Quasi direkt an der Stadtgrenze von Saalfeld, dort wo auch Bürgermeister Dr. Steffen Kania (CDU) seine ersten Kindheitsjahre verbrachte, befindet sich der Gründungsort eines der traditionsreichsten Glasunternehmen in Deutschland. In Piesau, das heute Ortsteil von Neuhaus am Rennweg ist, baute einer der Vorfahren der heutigen Eigentümer 1622 eine Glashütte - es war der Ursprungsort der Heinz-Glas-Gruppe, die heute mit rund 4.000 Mitarbeiter an 17 Standorten in 12 Ländern zu den weltweit führenden Herstellern von Glas-Flakons und Tiegeln für die Parfüm- und Kosmetikindustrie gehört.

Jetzt darf sich das Unternehmen mit Stammsitz an der thüringisch-fränkischen Grenze in Kleintettau über eine weitere, renommierte Auszeichnung freuen: Eine Fachjury hat Heinz-Glas an die Spitze der nachhaltigen Vorreiter der Branche gewählt. „Das Unternehmen gewinnt somit zum ersten Mal den Deutschen Nachhaltigkeitspreis in der Branche der Glas- und Keramikindustrie und konnte sich gegen zwei weitere Finalisten durchsetzen“, heißt es in einer am Mittwoch verbreiteten Mitteilung.

Transformationsleistung des Unternehmens gewürdigt

Im Mittelpunkt steht dabei die Transformationsleistung eines Unternehmens. Ergänzend berücksichtigt die Jury Aspekte wie Innovationskraft, Skalierbarkeit, Signalwirkung, Entwicklungspotenzial und langfristige Verantwortung – jeweils verbunden mit der Frage, ob es in seiner Branche eine Vorreiterrolle einnimmt. In einem zweistufigen Verfahren identifiziert sie so jene Unternehmen, die besonders wirksame, vorbildliche Beiträge zur nachhaltigen Transformation leisten.

„Heinz-Glas überzeugt die Jury mit einer beeindruckenden Verbindung von Traditionsbewusstsein und zukunftsweisender Nachhaltigkeitstransformation in der Glas- und Keramikindustrie. Als Familienunternehmen mit über 400 Jahren Erfahrung hat Heinz-Glas ein ganzheitliches Nachhaltigkeitskonzept etabliert, das Kreislaufwirtschaft und Ressourceneffizienz konsequent miteinander verbindet“, heißt es in der offiziellen Begründung der Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises.

Preisverleihung im Dezember in Düsseldorf

Die Nutzung von Abwärme, eigene Photovoltaikanlagen und Fortschritte in der Elektroschmelze sowie der Einsatz von Wasserstoff zeigten die umfassende und zukunftsorientierte Ausgestaltung der Klimaschutzmaßnahmen. Darüber hinaus setze das Unternehmen konsequent auf Energieeffizienz, mit einer um 56 % reduzierten CO₂-Emission pro Gramm Glas seit 2015, dem Einsatz reiner Elektroschmelztechnik zur deutlichen Reduzierung des Energiebedarfs und der vollständigen Umstellung der deutschen Standorte auf erneuerbaren Strom seit 2016.

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„Mit diesem integrativen Ansatz zwischen technologischer Innovation, kreisläufigem Denken und ganzheitlicher Nachhaltigkeit nimmt Heinz-Glas eine Vorreiterrolle ein, die Muster für die gesamte Glasindustrie setzt“, heißt es vonseiten der Jury. Die Jury würdigt die Heinz-Glas GmbH & Co. KGaA als Leuchtturm nachhaltiger Unternehmensführung und zirkulärer Innovationen und zeichnet das Unternehmen mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2026 in der Kategorie Glas- und Keramikindustrie aus. Die feierliche Preisverleihung findet im Dezember in Düsseldorf statt.