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Raclette-Sets im Test - Das sind die besten Geräte

| Lesedauer: 8 Minuten

Silvester fällt 2020 kleiner aus. Ein guter Raclettegrill sorgt dennoch für schöne Stunden und gutes Essen. Fünf Modelle im Test.

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  • Raclette zu Silvester ist für viele Menschen in Deutschland eine geliebte Tradition
  • Doch die Wahl des richtigen Raclette-Grills ist nicht immer einfach
  • Zwischen den Geräten gibt es teilweise große Unterschiede - nicht nur beim Preis
  • Um bei der Entscheidung zu helfen, hat IMTEST, das Verbrauchermagazin der Funke-Mediengruppe, fünf beliebte Raclettegrills getestet

Die Feiertage sind dieses Jahr etwas ganz Besonderes – allerdings nicht immer und für jeden im angenehmsten Sinne. Egal ob gut oder nicht, es bleibt die Zuversicht: Neues Jahr, neues Glück. Umso wichtiger, dass der Jahreswechsel auch im kleinen Kreis für gute Laune sorgt – und für viele gehört ein gemütliches Raclette-Essen dazu.

Damit nicht nur die heiße Speise selbst, sondern auch die Zubereitung für höchsten Genuss sorgt, hat IMTEST, das Verbrauchermagazin der Funke-Mediengruppe, fünf beliebte Raclettegrills getestet.

Raclette-Ausstattung: Pflicht und Kür

Damit auch in Sektlaune nichts schiefgeht, lautet ein wichtiger Testpunkt: Sicherheit. Die bis zu 260 Grad heißen Geräte müssen sicher auf dem Tisch stehen. Die einfachste Lösung dafür sind Gummifüße, die auch an allen Geräten vorhanden sind – bis an dem von Tefal. Auch wichtig: Lange Kabel. Die sind bei WMF und Severin 1,90 Meter lang, bei Rommelsbacher und Cloer etwas kürzer, bei Tefal aber misst es nur einen Meter – zu kurz.

Bei allen Raclettes außer dem von Cloer müssen Schalter betätigt oder Drehregler bewegt werden, um das Gerät einzuschalten. Erst dann beginnt das Heizelement, sich zu erwärmen. Die Hitze wird bei WMF, Rommelsbacher und Severin über Drehregler gesteuert, Cloer hat einen Schieberegler. Nur Tefal verzichtet auf eine Temperaturregelung. Sanftes Garen auf der Grillplatte ist so kaum möglich, schnelles und starkes Anbraten hingegen sehr wohl.

Nicht alle Raclettes haben genügend Leistung

Für gute Grill-Ergebnisse ist viel Leistung erforderlich. Cloer bringt es nur auf 1200 Watt, was sich in einer vergleichsweise langen Grilldauer niederschlägt. Besser und vor allem schneller gelingt das den anderen Testkandidaten, die mindestens 1350 Watt aufbringen.

Die Kehrseite: Temperaturen von bis zu 260 Grad strahlen auch seitlich auf die Tischoberfläche. Bei der Steinplatte des Geräts von Severin kann es dort bis zu 75 Grad heiß werden. Das ist für empfindliche Oberflächen zu heiß. Ein großes Holzbrett oder eine dicke Tischdecke aus nicht brennbarem Material als sichere Unterlage kann hier helfen.

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Apropos Steinplatte: Die Grillauflagen sind der Testgeräte sehr verschieden. Rommelsbacher bietet eine zweiteilige Fläche, und jede einzelne Platte ist wendbar (geriffelt, glatt und mit Pancake-Vertiefung). Zudem findet sich auch eine Steinplatte im Lieferumfang – so lässt sich maximal variieren.

Cloer bietet eine einteilige Wendeplatte wie auch WMF (geriffelt/glatt und mit Pancake-Vertiefung). Tefal hat die einteilige Oberfläche mit zwei Strukturen versehen (glatt, grobe Riffel), Severin liefert ausschließlich eine Steinplatte.

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Pfiffige Pfännchen für den Tischgrill

Die Pfännchen von WMF laufen nach vorne besonders flach aus, so kann der fertige Inhalt einfach auf den Teller rutschen. Auf ein Plus an Volumen setzt Tefal mit seinen hohen Pfannenrändern, hier passt viel rein.

Auch die Länge der Pfannenstiele spielt eine Rolle: Bei Fettspritzern und starker Hitzeabstrahlung können die Finger nicht weit genug entfernt vom Geschehen sein. Lange Stiele wie bei WMF und Rommelsbacher sind darum ideal.

