Das Deutsch-Deutsche Museum in Mödlareuth hat im vergangenen Jahr seine Einnahmen gesteigert und zugleich weniger Ausgaben verzeichnet. Darüber wurde jüngst in der Sitzung des Zweckverbandes informiert, dem unter anderem der Saale-Orla-Kreis und die Stadt Gefell angehören.
„Bezüglich der Einnahmen zeigt sich ein sehr positives Ergebnis. Diese haben 2025 den höchsten Stand seit der Trägerschaft durch den Zweckverband erreicht“, wird die neue Geschäftsleiterin Christine Franz in einer Mitteilung des Landratsamtes Hof zitiert.
Kreditmittel blieben unberührt
Die Einnahmen aus Eintrittsgeldern übertrafen die Erwartungen deutlich: Statt der geplanten 200.000 Euro wurden rund 237.600 Euro erzielt. Auch der Verkauf im Museumsshop laufe gut, da die Artikel jetzt präsentiert werden können, wie es heißt. Bei den Ausgaben lagen etwa die tatsächlich angefallenen Personalkosten in Höhe von 422.476,81 € gut 60.000 Euro unter dem Ansatz von 483.000 Euro. Auch die vorab angesetzten Kreditmittel in Höhe von 519.643 Euro mussten nicht aufgenommen werden und wurden ins Jahr 2026 übertragen.
Was ist der Zweckverband?
Der 2005 gegründete Zweckverband übernahm 2006 die Trägerschaft des Deutsch-Deutschen Museums Mödlareuth, das bereits kurz nach der Wende 1990 durch ehrenamtliches, privates Engagement gegründet worden war, und entwickelt es seither kontinuierlich als Erinnerungs- und Lernort weiter. Das Deutsch-Deutsche Museum im ehemals geteilten Dorf Mödlareuth ist in seiner Art einzigartig. Es verbindet Dorf und Museum und macht unter anderem durch den Erhalt der rund 90 Meter langen original erhaltenen Mauer, von Sperranlagen, einem Beobachtungsturm und Streckmetall-Zaunelementen auf authentische Weise das Leben an der ehemaligen innerdeutschen Grenze spürbar. Im Herbst 2025 wurde ein neuer Erweiterungsbau mit insgesamt 1.350 Quadratmetern Nutzfläche und einer Dauerausstellungsfläche von 500 Quadratmetern eröffnet.
Mit den ersten Zahlen nach der im Herbst abgeschlossenen Museumserweiterung in Mödlareuth wird ein weiterer positiver Ausblick verbunden. „Mit dem neuen Gebäude hat der Zweckverband die musealen Angebote, insbesondere die Dauerausstellung, sowohl quantitativ als auch qualitativ auf eine neue, zeitgemäße Stufe gehoben“, stellte Christine Franz fest. Die umfassende Erweiterung habe bereits zu einem wesentlichen Besucheranstieg geführt.
Positiver Trend auch für dieses Jahr
Insgesamt waren im vergangenen Jahr im Deutsch-Deutschen Museum 84.500 Gäste gezählt worden. Damit erzielte das Museum 2025 das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Erfassung im Jahr 2006. Lediglich die Jubiläumsjahre 2015 und 2019 lagen mit jeweils über 90.000 Besuchern noch darüber. Auch im ersten Quartal 2026 setzte sich die positive Entwicklung bei den Besucherzahlen fort.



