Eine Doppelausstellung im Thüringer Landtag in Erfurt macht seit Freitag auf die biologische Vielfalt in der Agrarlandschaft aufmerksam. Im Fokus stehen Lebensräume für Insekten sowie die Frage, wie Landwirtschaft und Naturschutz besser zusammenarbeiten können. Landtagspräsident Thadäus König (CDU): „Die Doppelausstellung ist nicht nur eine Augenweide, sondern zugleich ein Appell an die gemeinsame Verantwortung für den Erhalt biologischer Vielfalt.“

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Der Ausstellungsteil der Stiftung Naturschutz Thüringen dreht sich um blühende Feldraine – artenreiche Säume zwischen Feldern, die als Rückzugsräume für Wildbienen, Schmetterlinge und Pflanzen dienen. Daten belegen: In den dauerhaft angelegten Rainen leben über 228 Wildbienenarten – fast die Hälfte aller in Thüringen bekannten Arten.
Die zweite Ausstellung, erstellt von der Thüringer AG Imkerei und Landwirtschaft, betont gemeinsame Strategien von Landwirten und Imkern für den Erhalt bestäubender Insekten. AG-Leiter Ralf Kunz: „Der Bienenvater Ferdinand Gerstung hat daran schon vor 100 Jahren in Oßmannstedt gearbeitet – aber die damaligen Probleme gibt es heute immer noch.“
Die Ausstellung ist vom 23. Juni bis 3. August im Funktionsgebäude des Thüringer Landtags zu sehen. Der Eintritt ist frei.




