Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Videokunst auf Fassaden in Mühlhausen erzählt vom Bauernkrieg

Zum feierlichen Abschluss des Gedenkjahres „2025: Jahr der Freiheit“ und der Thüringer Landesausstellung „Freiheyt 1525 – 500 Jahre Bauernkrieg“ verwandelt sich am Freitag und Samstag, 17./18. Oktober, die historische Altstadt von Mühlhausen in eine Bühne aus Licht, Klang und Geschichte: Beim „Freiheitsleuchten“ werden fünf mittelalterliche Kirchen (St. Marien, Divi-Blasii-Kirche, St. Jakobi, Kornmarktkirche, Allerheiligenkirche) und die Linsenstraße mit spektakulären Video-Mapping-Installationen und Lichtkunstwerken illuminiert.

Sonntag
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Von 19 bis 23 Uhr laden die Projektionen ein zu einer Reise in die Vergangenheit und zu einem Fest für die Sinne. Jede Kirche wird mit individuellen, 5- bis 8-minütigen Shows bespielt, die die Geschichten des Bauernkriegs von 1525 und das Thema „Freiheit“ aufgreifen. Die Shows wiederholen sich viertelstündlich. Das Begleitprogramm mit Musik, kulinarischen Angeboten und mehr beginnt bereits um 18 Uhr.
Organisiert wird das „Freiheitsleuchten“ von MXPerience gUG, die bereits mit spektakulären Fassadenprojektionen wie dem Festival Genius Loci Weimar überzeugt haben.
Romeo und Julia tanzen in Eisenach um ihr Leben und ihre Liebe

Geschichte wiederholt sich am Landestheater Eisenach: Wie schon sein Vorgänger Andris Plucis 2009, so nimmt auch der neue Ballettdirektor und Chefchoreograf Jorge Pérez Martínez seine Arbeit hier mit dem wohl bekanntesten Ballett von Sergej Prokofjew auf. Seine Choreografie zu „Romeo und Julia, op. 64“ feiert an diesem Samstag, 18. Oktober, ab 19.30 Uhr Premiere, am Sonntag, 19. Oktober, ist sie ab 15 Uhr erneut zu erleben.
Martínez konzentriert sich laut Theater auf die Perspektive des Liebespaares, ersetzt derweil Amme und Bruder Lorenzo durch eine Freundin und Nonne und sorgt durch verschiedene Hauptrollenbesetzungen für unterschiedliche Interpretationen der Liebestragödie. Dazu spielt die Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach unter Leitung von Markus Huber.
Mehr unter www.landestheater-eisenach.de.
Hommage an Heinrich Schütz und sein Geburtshaus in Bad Köstritz

Am Mittwoch, dem 15. Oktober, jährt sich der Öffnungstag des Heinrich-Schütz-Hauses in Bad Köstritz auf den Tag genau zum 40. Mal. Im Internationalen Jahr der Musik 1985 öffnete das „erste ganze Haus für Heinrich Schütz“ – wie es damals in der Presse hieß – seine Pforten.
Daran möchte man sich am Mittwoch, um 19 Uhr in Bad Köstritz erinnern: Mit viel Musik und vielen Geschichten. Stephan Rath und Stefan Maass, die „beiden Köpfe“ der Batzdorfer Hofkapelle, haben Yumi Ursula Tatsumiya (Sopran), mitgebracht. Sie werden gemeinsam Musik der Schütz-Zeit anstimmen.
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Von Schottland nach Böhmen im 2. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie

Im 2. Sinfoniekonzert der Vogtland Philharmonie am 15. Oktober um 19.30 Uhr im Neuberinhaus Reichenbach und am 17. Oktober um 19.30 Uhr in der Vogtlandhalle Greiz ist mit Felix Mendelssohn Bartholdys Konzert-Ouvertüre „Die Hebriden“ ein Meisterwerk zu erleben, in dem sich Natureindrücke aus dem rauen Schottland, Geschichte und Literatur miteinander verbinden.
Noch temperamentvoller führt der Böhme Antonín Dvořák in seiner Sinfonie Nr. 8 G-Dur op. 88 das Publikum in eine farbenreiche Klangwelt aus volkstümlichen Melodien, slawischen Walzerklängen und volksfestartigem Jubel.
In der Mitte des Programms erklingt Max Bruchs hochgelobtes 1. Violinkonzert, gespielt von Jiman Wee. Die musikalische Leitung hat Gastdirigent Nayden Todorov.
In Reichenbach und Greiz führt Konzertdramaturg und Orchesterdirektor Michael Pauser jeweils um 18.45 Uhr ins Programm ein.
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Mitreißende Gitarre und rhythmischer Groove in Erfurt

