Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Ausstellungseröffnung in Erfurt

Mit der Vernissage zur Ausstellung „Echo“ mit Bildern der Erfurter Künstlerin Iryna Götz startet das Erfurter Kulturhaus Dacheröden am 24. Januar 2026 um 18 Uhr in das neue Jahr. Tatsächlich sind es sogar zwei Expositionen: Während in den Galerien Arbeiten der gebürtigen Ukrainerin zu sehen sind, werden in den Salons Werke präsentiert, die unter ihrer künstlerischen Leitung an der Erfurter Kunst- und Designschule „Imago“ entstanden sind, ausdrucksstarke Malereien, in denen Körper, Farbe und Emotion in Resonanz treten. Iryna Götz erkundet Themen wie Verletzlichkeit, Intimität und psychologische Spannung anhand einzelner Figuren – häufig Kinder oder junge Frauen –, die in mehrdeutige, symbolisch aufgeladene Räume gesetzt sind. Der Körper wird dabei zum Medium emotionaler Gesten, schwebend zwischen Stillstand und Unbehagen.
Der Eintritt ist frei. Um Anmeldung über www.dacheroeden.de wird gebeten. Die Ausstellung ist vom 27. Januar – 18. April 2026 zu den regulären Öffnungszeiten zu sehen.
Auftaktkonzerte in Gotha

Die Thüringen Philharmonie eröffnet am 22. Januar 2026 in der Stadthalle Gotha (19.30 Uhr) mit ihrem ersten Sinfoniekonzert die neue Spielzeit im Jubiläumsjahr: es gilt, 375 Jahre Orchestertradition zu zelebrieren. Unter dem Titel „Weber, Liszt, Wagner & Raff – Von Thüringen in die Welt“ verdichtet das Programm das Spielzeitmotto „Wanderer zwischen den Welten – Thüringen entdecken mit der Thüringen Philharmonie Gotha Eisenach“ zu einer klangvollen Standortbestimmung. Chefdirigent Markus Huber hat die musikalische Leitung inne. Er gibt zudem die Konzerteinführungen, in Gotha um 18.45 Uhr. Als Solist ist der international renommierte Pianist Gerhard Oppitz zu erleben, er wird das 1. Klavierkonzert von Liszt interpretieren. Zudem stehen die Ouvertüre zur Oper „Der Freischütz“, die Ouvertüre zur Oper „Tannhäuser und der Sängerkrieg auf Wartburg“ und die Suite für Orchester „Aus Thüringen“ im Programm. Tickets an der Abendkasse.
Hans Krásas Kinderoper „Brundibár“ kehrt in die Weimarer Redoute zurück

„Auf den Punkt inszeniert“, so unser Rezensent, hatte Andrea Moses Hans Krásas Kinderoper „Brundibár“, die 1938 in Prag entstand und 1942/43 im Konzentrationslager Theresienstadt erstmals aufgeführt worden war. In der Weimarer Inszenierung in der Spielstätte Redoute arbeitet das Deutsche Nationaltheater dabei mit der Schola Cantorum Weimar zusammen. Ab diesem Sonntag, 25. Januar, steht sie wieder auf dem Spielplan. Alle, die diese Produktion bislang gesehen haben, zeigten sich davon sehr angetan und regelrecht begeistert. „Von allen Mitwirkenden auf der Bühne kam eine unglaubliche Energie und Souveränität“, war in unseren Zeitungen zu lesen. „Da war jede Sekunde echt.“ Die Wiederaufnahme am Sonntag beginnt um 18 Uhr. Mehr dazu unter www.dnt-weimar.de.
Landestheater Eisenach: In diesem Liederabend geht‘s um die Wurst

Eine grenzenlose Feier des Fleisches mit klaren Spuren von Konsumkritik sah unser Rezensent, als sich die Bühne des Meininger Staatstheater im vergangenen März erstmals in die Schlachterei einer thüringischen Metzgersfamilie verwandelte. Sogar der Theatervorhang besteht hier aus nichts als Würsten. Das sind die „Thüringer Spezialitäten“, ein szenischer Liederabend von Schauspielchef Frank Behnke, der mit acht singenden Darstellern unter anderem als Wurstfachverkäuferinnen in eine Revue fleischlicher Gelüste ausartet. Jetzt ist dieser höchst unterhaltsame Heimatabend auch am Landestheater Eisenach zu sehen, zum Beispiel an diesem Samstag, den 24. Januar, ab 19.30 Uhr. Mehr dazu unter www.landestheater-eisenach.de.
„Das Phantom der Oper“ in Greiz

In der Vogtlandhalle Greiz gastiert am Donnerstag, dem 22. Januar, 19.30 Uhr die Musical-Produktion „Das Phantom der Oper“. Dabei handelt es sich um eine Neu-Produktion aus dem Jahr 2010 anlässlich des 100-jährigen Erscheinens der Romanvorlage „Le Fantôme de l‘Opéra“. Die Musik stammt von Echo-Klassik-Preisträgerin Deborah Sasson, die auch die Rolle der Christine übernimmt.

Sonntag
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Die Besonderheit dieser Produktion: Sie hält sich eng an die Romanvorlage von Gaston Leroux . Teile der von Sasson komponierten Musik binden zudem bekannte Opernzitate ein. Tickets gibt es hier.
Schminkkasten Rudolstadt: Lesung mit Steffen Mensching und Anne Kies

Zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust lesen der Intendant des Schiller Theaters Rudolstadt, Steffen Mensching, und die Schauspielerin Anne Kies am 29. Januar ab 19 Uhr im Schminkkasten aus „Die Frauen von Birkenau“.
Im Alter von 26 Jahren wurde die polnische Schriftstellerin und Soziologin Seweryna Szmaglewska von den deutschen Besatzern verhaftet und ins Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau verschleppt. Sie blieb dort drei Jahre und protokollierte unmittelbar nach ihrer Befreiung ihre Erinnerungen an die Verbrechen, Entbehrungen, Greuel der Haft. Mit kühlem Blick fängt sie den grausamen Lageralltag, die Verrohung und die Machthierarchien ein. „Die Frauen von Birkenau“ erschien 1945 in Warschau. Daraufhin wurde sie als Zeugin vor das Kriegsverbrechertribunal in Nürnberg berufen.
Legende der ostdeutschen Aktfotografie: 130 Arbeiten von Günter Rössler in Apolda

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Anlässlich des 100. Geburtstags von Günter Rössler zeigt das Kunsthaus Apolda Avantgarde bis 03.05.2026 eine große Ausstellung mit Mode- und Aktfotografie. 130 Bilder aus 60 Jahren. Rössler (1926–2012) prägte die deutsche Fotografie mit authentischen Reportagen, wegweisender Modefotografie und kraftvollen Schwarz-Weiß-Akten. Die Schau vereint Schlüsselwerke aus sechs Jahrzehnten und wird von einem umfangreichen Begleitprogramm sowie dem Dokumentarfilm „Die Genialität des Augenblicks“ ergänzt. Lesen Sie hier, was es in der Ausstellung alles zu sehen gibt. Geöffnet: Dienstag – Sonntag: 10 – 17 Uhr