Und wie steht es um die Erreichbarkeit der Pfännchen? WMF hat sein Gerät so konstruiert, dass der Einschub lediglich von den Längsseiten her erfolgen kann. Da haben Gäste an der kurzen Seite das Nachsehen und müssen um die Ecke greifen. Die anderen Testkandidaten sind da flexibler. Auch schön: Für die kurze Essenspause bietet WMF sogar eine Extra-Etage unterhalb der eigentlichen Zubereitungsfläche.

Raclettegrills im Praxiseinsatz

Für den Praxistest wurden sowohl die Grillplatte wie auch die Pfännchen mit den gleichen Lebensmitteln beladen: Oben Nacken- und -Stielkoteletts und halbierte Pilze, unten bei derselben Heizstufe gekochte Kartoffelstücke mit Käse – nicht gerade die typische Schweizer oder französische Art, aber in deutschen Haushalten durchaus verbreitet.

Das Ergebnis: Je mehr Leistung die Geräte haben, desto schneller grillt das Fleisch und desto zarter wird es. Auch Fleisch-Alternativen gelingen dann besser. Die Innentemperatur der Kartoffeln sowie der Schmelzgrad und die Bräunung des Käses war bei allen Kandidaten gut.

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Nach der Party sollte die Reinigung per Hand erfolgen, obwohl nicht jeder Hersteller die Nutzung des Geschirrspülers hierfür ausdrücklich ausschließt. Bei schonender Reinigung bleiben die Geräte aber garantiert fit fürs nächste Jahr.

Fazit: Dieses Raclette-Gerät gewinnt bei IMTEST

Bei dem Raclettegrill Lono von WMF ist fast alles perfekt: Grill-Leistung, Ausstattung und Service sind auf hohem Niveau, das bringt den Testsieg – aber dicht gefolgt von Rommelsbacher. Tefal bot im Vergleich deutlich weniger Leistung und zeigte im Praxiseinsatz ein paar Schwächen. Ein echtes Schnäppchen ist das Raclette von Severin.

1. Platz: Lono 8 P – WMF

Siegel: IMTEST Testsieger Ausgabe 9-2020

  • Preis: 149,99 Euro
  • Der Testsieger liefert genügend Leistung für sehr gute Grill-Erlebnissee, bietet praktische Details und eine wertige Verarbeitung
  • + Großer Temperaturbereich, sicherer Stand, langes Kabel mit Aufwicklung
  • - Pfännchen lassen sich nur von zwei Seiten unter die Heizquelle schieben
  • Ergebnis: gut 1,7

2. Platz: RCS 1350 – Rommelsbacher

  • Preis: 87,72 Euro
  • Viele gute Details und die größte Vielfalt bei den Grilloberflächen paaren sich mit guten Ergebnissen und solider Verarbeitung
  • + Großer und effektiver Temperaturbereich, langes Kabel, guter Stand
  • - Etwas wenig Abstand von den Pfännchen zum Heizelement
  • Ergebnis: gut 1,8

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3. Platz: RG 2374 – Severin

Siegel: Preis/Leistungs-Sieger Ausgabe 9-2020

  • Preis: 59,99 Euro
  • Das einzige Gerät nur mit Steinplatte bringt mehr Leistung als angegeben. Trotzdem sind die Grill-Ergebnisse etwas schwächer
  • + Gut zugänglich, viel Abstand von den Pfännchen zum Heizelement
  • - Teils geringe Temperatur auf der Oberfläche, keine Spatel
  • Ergebnis: gut 2,5

4. Platz: 6446 – Cloer

  • Preis: 69,99 Euro
  • Die Watt-Leistung fällt knapp aus, was zu schwächeren Grill-Leistungen führt. Ebenfalls spartanisch: Die Ausstattung
  • + Vier zugängliche Seiten, effektiver Temperaturbereich, guter Stand
  • - Kein separater Ein-/Aus-Schalter, keine Spatel, keine Kabelaufwicklung
  • Ergebnis: befriedigend 2,6

5. Platz: Gourmet RE 610 D 12 – Tefal

  • Preis: 159,99 Euro
  • Im Vergleich sehr magere Ausstattung und in Sachen Sicherheit mit Schwächen. Aber: viel Leistung und so gute Grill-Ergebnisse
  • + Große Pfännchen, sehr gute Grillergebnisse
  • - Kurzes Kabel, kein Temperaturregler, unsicherer Stand, keine Spatel
  • Ergebnis: befriedigend 2,9