Die Jenaer bloggen Diana und Philipp Moog aus Jena entdecken Thüringen und die Welt unter dem Namen „Andjoyandtravel“ auf Instagram. Seit der Corona-Zeit teilen die beiden ihre Leidenschaft für Reisen und Genuss mit ihrer Community – in Form von stimmungsvollen Bildern und schwelgerischen Texten. Ihr Kanal entstand aus dem Wunsch, während des Homeoffice-Alltags einen kreativen Ausgleich zu schaffen.

Genussmomente aus Thüringen mit Andjoyandtravel 

Getreu ihrem Motto „Wir nehmen Euch mit auf unsere Genussreise durch das Leben“ berichten Diana und Philipp über Reiseziele, kulinarische Erlebnisse und die schönen Dinge des Lebens mit dem geografischen Schwerpunkt auf Thüringen. Wir haben Diana ein paar Fragen gestellt.

Hallo Diana, mal Hand aufs Herz: Wie oft müsst ihr „nur noch das eine perfekte Foto machen“ und ist deshalb schon mal das Essen kalt geworden?

Pssst, deutlich öfter als wir zugeben würden (lacht). Kalter Kaffee oder kaltes Essen gehören bei uns tatsächlich zur Tagesordnung. Manchmal ist es nur ein kurzer Schnappschuss, aber dann ... dann entdeckt man den perfekten Winkel, passt noch den Fokus an, legt vielleicht noch einen Filter darüber... Und schwupps, ist eine halbe Stunde vergangen und das Essen ist kalt.

Auch interessant

Ups! Aber wir haben mittlerweile für uns festgelegt: Jeder zweite Restaurantbesuch wird ohne Fotos einfach genossen. Das ist auch einfach mal schön.

Wie viele Filter sind wirklich notwendig, um den „Thüringer Wald“ auf Bali-Look zu trimmen?

Das ist eine knifflige Frage. Da wir so gerne im Thüringer Wald unterwegs sind und uns dort so wohlfühlen, würden wir tatsächlich nie auf die Idee kommen, ihn künstlich zu verändern. Und unsere Community würde uns wohl für komplett verrückt erklären.

Aber um die Frage zu beantworten: Wenn wir den Thüringer Wald „aufhübschen“ wollten, würden wir wohl einen Weichzeichner für einen paradiesischen Look, einen Dunstfilter für eine tropische Atmosphäre und eine deutliche Erhöhung von Sättigung und Farbton verwenden. Doch wie heißt es so schön: Manchmal ist weniger mehr. Wir bevorzugen die natürliche Schönheit unseres wundervollen Thüringer Waldes.

Empfohlener externer Inhalt

An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Instagram, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

Was ist das Außergewöhnlichste, das ihr in Thüringen auf Reisen bisher erlebt habt?

Das außergewöhnlichste Erlebnis war wohl, als plötzlich ein Hirsch an der Skisprungschanze in Ruhla direkt vor uns stand. Dieses majestätische, beeindruckend große Tier schaute uns in die Augen, und man spürte, wie sowohl wir als auch er kurz innehielten und überlegten, was als Nächstes geschehen würde. Zum Glück war er der Vernünftigere und zog sich wieder in den dichten Wald zurück

Wer ist der größere Genuss-Rebell von euch beiden? Und inwiefern seid ihr da rebellisch? Derjenige, der als Erster das Dessert vor dem Hauptgang bestellt, oder der, der Thüringer Klöße ohne Soße isst?

Unsere kleine Tochter ist zurzeit unsere größte Rebellin. Im Urlaub lässt sie uns fast ausschließlich Essen auf dem Zimmer genießen, denn die kleine Wirbelwinddame mag es nicht, lange am Tisch stillzusitzen. Oder es gibt eben nur kalte Speisen, wie zum Beispiel Carpaccio für die Eltern. Ansonsten bevorzugt Diana immer eine Nachspeise, egal ob vor, nach oder sogar zum Hauptgang..

Auch interessant

Habt ihr euch jemals so richtig verirrt, um dann festzustellen, dass das „Lost-in-der-Natur“-Foto sogar noch besser war?

Philipp hatte sich fest in den Kopf gesetzt, mit der Fähre zu unserer Ferienunterkunft zu gelangen. Obwohl ich vorschlug, die Fahrzeiten noch einmal zu überprüfen, bestand er darauf, dass alles seine Richtigkeit hätte. Nach einer halben Stunde Fahrt über holprige Landstraßen erreichten wir den Anleger – nur um festzustellen, dass die Fähre außerhalb der Saison nicht verkehrte. Das Ergebnis: über eine Stunde Umweg, schlechte Laune und keine Urlaubsfotos, die diesen Moment der ‘Inspiration’ festhielten.

Diana, wie oft ist Philipps Reiselust schuld daran, dass du 1000 Meter mehr gelaufen bist als geplant?

Da Philipp sich für 2025 vorgenommen hat, täglich sein Schrittziel zu erreichen, unternehmen wir vor allem im Urlaub gerne ausgedehnte Abendspaziergänge. So auch in Berlin, wo Philipp über Instagram Kontakt zu einem italienischen Restaurant aufgenommen hatte. Der Besitzer hatte uns sogar zu einem Essen eingeladen und den besten Tisch im Haus versprochen. Leider befand sich dieses Restaurant am anderen Ende der Stadt, aber Philipp bestand darauf, die Einladung anzunehmen.

Auch interessant

Nach etwa anderthalb Stunden Fußmarsch erreichten wir das Lokal – nur um festzustellen, dass von unserer Reservierung oder Einladung nichts bekannt war (lacht). Das Essen war zwar köstlich, aber ob sich der lange Weg wirklich gelohnt hat, ist eine andere Frage.

Gibt es ein Essen, das ihr beide einmal probiert und sofort geschworen habt: „Nie wieder!“?

Definitiv Austern während einer Kreuzfahrt! Wir haben beide einmal probiert und uns sofort einig gewesen: „Nie wieder!“ Diese extreme Salzigkeit war einfach nicht unser Fall – aber wie man so schön sagt, über Geschmack lässt sich ja bekanntlich nicht streiten.