Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.
Weimarer Reden 2026: Drei Sonntage lang geht es um Erinnerungen und die Gegenwart

Die Weimarer Reden gibt es seit mittlerweile mehr als drei Jahrzehnten: Immer sonntags im März widmen sich Personen, die etwas zu sagen haben, einem die Gesellschaft bewegenden Thema. In diesem Jahr geht es um die Relevanz und Subjektivität von Erinnerung als eine Form der Geschichtsschreibung.

Sonntag
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Den Auftakt macht am Sonntag, 8. März, der Autor Christoph Peters. Es folgen am Sonntag, 15. März, die Rechtswissenschaftlerin, Rechtsphilosophin und Autorin Frauke Meta Rostalski und am Sonntag, 22. März, Meron Mendel, Professor für Soziale Arbeit und Direktor der Bildungsstätte Anne Frank in Frankfurt/Main.
Sonntags jeweils um 11 Uhr im Deutschen Nationaltheater Weimar
Ausnahmesängerin covert in Jena Songs der Siebziger Jahre

Ruth Hohmann aus Eisenach, inzwischen 94, galt in der DDR als „First Lady of Jazz“, Uschi Brüning, 79, wurde als „Jazzsängerin Nr. 1“ gehandelt. Spätestens seit ihrem 1986 bei Amiga veröffentlichten Debütalbum „Swinging Pool“ vervollständigte die heute 63-jährige Pascal von Wroblewsky gleichsam ein weibliches Triumvirat des Jazzgesangs.
Schon damals begann die Berlinerin, die zu den Sonneberger Jazzoptimisten gehörte, ihre Zusammenarbeit mit dem Gitarristen Jürgen Heckel („Bajazzo“), die, mit Unterbrechungen, bis heute anhält. Am Freitag, 6. März, treten sie als Duo in der Villa Rosenthal in Jena auf. Dort präsentieren sie ab 20 Uhr ihr „Seventies Songbook – New Songs From The Past“.
Sie interpretieren Songs von Deep Purple, den Doors oder Led Zeppelin ganz neu, auf ihre eigene Weise. Karten ab 20,10 Euro gibt es vorab unter https://tickets.vibus.de.
Musik aus der Heimat – also der ganzen Welt

Mit ihrem Programm „Heimat“ feiern Salut Salon seit Sommer 2025 den Abschluss einer beeindruckenden Konzert-Trilogie. Am 8. März 2026 kommt das Quartett mit diesem Programm in die Alte Oper Erfurt.
„Heimat“ – ein Thema, das tief bewegt und die vier Musikerinnen persönlich verbindet: Ihre Wurzeln liegen zwischen Hamburg und Estland, der Ukraine und den USA. Heute bereisen sie gemeinsam die Welt, immer begleitet von ihrer Musik – ihrer vielleicht größten Heimat.
Auf diesen Reisen haben sie mit offenen Ohren und feinem Gespür musikalische Schätze gesammelt. In unverwechselbarer Salut-Salon-Manier bringen sie diese nun auf die Bühne: Werke von Mozart, Saint-Saëns oder Copland, Lieder aus Finnland, Frankreich und Ägypten, Bekanntes, Unbekanntes, Eigenkompositionen – und natürlich, wie in jedem ihrer Programme: Tango Nuevo von Astor Piazzolla.
Und immer schwingt dabei die Frage mit: „Heimat – was ist das eigentlich?“ Tickets hier, an allen bekannten VVK-Stellen und an der Abendkasse.
Auftakt der Lesarten in Weimar mit Kaleb Erdmann

Die Lesarten Weimar, das Festival für Gegenwartsliteratur, startet am Mittwoch, 4. März, um 19 Uhr in der Sendehalle, Humboldtstraße 36a, mit Kaleb Erdmann: Der Erfurter hat als junger Gymnasiast im April 2002 den Amoklauf er- und überlebt.
Geprägt hat ihn auch die Zeit danach. In seinem Roman „Die Ausweichschule“ lässt er diese Kindheitserlebnisse einfließen. Erdmann, Jahrgang 1991, ist ein pointierter, persönlicher, erschütternder Text gelungen. Die Moderation übernimmt Matthias John.
Das Programm der Lesarten, die den ganzen März über andauern, gibt es unter www.lesarten-weimar.de
Getanzte und gelesene Weiblichkeit im Erfurter Café Nerly

