Der Weg für das Deutsche Theatermuseum in Meiningen ist finanziell geebnet. Nach der Bewilligung von Bundesmitteln in Höhe von mehr als 3,5 Millionen Euro bereits im Jahr 2024 hat zum Ende vergangenen Jahres auch der Freistaat Mittel in gleicher Höhe mit dem Landeshaushalt beschlossen. Die Meininger Museen sprachen von einem „kulturellen Geschenk“.

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Damit sei die Grundlage geschaffen, um die historischen Räume im Schloss Elisabethenburg und die benachbarte Reithalle umfassend zu sanieren und dort das Deutsche Theatermuseum Meiningen einzurichten, hieß es weiter. Es soll auf rund 1.210 Quadratmetern die Entwicklung des Theaters in Deutschland über fünf Jahrhunderte erlebbar machen. Deutlich wird dabei auch werden, dass die thüringischen Musenhöfe in Weimar, Gotha und Meiningen daran im 18. und 19. Jahrhundert maßgeblichen Anteil trugen.
Authentischer Ort für Deutsche Theatergeschichte
Herzstück des Vorhabens ist die Sanierung des prächtigen „Riesensaales“ im barocken Schloss Elisabethenburg, der seit rund 20 Jahren aufgrund seiner instabilen Deckenkonstruktion nicht mehr öffentlich zugänglich ist. Mit den Arbeiten solle dort Ende 2027 begonnen werden. Auch die sich an den Saal anschließenden einstigen herzoglichen Gemächer werden in das Ausstellungskonzept eingebunden. Der Riesensaal gilt als authentischer Schauplatz eines höfischen Liebhabertheaters, bei dem Mitglieder der Sachsen-Meininger Herzogsfamilie sogar selbst auf der Bühne agierten.
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Ehrgeiziges Projekt soll 2030 abgeschlossen sein
Eigentümerin der Elisabethenburg ist die Stadt Meiningen; demnach soll auch die Kommune als Bauträger agieren. Das aktuelle Jahr werde man noch für Abstimmungsprozesse und Formalitäten benötigen, sagte Museumsdirektor Philipp Adlung unserer Zeitung. Aufgrund der recht weit gediehenen Voruntersuchungen hegt er hohe Zuversicht, dass man im laufenden Baugeschehen – wie so oft in historischen Immobilien – keine „bösen Überraschungen“ mehr erlebe, die den Zeit- und Kostenrahmen sprengen könnten.

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Adlungs Ziel ist es, das umgestaltete und erweiterte Theatermuseum bis 2030 zu eröffnen. Er will es mit einer Dauerausstellung sowie wechselnden Sonderschauen zu einem nationalen Zentrum für Theaterkultur entwickeln. Kulturminister Christian Tischner (CDU) verwies auf die Bedeutung des Projekts: „Meiningen ist die Wiege des modernen Regietheaters.“ Mit dem Museum wird zugleich das Erbe des Theaterherzogs Georg II. bewahrt: Pünktlich zu Georgs 200. Geburtstag am 2. April 2026 öffnen die Meininger Museen die Sonderausstellung „Herzog Georg II. – ein fürstlicher Gestalter“.





