Weimar. 4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar

Im Alter von 17 Jahren schrieb Richard Strauss eine Bläserserenade für 13 Instrumente. Damit wurde das 4. Sinfoniekonzert der Staatskapelle Weimar eröffnet. Was für ein schöner Klang. Strauss, ein Meister der Töne, wie wir noch später bei seinem „Don Quixote“ hören sollten.

Als Nächstes stand die 8. Sinfonie von Ludwig van Beethoven auf dem Plan. Das Stück hat eine Leichtigkeit und klingt trotzdem nach Beethoven, ohne allzu große Überraschungen. Eine Stimme aus dem Publikum: „... das war schön!“ Dem möchte ich mich anschließen. Der herzliche Applaus galt auch dem Maestro Christof Prick, einem Dirigenten „alter Schule“!

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Für den „Don Quixote“ von Richard Strauss betrat als Letztes die Solo-Cellistin Harriet Krijgh die Bühne. Eine anmutige grazile Erscheinung. Als sie zu spielen begann, verschmolz ihr Körper mit dem Instrument. Diese Energie übertrug sich auf das ganze Orchester. Den ernsten Blicken bei Beethoven wich ein Lächeln in den Gesichtern der gesamten Kapelle. Das machte die Musik lebendig und erweckte Don Quixote und seinen Diener Sancho Pansa zum Leben. Dieser wurde von Anne Wiechmann-Milatz an der Bratsche verkörpert. Da waren wunderschöne und sehr musikalische Dialoge zu hören, begleitet von einer spielfreudigen Staatskapelle.

Vom siegreichen Kampf gegen eine Hammelherde, über die verzauberte Dulcinea bis zum Ritt durch die Luft war das Publikum bei allen Abenteuern bildhaft dabei. Das war anscheinend so beeindruckend, dass der Schlussapplaus etwas zögerlich begann. Vielleicht war das Publikum aber einfach nur noch verzaubert vom Spiel einer Harriet Krijgh. Allerdings wollte der Applaus dann nicht enden und galt allen auf der Bühne, nicht zuletzt für ein großartiges Zusammenspiel.