Von der Vielfalt weiblicher Erfahrungen erzählt am Frauentag, 8. März, eine Performance mit zeitgenössischem Tanz und gelesenen Texten. Das Tanztheater Erfurt führt sie unter dem Titel „Donna“ ab 18 Uhr im Café Nerly auf. Dort begegnen sich zwei Frauen (die Tänzerinnen Lucia Giarratana und Stefania Mancini) wie zufällig und entfalten einen intensiven Dialog.
Daniela Backhaus und Lena Schröter lesen nach einem Open Call eingesandte Texte, in denen Frauen ihre Gedanken, Erinnerungen, Erfahrungen und Visionen mit uns teilen. Das intime Setting des Café Nerly schaffe dafür Nähe, heißt es vorab: „Publikum und Performerinnen teilen denselben Raum, denselben Atem, denselben Moment.“ Der Eintritt zu dieser Performance von Choreografin Ester Ambrosino kostet 12,50 Euro. Karten gibt es über www.tanztheater-erfurt.de.
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Haus Schulenburg: Neue Ausstellung würdigt europäisches Kulturerbe

Am 7. März 2026 um 15 Uhr eröffnet im Haus Schulenburg in Gera die Ausstellung „Haus Schulenburg – ein europäisches Kulturgut“. Sie bildet den Auftakt zum Jubiläumsjahr, mit dem die Initiatoren drei Jahrzehnte seit Beginn der werkgerechten Rekonstruktion von Haus und Garten feiern.
Mit historischen Aufnahmen, Dokumenten und persönlichen Erinnerungen zeichnet die Schau zentrale Etappen dieser Wiederentdeckung eines Jugendstilensembles von europäischem Rang nach. Einen besonderen Schwerpunkt legt die Ausstellung auf die Buchgestaltung Henry van de Veldes. Zahlreiche Werke werden in den Vitrinen gezeigt, sodass die kunstvollen Typografien und feinsinnigen Druckdetails sichtbar werden.
Im März geöffnet: montags bis freitags, 10 bis 16 Uhr, am Wochenende und feiertags 14 bis 16.30 Uhr.
Gedenkausstellung für Eugen F. Strobel-Matza in Schloß Burgk

Seit 1. März 2026 ist im Museum Schloß Burgk die Sonderausstellung „Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza“ zu sehen. Die von der Deutschen Exlibris Gesellschaft e. V. initiierte Gedenkausstellung, kuratiert von Juergen K. Klimpke, präsentiert eine breite Auswahl grafischer und malerischer Arbeiten des 1931 in München geborenen Künstlers, der später in Nürnberg lebte. Ergänzt wird die Schau durch Exlibris, die andere Künstler für Strobel-Matza geschaffen haben.
Die Ausstellung ist bis zum 27. September im Museum Schloß Burgk zu sehen.
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Dix-Haus Gera zeigt „Tiere in der Kunst“

Im Otto-Dix-Haus in Gera wird bis 7. Juni die Sonderausstellung „Tiere in der Kunst“, die über 50 Werke aus 350 Jahren Kunstgeschichte vereint, präsentiert.
Gezeigt werden Zeichnungen, Aquarelle, Druckgrafiken, Plastiken und Gemälde – darunter die Lithographie „Ganymed nach Rembrandt“ von Léon Noels sowie Itō Sōzans „Karpfenpaar“ von 1912. Kuratorin Claudia Schönjahn hebt Raritäten wie Fritz Zalisz‘ Farblinolschnitt „Gelehrter mit Affe“ hervor, der die Darwin-Rezeption spiegelt, oder ein beschossenes Hundegemälde eines unbekannten Künstlers.
Die Schau gliedert sich in drei Themen: Tiere als Porträts, ihre Rolle als menschliche Begleiter und ihre symbolische Bedeutung in Mythos und Politik. So entsteht ein facettenreicher Spiegel der Mensch-Tier-Beziehung, der Familien, Kunstfreunde und Kinder gleichermaßen anspricht.
Geöffnet: dienstags bis sonntags von 11 bis 17 Uhr
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DJ Mathias Kaden feiert im Club Muna

Der Geraer DJ und Produzent Mathias Kaden feiert am 7. März 2026 ab 22 Uhr im Club Muna in Bad Klosterlausnitz sein 30-jähriges Jubiläum als international gefeierter Act der elektronischen Musikszene. Der Thüringer Pionier, bekannt für seine hypnotischen Sets und treibende Minimal-Sounds, kehrt an diesen besonderen Abend an einen seiner regionalen Heimathäfen zurück.






