Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Schauergeschichte mit „The Voice“ und Jazz auf Schloss Elisabethenburg

„The Voice“ kommt zum Erzählkonzert nach Meiningen: Christian Brückner, 81, Deutschlands bekannester Synchron- und Hörbuchsprecher, der unter anderem die deutsche Stimme von Robert de Niro, Martin Sheen, Peter Fonda, Harvey Keitel, Gary Oldman, Robert Redford, Gérard Depardieu ist.

Sonntag
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Im Hof von Schloss Elisabethenburg tritt er am Samstag, 2. Juli, zusammen mit dem Quartett des Jazz-Trompeters Martin Auer auf, zum Auftakt des „Grasgrün“-Festivals, das den ganzen August über stattfindet. Im Zentrum des Abends steht „Hinab in den Maelström“, eine Kurzgeschichte von Edgar Allan Poe (1841). Aus dieser Schauermär wird in Meiningen ab 20 Uhr eine alle Sinne aktivierende Fassung für Sprecher und Musik, heißt es. Karten dafür kosten vorab 29,50 und an der Abendkasse 35 Euro. Mehr dazu unter www.grasgruen-meiningen.de.
Kulturarena Jena: Frauenpower und Reibeisenstimme

Am Freitag können sich die Kulturarena-Besucher in Jena ab 20 Uhr auf Ketekalles aus Barcelona mit ihrer energiegeladenen Mischung aus Rumba, Funk, Flamenco, HipHop, Soul, Pop und Trap freuen. Die Musikerinnen behandeln mit individuellen und aufrichtigen Texten Themen wie Migration, Machismo, Kindheit, Kapitalismus und dessen Auswirkungen. Sie berichten von eigenen Erlebnissen, schenken dem Publikum eine andere Perspektive.
Am Samstag stehe ein Doppelkonzert an: Zunächst rockt der Ostschweizer Benjamin Amaru die Bühne, der mehr als 80 Singles mit einer Kombination aus Pop, R&B und Hip-Hop rausgebracht hat. Er erreicht jährlich über 30 Millionen Streams und spielt ein ausverkauftes Konzert nach dem anderen.
Auf ihn folgt Filippo Bonamici aka Fil Bo Riva, ein lässiger und zugleich einfühlsamer Musiker mit heiß geliebter Reibeisenstimme. Mehr zum Programm lesen Sie hier.
Poetisches Konzert mit einem Viruosen aus Israel in Erfurt

Irakisch-jüdische Musik bringt der aus Israel stammende Musiker und Komponist Yair Dalal an diesem Sonntag, 3. Juli, ab 19 Uhr in die Alte Synagoge in Erfurt. Dort präsentiert das Festival Yiddish Summer Weimar sein Programm „V‘ahavta …”, was so viel bedeutet wie „Und du sollst lieben...“ Dahinter verbirgt sich laut Veranstalter ein Konzert, das alte biblische Texte mit zeitgenössischer Poesie und Instrumentalmusik verbindet.
Dalal wird angekündigt als gefühlvoller Sänger und als ein Virtuose auf der Geige ebenso wie auf der Oud, ein Instrument, das er in Israel nach Jahrzehnten der Vernachlässigung wieder zum Leben erweckt habe. Der Eintritt kostet 20 Euro, ermäßigt die Hälfte. Mehr dazu unter www.yiddishsummer.eu.
Schloss Schwarzburg: Führungen durchs Hauptgebäude

An allen Wochenenden im August können Gäste in öffentlichen Führungen das Hauptgebäude von Schloss Schwarzburg entdecken. Die Führungen werden von Mitgliedern des Fördervereins Schloss Schwarzburg – Denkort der Demokratie e.V. in Kooperation mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten bis Ende Oktober an Wochenend- und Feiertagen angeboten.
Im Mittelpunkt stehen die von den Nationalsozialisten zerstörten Bereiche der großen Schlossanlage, die seit einigen Jahren wieder teilweise zugänglich sind. Der Rundgang beginnt im Außenbereich und führt bis in den Emporen- und den Ahnensaal im Hauptgebäude.
Thematisiert wird die Geschichte des Schlosses von den mittelalterlichen Anfängen über die Barockzeit und die Zerstörungen in der Zeit des Nationalsozialismus bis zur Wiederherstellung erster Innenräume im Hauptgebäude. Eine telefonische Buchung unter 036730/399630 wird empfohlen. Ganzjährig ist außerdem das 2018 eröffnete Zeughaus mit der Schauwaffensammlung der Fürsten von Schwarzburg-Rudolstadt geöffnet.
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Schloss Altenburg: Durch Schlosskirche und Fürstengruft

