Der Dirigent und mehrjährige Geraer Generalmusikdirektor Gabriel Feltz ist am 29. August 2025 mit nur 54 Jahren gestorben.

Das Theater Altenburg Gera und sein Philharmonisches Orchester unter der Leitung von Generalmusikdirektor Ruben Gazarian trauern um den Dirigenten, heißt es in einer Mitteilung des Theaters. Eine Todesursache wird nicht mitgeteilt.

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Feltz, geboren am 17. Juni 1971, war von August 2001 bis Juli 2005 Generalmusikdirektor des Theaters und habe in dieser Zeit das künstlerische Profil des Philharmonischen Orchesters Altenburg Gera entscheidend geprägt, heißt es weiter. Als damals jüngster Generalmusikdirektor Deutschlands leitete er mit großer Energie, Stilsicherheit und Leidenschaft eine Phase, die für Orchester und Publikum zu einer der fruchtbarsten in der jüngeren Geschichte wurde.

Sorgfältige Vorbereitung, anspruchsvolle Programme und hochkarätige Solist

Unvergessen seien seine intensiven Operneinstudierungen - darunter „Idomeneo“, „Die tote Stadt“, „Die florentinische Tragödie“ und „Die Ausflüge des Herrn Brouček“ - ebenso wie zahlreiche Konzerte und Rundfunkaufnahmen, die durch sorgfältige Vorbereitung, anspruchsvolle Programme und hochkarätige Solisten und Solistinnen geprägt waren. Einen besonderen Stellenwert nahmen seine CD-Einspielungen mit dem Philharmonischen Orchester ein, etwa Richard Strauss’ „Eine Alpensinfonie“, „Don Juan“ und „Don Quixote“ oder Ottorino Respighis „Fontane di Roma“ und „Feste Romane“. Diese würden bis heute das künstlerische Niveau jener Jahre dokumentieren.

„Gabriel Feltz war der erste Generalmusikdirektor unseres fusionierten Orchesters. Sein künstlerisches und menschliches Wirken hat uns als Ensemble geformt und nachhaltig geprägt. Seine musikalischen Projekte waren unsere ersten großen Bewährungsproben und werden als Erinnerung an ihn für immer bleiben“, heißt es in einer Erklärung des Orchestervorstands.

Theater Dortmund: einer der wichtigsten Dirigenten seiner Generation

Das Theater Dortmund, eine langjährige Wirkungsstätte von Feltz, bezeichnet ihn in einer Mitteilung als „einen herausragenden Musiker und Menschen und einen der wichtigsten deutschen Dirigenten seiner Generation.“ Auch nach seiner Amtszeit blieb Gabriel Feltz dem Geraer Haus verbunden: In der Spielzeit 2011/12 kehrte er als Gastdirigent zurück.

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Nach seiner Zeit am Theater Altenburg Gera war er von 2004 bis 2013 Chefdirigent der Stuttgarter Philharmoniker und wirkte von 2013 bis 2025 als Generalmusikdirektor im Theater Dortmund. Zusätzlich leitete er ab 2017 die Belgrader Philharmonie und war ab 2024 Generalmusikdirektor des Theaters Kiel. Internationale Anerkennung erwarb er sich mit Interpretationen des klassisch-romantischen Kernrepertoires und durch sein Engagement für zeitgenössische Musik. „Mit Gabriel Feltz verliert die Musikwelt einen herausragenden Dirigenten, der für die Musik brannte. Sein Name bleibt untrennbar mit der Geschichte unseres Hauses verbunden“, heißt es abschließend vom Theater Altenburg Gera.

Gabriel Feltz hinterlässt eine Frau und vier Kinder.