugverbindungen in Deutschland bis spätestens im Jahr 2030 durch besser abgestimmte Umsteige-Verbindungen noch zuverlässiger, übersichtlicher und pünktlicher zu machen. Dabei soll der Fern- und Regionalverkehr noch besser aufeinander abgestimmt werden.

Bahn: Züge sollen Großstädte mit Deutschlandtakt zur gleichen Zeit erreichen

Der Deutschlandtakt ist zentraler Bestandteil eines gemeinsamen Plans für die Zukunft der Schiene, den der Bund in den vergangenen zwei Jahren gemeinsam mit der Deutschen Bahn, Wettbewerbern und Verkehrsverbänden ausgearbeitet hat. Weitere Details dafür sollen am Dienstag bekannt gegeben werden, teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage mit.

Bisheriges Ziel des Deutschlandtakts war es, Züge in großen Städten wie Hamburg, Berlin, München oder Frankfurt alle halbe Stunde gleichzeitig einfahren zu lassen. Umsteigende können von dort binnen 15 Minuten in einen Regionalzug einsteigen, der sie dann an kleinere Städteziele weiterbringen soll.

  • Hintergrund:

Deutsche Bahn: Pünktlichkeit im Fernverkehr soll besser werden

Verkehrsminister Scheuer will dazu am Dienstag mit der Bahnbranche und Verbänden einen „Schienenpakt“ unterzeichnen, der den gesamten Zugverkehr in Deutschland stärken soll. Unabhängig davon plant Scheuer Gespräche auch mit der Opposition, in denen es um die künftige Aufstellung des Bahnkonzerns gehen soll – mit den Zielen, der Struktur und der Organisation.

Die Deutsche Bahn hat seit Jahren ein Problem mit der Pünktlichkeit im Fernverkehr. Erst seit der Corona-Krise, als weniger Züge und vor allem deutlich weniger Fahrgäste mit dem Zug reisten, fuhren die Züge deutlich pünktlicher: So erreichten im April 88,6 Prozent aller Fernzüge pünktlich ihr Ziel. Im Mai waren es 86,3 Prozent – und damit 6,5 Prozentpunkte mehr als im Vorjahresmonat. Ein Zug gilt als pünktlich, wenn die planmäßige Ankunft um weniger als sechs Minuten überschritten wird.

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