Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Stelzenfestspiele: Thüringens skurrilstes Festival bringt Landmaschinen wieder zum Klingen

Viele Jahre erklang zum Auftakt der „Stelzenfestspiele bei Reuth“ (Saale-Orla-Kreis) die Landmaschinen-Sinfonie. Inzwischen gestalten Intendant Henry Schneider und seine experimentierfreudigen Mitstreiter zu Festivalbeginn ein für sich stehendes Konzert, wobei die aus Agrarmaschinen konstruierten Großinstrumente wie Gülleorgel und Melkspinne weiterhin zum Einsatz kommen (Freitag, 19 und 22 Uhr).

Sonntag
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Auch darüber hinaus bietet das diesjährige Festival von Freitag bis Sonntag, 27. bis 29. Juni, den gewohnten Mix aus humorvollen und anspruchsvollen, schrägen und seltenen Klang-Erlebnissen, inklusive großer Namen: So singt Jazz-Ikone Uschi Brüning „Herzenslieder“ (Sonntag, 14 Uhr).
Die fünf Jungs von Amarcord aus Leipzig präsentieren Vokalmusik aus Amerika. (Samstag, 17 Uhr, Kirche). Das inklusive Festspiel-eigene Kult-Theater-Projekt widmet sich „Asterix und Obelix“ (Samstag, 20 Uhr). Mehr: stelzenfestspiele.de
Thomas Rühmann kommt im Story-Teller-Trio nach Greiz

TV-Schauspieler Thomas Rühmann („In aller Freundschaft“) gastiert am Samstag, 28. Juni, 19.30 Uhr, mit seinem Konzertprogramm „Als Tom Waits bei Chuck Berry auf dem Sofa lag“ in der Vogtlandhalle Greiz. Gemeinsam mit Reentko Dirks und Clemens Pötzsch bildet er das Story-Teller-Trio.
Erzählend und singend führen sie durch den Abend, erinnern etwa an den jungen Tom Waits, der durch einen irrwitzigen Zufall in Chuck Berrys Garderobe gelandet sein und dort die größten Musiker des 20. Jahrhunderts kennengelernt haben soll. Mehr Infos und Tickets
Liebhabertheater Kochberg zeigt Satire auf Opernbetrieb

Im Rahmen seines Theatersommers mit dem Thema „Goethes Theaterwelt: Hinein ins volle Menschenleben!“ bringt das Liebhabertheater Schloss Kochberg das Theater selbst auf die Bühne. An diesem Sonnabend (ab 17 Uhr) und Sonntag (ab 16 Uhr) kommt erneut Goethes Lieblings-opera-buffa „Die Theatralischen Abentheuer“ von Domenico Cimarosa auf die Bühne, eine Satire auf den Opernbetrieb selbst mit wunderschöner Musik.
Das Theater zeigt sie in einer Koproduktion mit der lautten compagney Berlin. In Deutschland machte Goethe diese Oper berühmt. Die von ihm selbst erstellte Fassung von 1791 ist jedoch verschollen. Mehrjährige Forschung ermöglichte es dem Produktionsteam, sie wieder zum Leben zu erwecken. Hier die Rezension von Wolfgang Hirsch. Weitere Infos.
Kreuzchor singt am Dienstag in Thalbürgel

Der Dresdner Kreuzchor unter der Leitung von Kreuzkantor Martin Lehmann gibt am Dienstag, dem 1. Juli, um 20 Uhr ein Konzert in der Klosterkirche Thalbürgel.
Das Konzertprogramm ist sommerlich geprägt, konkret: Neben der geistlichen Sommerbetrachtung wie in der Motette von Heinrich Schütz „Die Himmel erzählen die Ehre Gottes“, dem „Morgengesang“ von Max Reger zu Konzertbeginn, kommen vertraute Volkslieder zu Gehör: Das „Heidenröslein“ in der Vertonung von Engelbert Humperdinck, „Alle Vögel sind schon da“, (Rudolf Mauersberger) „Lebe wohl“ für Männerchor von Friedrich Silcher, „Kein schöner Land“ im Satz von Wolfram Buchenberg Jahrgang 1962, oder Carl Maria von Weber „Im Wald, wo’s Echo schallt“. Mehr Informationen und Karten.
Greiz feiert „50 Jahre Satiricum“

