Die Böttcher AG hat am Donnerstag eine historische Umsatzmarke durchbrochen. Wie das Unternehmen aus Zöllnitz bei Jena mitteilte, erwirtschaftete der Onlinehändler erstmals über eine Milliarde Euro. Das Wachstum im Vergleich zum Vorjahr betrage fast 20 Prozent, heißt es in einer Mitteilung der Gesellschaft.
„Die Umsatzmarke von einer Milliarde Euro zu überschreiten, ist ein historischer Moment für unser Unternehmen“, sagt Gründer Udo Böttcher (61). „Aus einer kleinen Idee ist in drei Jahrzehnten ein E-Commerce-Champion geworden. Dieser Erfolg gehört vor allem unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und unseren Kunden, die uns ihr Vertrauen schenken.“
Böttcher AG steigert Umsatz und erweitert Produktsortiment
Böttcher hatte das Unternehmen 1991 mit einem Kopierer und einem Computer in der eigenen Wohnung im Kernbergviertel gegründet. Kurz darauf folgte ein Copyshop, aus dem sich Mitte der 1990er Jahre ein Groß- und Versandhandel für Bürobedarf entwickelt. 1995 wurde der Grundstein für die heutige Böttcher AG gelegt. 2001 erfolgte die Umwandlung in eine Aktiengesellschaft. Das Unternehmen eröffnete 2022 ein großes Versandzentrum in Zöllnitz. Die Böttcher AG hat das Sortiment deutlich erweitert und bietet unter anderem auch Werkzeuge oder Elektronik an.
Im laufenden Jahr verschickte das Unternehmen bereits über acht Millionen Pakete. Die Zahl der Neukunden sei um 20 Prozent gestiegen. Der Versender habe 400 neue Marken in den Onlineshop aufgenommen. „Die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz ist für uns kein Endpunkt, sondern eine Etappe“, sagt Böttcher. 2026 sei ein weiterer Wachstumskurs geplant. So will das Unternehmen das Marken- und Produktsortiment sowie digitale Services für Kunden ausbauen. Zusätzlich seien Investitionen in Automatisierung, IT und Datenanalyse geplant.
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Aufsichtsrat bringt Unternehmen mit Parteispende ins Gespräch
Im Januar 2025 war das Unternehmen in die Schlagzeilen geraten, weil ein Aufsichtsrat der AfD fast eine Million Euro gespendet hatte. Böttcher erklärte daraufhin, dass er dem Spender zwei Millionen Euro privat geschenkt habe, unter anderem um ihn eine Therapie nach einer Erkrankung zu ermöglichen. Von der Parteispende sei er nicht informiert gewesen.