Unter dem Motto „Das irdische Paradies“ wird am Samstag, 2. August, ab 14 Uhr ein Rundgang durch die Schlosskirche in Altenburg mit Gudrun Schreiber angeboten. Im Mittelpunkt steht das Bildprogramm innerhalb der Kirche, das sich an unterschiedlichsten Stellen des Baus finden lässt.
Die Besucher erhalten dadurch nicht nur einen Einblick in die Baugeschichte der Schlosskirche, sondern auch in das Verhältnis von Herrschaft und Religion. Am Sonntag steigt ebenfalls um 14 Uhr Ute Beier mit allen Gästen die Treppe hinab und wirft einen Blick in die herzogliche Fürstengruft unter der Kirche.
Aufgrund der begrenzten Platzverhältnisse kann die Führung durch die Fürstengruft nur mit einer beschränkten Anzahl an Personen stattfinden. Eine Anmeldung unter 03447 512710 oder info@residenzschloss-altenburg.de ist daher erforderlich.
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Galerie M1 in Gera: Zwei Künstler, zwei Genre

In der Galerie “M1-Kunstzone” in Gera stellen aktuell Elinor Weise wundervolle Illustrationen zu verschieden literarischen Texten aus, darunter humorvolle Morgenstern-Gedichte. Bisher sind über 40 von ihr illustrierte Kinderbücher erschienen, einige ausgezeichnet und in andere Sprachen übersetzt. Mit „Hannah“ hat sie im Leipziger Kinderbuchverlag (leiv) auch eine eigene Bilderbuchreihe geschaffen.
Parallel werden von Manfred Zoller Malereien und Collagen gezeigt. Über einen Blick in die Ausstellung lesen Sie hier. Öffnungszeiten: Di.-Fr. 14 bis 17 Uhr, Sa.-So. 13 bis 17 Uhr, Eintritt frei.
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Meisterkurs-Konzerte der Musikhochschule Weimar

Thüringer Klassikfreunde, die nicht mal eben für ein Live-Event nach Bayreuth düsen oder nach Salzburg jetten, leben dieser Tage ziemlich aus der Konserve. Abhilfe schafft ein bewährter Geheimtipp: die Meisterkurse – heute neudeutsch: Master Classes – der Franz-Liszt-Hochschule in Weimar.
Diesen Freitag, 1. August, musizieren exzellente Teilnehmer des Violin-Meisterkurses bei Lukas Hagen ab 16 Uhr im Forum Seebach Weimar; Eintritt ist frei.
Und am Sonnabend, 2. August, heißt das bewährte Motto ab 19.30 Uhr in der Weimarhalle „Die Besten zum Schluss“. Dann treten die vorzüglichsten Nachwuchskräfte aus allen Master Classes (Klavier, Violine, Viola, Violoncello, Oboe) zum finalen Konzert an und werden von der Jenaer Philharmonie unter dem Dirigat Markus L. Franks begleitet. Tickets bucht man am besten online für 20 Euro (ermäßigt 15 Euro).
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Goethes Scheitern als Librettist

Musiktheater gibt es dieses Wochenende im Liebhabertheater Schloss Kochberg zu erleben; allerdings musizieren dort mit der Lautten Compagney Berlin hoch angesehene Profis. Auf den Pulten haben sie am Sonnabend, 2. August, 17 Uhr und am Sonntag, 3. August, 16 Uhr, die Noten von Philipp Christoph Kayser zum Singspiel „Scherz, List und Rache“ (1787) liegen; das Libretto verfasste kein Geringerer als Johann Wolfgang von Goethe. Das Stück zeigt zwar eine Qualität, dass die beiden Autoren es zu Lebzeiten unaufgeführt in den Schubladen verschwinden ließen. Zu recht – wie unser Rezensent fand.
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Die Wiedergeburt einer Legende: CCR auf der Creuzburg bei Eisenach

Creedence Clearwater Revived feat. Johnnie Guitar Williamson ist derzeit auf Tour und will die Fans nicht nur mit den Klassikern der Woodstock-Ära beglücken, sondern auch mit einigen weniger bekannten CCR-Songs aus der späteren Phase. Wenn CCR die Bühne erklimmt, dann geht von der ersten bis zur letzten Minute die Post ab, steppt der Bär und bebt der Boden.
Für rund zwei Stunden darf jeder in Erinnerungen schwelgen, sich der guten alten Zeiten erinnern und die Welt von der schönen Seite genießen. Die letzten Tourneen hatten deutlich gezeigt, dass die Band trotz ihres Alters – alle Musiker sind schon deutlich über 70 – noch lange nicht müde ist. Freitag, 1. August, Burg Creuzburg. Einlass 19 Uhr, Beginn 20 Uhr. Tickets an allen bekannten VVK-Stellen und an der Abendkasse.