Ein Klangmosaik voller rhythmischem Groove, mitreißender Gitarre und filmischer Klanglandschaften verspricht der Jazzclub Erfurt für diesen Samstag, 18. Oktober. Dann hat er ab 20 Uhr, Juri-Gagarin-Ring 140a, das „Sandman Project“ zu Gast: eine Band mit der Gitarristin Tal Sandman aus dem israelischen Jaffa im Zentrum.
Ihr Weltmusik-Stil ist technisch vom Anschlag einer Oud oder Bouzouki beeinflusst, die Saitenspannung von Sitar und Sarod. Zusammen mit ihren vier Musikern aus Leipzig und Berlin stellt sie in Erfurt das Album „Where did you go?“ vor, das auf Basis traditioneller afrikanischer Musik, oder indischen Ragas entstand, das aber auch Soul-Jazz-Trompetensoli und Soundtracks von Ennio Morricone aufnimmt. Drummer André van der Heide hat übrigens an der Weimarer Musikhochschule studiert.
Karten für 22,50 Euro gibt es im Ticketshop Thüringen. Karten-Telefon: 0361 227 5 227.
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Handgemachter Rock in der Martinskirche Apolda

Ausschließlich eigene Rocksongs, mal laut, mal leise, aus den bisher zwei erschienenen Alben sowie einige ganz neue, bislang unveröffentlichte Stücke, handgemacht und authentisch, einfühlsam und vielschichtig arrangiert, spielt „Radio Mellingtone“ (benannt nach dem Probenraum) am 17. Oktober um 20 Uhr in der alten Martinskirche in Apolda, einem be- und verzauberndem „Lost Place“.
Die Songs erzählen Erlebtes, Erzähltes und Erfahrenes, aber auch Lyrisches, etwa von Erich Kästner und Hugh D. Loxdale. Mit dabei ist Gunter Sieberth, einer der besten Oboisten Thüringens.
Klassiker in der Kirche: Rock in Reichardtsdorf

Einen Raum, eine Gitarre - mehr braucht Maik Ohrt nicht, um seine Zuhörer zu begeistern. Mit seinen Interpretationen weltberühmter Rock-Songs verzaubert der Musiker aus Gera schnell seine Gäste. Vor allem in so einem besonderen Raum wie der Projektkirche Reichardtsdorf bei Bad Köstritz.
Am Samstag, 18. Oktober, spielt er dort um 17 Uhr ein Konzert. Einlass ab 16 Uhr. Der Eintritt ist frei, über Spenden für den Erhalt und die Verschönerung der Projektkirche freut sich das Team.
„Gesellschaftspiel“ in Weimar: Debütroman und Bestseller zugleich

„Gesellschaftsspiel“ von Dora Zwickau „ist ein Experiment in Romanform gegossen und sehr lesenswert“, urteilte ein Kritiker, „kluge Sozialkritik“ ein anderer, „spannend zu lesen und gleichzeitig beunruhigend realistisch zu sehen, wie anfällig wir Menschen für Manipulation und Populismus sind“, ein weiterer.
Die Newcomerin Dora Zwickau hat gleich mit ihrem ersten Roman einen Bestseller gelandet: Das Buch spielt in Weimar und ist eine Auseinandersetzung mit den neuen gesellschaftlichen Realitäten. Ein Tech-Milliardär versucht, mit seinem Geld eine effizientere Gesellschaft aufzubauen. Diese Geschichte wird mit dem Leben von drei ostdeutschen Frauen spannend verknüpft.
Am Donnerstag, 16. Oktober, stellt die Autorin das Buch um 19.30 Uhr in der Weimarer Thalia-Buchhandlung, Schillerstraße 5a, vor. Tickets für 15 Euro unter Telefon 03643 / 82810 und unter reservix.de.
Das verruchte Paris: Ausstellung des Kunsthauses Apolda Avantgarde zeigt Meisterwerke

Das Kunsthaus Apolda Avantgarde zeigt aktuell unter dem Titel „Paris – Metropole des Entertainments“ Meisterwerke der französischen Plakatkunst um 1900. Zu sehen sind Ikonen des Genres, etwa von Mucha und Toulouse-Lautrec. Ob die Revue auf dem Montmartre, die neuesten Fahrräder oder die Eisenbahnfahrt gen Monte-Carlo: Die Sonderschau blättert auf, wofür an den Litfaßsäulen des verruchten Paris seinerzeit Werbung gemacht wurde.
Vier Show-Abende im Kultur- und Kongreszentrum Gera

Die kommenden Tage bietet das Kultur- und Kongresszentrum Gera ganz viel Show: Am Donnerstag, dem 16. Oktober, präsentiert Motivationstrainer Biyon Kattilathu in seinem Programm „Eine Reise zum Glück“ eine Mischung aus Humor und inspirierenden Gedanken über Zufriedenheit und Dankbarkeit. Am Freitag, 17. Oktober, ist „The Dark Tenor“ mit seinem Konzert „Symphonic Evolution“ zu erleben. Am Samstag und Sonntag, 18. und 19. Oktober, folgen zwei Gastspiele von „The Addams Family – Das Musical“. Tickets gibt es hier.






