Die in Thüringen lebende Schriftstellerin Daniela Danz (49) erhält den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung 2026. Sie gehöre „zu den unverwechselbaren Stimmen der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur“, teilte die Stiftung am Dienstag in Berlin mit.

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Als Lyrikerin verfüge „sie mit beinahe schlafwandlerischer Sicherheit über ein breites Formenspektrum“. Ihre Romane und Essays handelten von der Suche nach Freiheit, von Ambivalenzen der Natur und von europäischen Krisengebieten.
Danz thematisiert Demokratie und Freiheit in Europa
„Daniela Danz schreibt über die aktuellen Herausforderungen für Demokratie und Freiheit. Ihre Essays, Erzählungen und Gedichte öffnen neue europäische Räume im Bewusstsein einer “guten Nachbarschaft'„, sagte die Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung, Annegret Kramp-Karrenbauer.
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Die in Eisenach geborene Danz lebt als freie Autorin in Kranichfeld in Thüringen. Sie schreibt Lyrik, Romane, Essays und Übersetzungen, arbeitet mit Komponisten und Filmemachern zusammen und verfasst Opern-Libretti. Danz studierte in Tübingen, Prag, Berlin und Halle/Saale und promovierte über Krankenhauskirchenbau. Sie war lange als Kunstinventarisatorin und Museumsleiterin tätig.
Mehrere Poetikprofessuren
Poetikdozenturen führten sie durch Deutschland und Europa; 2024 hatte sie die Poetikprofessur in Bamberg inne. Sie ist Vizepräsidentin der Akademie der Wissenschaft und der Literatur Mainz sowie Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung, der Bayerischen und der Sächsischen Akademie der Künste.
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Danz erhielt zahlreiche Auszeichnungen, zuletzt den Thüringer Literaturpreis und ein Stipendium der Bundesregierung an der Kulturakademie Tarabya/Istanbul. Zuletzt erschienen: „Portolan. Gedichte“ (2025), „Nichts ersetzt den Blick ins Gelände. Essays“ (2023), „Wildniß. Gedichte“ (2020).
Der Preis ist mit 20.000 Euro dotiert. Er wird am 14. Juni in Weimar verliehen. Die Laudatio hält der Historiker Karl Schlögel.
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Der vom ehemaligen Thüringer Ministerpräsidenten Bernhard Vogel ins Leben gerufene Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung wird seit 1993 an Autoren verliehen, die „der Freiheit das Wort geben“, so die Stiftung. Die Auszeichnung wird jährlich in Weimar vergeben.
Zu den bisherigen Preisträgern gehören unter anderen Sarah Kirsch, Hilde Domin, Günter de Bruyn, Louis Begley, Herta Müller, Daniel Kehlmann, Ralf Rothmann, Uwe Tellkamp, Cees Nooteboom, Arno Geiger, Tuvia Rübner, Martin Mosebach, Rüdiger Safranski und Barbara Honigmann. 2025 wurde die 1977 im rumänischen Sibiu (Hermannstadt) geborene, im Banat und in Siebenbürgen aufgewachsene, seit 1985 in Deutschland lebende Autorin Iris Wolff ausgezeichnet.