Am 18. Juni 1975 stimmte das DDR-Kulturministerium der Einrichtung eines Museums für Karikatur im Greizer Sommerpalais zu. Es ist das einzige Karikaturmuseum in der DDR geblieben, entsprechend groß war und ist seine Bedeutung. Vom Zeichner und Mitbegründer Henryk Berg stammt der Name „Satiricum“, der bis heute für den dritten Sammlungs- und Ausstellungsbereich der Staatlichen Bücher- und Kupferstichsammlung gebräuchlich ist.
Bis 1. März 2026 wird im Sommerpalais Greiz mit einer großen Ausstellung „50 Jahre Satiricum“ gefeiert. Gezeigt werden gut 100 Blätter, samt einer Auswahl wichtiger Karikaturen der Biennalen- und Triennalen-Zeit. Lesen Sie hier, was es alles zu sehen gibt. Geöffnet: mittwochs bis sonntags, 11 bis 17 Uhr.
Buntes Weimarer Sommertheater mit Shakespeare und Mozart

„Ein Erfolg, der sich, das darf als sicher gelten, fortschreiben wird, wenn sie das im Sommer unterm hoffentlich blauem Himmel spielen.“ So schrieb unser Kritiker, als Shakespeares melancholische Komödie „Was ihr wollt“ Anfang März im Nationaltheater Weimar herauskam. Diese „bunte Leichtigkeit des Seins“ war damals schon aufs Sommertheater im E-Werk ausgerichtet, wohin die sehr musikalische und tänzerische Schauspiel-Inszenierung inzwischen umgezogen ist.
Dort ist sie an diesem Wochenende wieder zu erleben. Der Samstag ist zwar fast restlos ausverkauft, Karten gibt es aber noch für den Sonntag. Zuvor steht dort am Freitag auch die nicht minder erfolgreiche Mozart-Inszenierung „Die Zauberflöte“ auf dem Plan. Mehr unter www.nationaltheater-weimar.de.
Filmstar kommt als Bestseller-Autor nach Gotha

Mit seinem Bestseller-Roman „Vaterländer“ kommt der Film- und Fernsehschauspieler Sabin Tambrea („Ku‘damm“, „Babylon Berlin“, „In einem Land, das es nicht mehr gibt”) an diesem Samstag, 28. Juni, ins Kulturhaus Gotha. Dort trifft er an einem literarisch-musikalischen Abend auf das Gaudagnini Trio.
Tambreas Roman beschreibt die Lebensgeschichte seiner eigenen rumänisch-ungarischen Familie. Der junge Sabin selbst, sein Vater Béla und sein Großvater Horea treten darin auf. Veranstalter ist die in Gotha ansässige Ilse Holzapfel Stiftung. Beginn ist um 19.30 Uhr. Karten gibt es im Ticket Shop Thüringen: www.ticketshop-thueringen.de.
Kammerkonzert in Jena zum Saison-Abschluss

Im letzten Kammerkonzert der Jenaer Philharmonie in der aktuellen Spielzeit widmen sich an diesem Sonntag, 29. Juni, um 11 Uhr, in der Rathausdiele Jena die Musiker Julia Suslov-Wegelin (Violine), Karina Suslov-Götz (Viola), Alexander Wegelin (Violoncello) und Batia Murvitz (Klavier) Ludwig van Beethovens Klavierquartett in Es-Dur sowie Robert Schumanns Klavierquartett in Es-Dur.
Der junge Beethoven schrieb 1796 ein Quintett für Klavier und Bläser, das gleich bei seiner Uraufführung großen Erfolg hatte und vom Komponisten nachträglich zu einem Klavierquartett mit Streichern bearbeitet wurde, das im Kammerkonzert erklingen wird. Darauf folgt Schumanns 1842 entstandenes einziges Klavierquartett in Es-Dur op. 47 – Streicher und Klavier verschmelzen in diesem zu einem organischen Gesamtklang.
Tickets für das Konzert sind in der Jena Tourist-Information, online unter www.jenaer-philharmonie.de sowie ab 30 Minuten vor Konzertbeginn an der Tageskasse erhältlich.




