Noch nichts vor am Wochenende? Sie würden gern irgendwohin, aber die Auswahl ist zu groß? Dann lassen Sie sich inspirieren von der Auswahl an Wochenend-Tipps von unseren Kulturreporterinnen und -reportern.

Stimmungsraketen in Rosa und Rot: Moop Mama x Älice bei der Schallkultur in Weimar

Moop Mama X Älice
Moop Mama x Älice aus München eröffneten vor zwei Jahren mit ihrem mitreißenden Sound aus Soul, Rap, Funk, Trap und Dancehall die Konzert-Arena im Herzen Jenas. Jetzt erobern sie Weimar.© Funke | Marcus Schulze

Zuletzt eröffnete die Urban-Brass-Band Moop Mama vor zwei Jahren das Konzertprogramm der Kulturarena Jena. Und in der Besetzung Moop Mama x Älice, mit der sie schon damals begeisterte, wird sie auch an diesem Wochenende ein spektakuläres Eröffnungskonzert abliefern. In Weimar steht sie am Samstag, 11. Juli, am Beginn der Open-Air-Saison, die die „Schallkultur“-Reihe im Erbenhof unweit des Frauenplans veranstaltet.

Sonntag

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Stilistisch erweiterte die Kollaboration von Moop Mama mit Frontfrau Älice, die ihre karibischen und polnischen Wurzeln einbringt: Der Mix aus Hip-Hop und Bläsersound verschmilzt mit Afrobeat und Phonk-inspirierten Klängen. Davon zeugt bereits ihr gemeinsames Albums „Wieder Laut“. Diese Musik soll laut Band mehr bedeuten als nur Unterhaltung: „Sie ist ein Aufruf zur Gemeinschaft und zur Veränderung.“ Das Stehkonzert beginnt um 20 Uhr. Karten für 35 Euro gibt es vorab unter https://schallkultur.de/event/moop-mama.

Wartburgkonzert mit dem Aperto Piano Quartett

Wartburgkonzert
Spielt am 11. April auf der Wartburg: Das Aperto Piano Quartet.© Deutschlandradio | Bettina Straub

Kammermusik aus der Hochromantik steht beim 425. Wartburgkonzert von Deutschlandfunk Kultur am Sonnabend, 9. Juli, ab 19.30 Uhr auf dem Programm. Zu Gast im Palas der Burg ist das Aperto Piano Quartett, das Frank-Immo Zichner vor einem Vierteljahrhundert gegründet hat.

Gespielt werden das Es-Dur-Quartett Antonín Dvořáks eines der zentralen Werke dieser Gattung, sowie Johannes Brahms‘ 2. Klavierquartett A-Dur. Dazwischen erklingt das c-Moll-Quartett von Theodor Kircher, einem engen Weggefährten von Brahms und Schumann. Tickets gibt‘s hier.

Thalbürgel: Geschwister Birringer spielen Violinsonaten in der Klosterkirche

Konzertsommer
Die Geschwister Lea (Violine) und Esther Birringer (Klavier). © Andreas Orban | Andreas Orban/SWR

Ein ganz besonderes musikalisches Ereignis erwartet die Konzertbesucher am Sonntag, 12. Juli, um 17.00 Uhr in der Klosterkirche Thalbürgel. Die Geschwister Lea Birringer (Violine) und Esther Birringer (Klavier) führen gemeinsam Sonaten für Violine und Klavier von Wolfgang Amadeus Mozart (e-Moll KV 304), Ludwig van Beethoven (c-Moll op. 30 Nr. 2), Claude Debussy (g-Moll) und Maurice Ravel (G-Dur) auf.

Eintrittskarten sind online unter www.klosterkirche-thalbuergel.de sowie an der Abendkasse erhältlich.

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Erfurter Theatersommer: Schauspieler backen sich ihre eigene Robin-Hood-Geschichte

Robin Hood - Ihre große Stunde ist gekommen
Susanne Peschel und Klaus Tkacz (Theaterfirma Erfurt) spielen in der Regie von Harald Richter „Robin Hood – Ihre große Stunde ist gekommen“. Die Inszenierung des Erfurter Theatersommers feiert am 10. Juli 2026 im Innenhof des Angermuseums Premiere.        © Theaterfirma Erfurt | Sabrina Nürnberger

Nach den höchst vergnüglichen Publikumserfolgen „Winnetou – Blutsbrüder des Baumarktes“, „Die Nibelungen, jetzt noch höher, noch spektakulärer“ und „Der Glöckner von Notre Dame“ schlägt die Theaterfirma mit einem neuen Stück beim Erfurter Theatersommer auf. Im Innenhof des Angermuseums feiert an diesem Freitag, 10. Juli, „Robin Hood – Ihre große Stunde ist gekommen“ Premiere und ist gleich am Samstag, 11. Juli, erneut zu sehen.

In der Regie von Harald Richter spielen Susanne Peschel und Klaus Tkacz ein Bäcker-Pärchen mit Stand auf dem Markt, das bislang nur Nebenrollen im dort gezeigten Bühnenstück spielte. „Jetzt, da alle anderen ausbleiben, wachsen sie über sich hinaus“, heißt es. Sie werden zu Robin und Marian und improvieieren viele weitere Rollen herbei.

Der witzig-amüsante Abend ist bis 29. August immer mittwochs bis samstags ab 20.30 Uhr zu sehen. Karten gibt es unter www.theaterfirma.de sowie bei der Tourist-Info Erfurt am Benediktsplatz (0361/66 40 100).

Workshop auf der Landesgartenschau

Stiftung Baukultur
Die Holzbauwerkstatt macht Thüringens Bauwende auf der Landesgartenschau in Leinefelde-Worbis erlebbar.© ©Stiftung Baukultur Thüringen, Bilder Thomas Müller | ©Stiftung Baukultur Thüringen, Bilder Thomas Müller

Innovative Laubholz-Produkte kennenlernen und gemeinsam Ideen für deren künftigen Einsatz in der Wertschöpfungskette des Holzbaus entwickeln – dazu lädt am Samstag von 14.00 bis 15.30 Uhr ein Workshop in die Holzbau-Werkstatt auf dem Gelände der Landesgartenschau ein. Anmeldungen sind über den QR-Code auf dem Flyer möglich.

Teilnehmende erhalten den Eintritt zur Landesgartenschau zum Sonderpreis von 5 statt 22 Euro.

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Sondermann-Retrospektive im Sommerpalais Greiz bis Oktober verlängert

Sommerpalais
Museumsmitarbeiterin Sarah Brandt in der neuen Ausstellung "Zwei Großmeister: Erinnerungsausstellung für Harald Kretschmar und Manfred Sondermann" im Sommerpalais Greiz.© Ulrike Kern | Ulrike Kern

Die im März dieses Jahres im Sommerpalais eröffnete Retrospektive zum Schaffen des Karikaturisten Manfred Sondermann (1938–2025) wird bis zum 4. Oktober verlängert. Bekannt wurde der Zeulenrodaer vor allem durch seine Ossikar-Karikaturen, die von 1991 bis 2006 wöchentlich in einer Tageszeitung erschienen.

Die Ausstellung im Obergeschoss ist Mittwoch bis Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Kulturarena Jena startet mit Theaterspektakel

Kassandra
Szene aus dem Sommerspektakel der Jenaer Kulturarena "Kassandra"© Oskar Schlechter

Mit dem Sommerspektakel „Kassandra: Coming of age at the end of the world“ läutet das Theaterhaus Jena die Kulturarena ein. Unter der Regie von Azeret Koua widmet sich das Open-Air-Stück an fünf Spieltagen auf dem Jenaer Theatervorplatz der griechischen Mythologie – von Mittwoch, dem 8. Juli, bis Sonntag, dem 12. Juli. 

Im Zentrum steht der Mythos der Kassandra: jener Seherin, der Gott Apollon die Gabe der Weissagung verlieh, sie aber zugleich verfluchte, dass ihren wahren Vorhersagen niemand Glauben schenkt. Ausgehend von dieser tragischen Konstellation erzählt das Sommerspektakel von dem Gefühl, in einer Welt aufzuwachsen, deren mögliche Katastrophen man bereits zu erkennen glaubt – und dabei dennoch auf taube Ohren stößt.

Beim Spektakel wirken auch ein Bürgerinnen-Chor, eine Live-Band sowie Artisten des in Jena ansässigen Zirkus MoMoLo mit. Die Vorstellung wird drei Stunden, inklusive 30 Minuten Pause, dauern. Sie beginnt jeweils um 20 Uhr.

150 Jahre Lindenau-Museum: Rückblick und Ausblick in Altenburg

Baugrube Lindenau-Museum
Blick vom Schlosspark auf die Baugrube des Lindenau-Museums, 1875© Altenburger Museen | Altenburger Museen

Vor 150 Jahren, am 11. Juli 1876, bezog das heutige Lindenau-Museum Altenburg sein neues Museumsgebäude am Fuße des Schlossbergs. Zu diesem Jubiläum blicken Museumsdirektor Roland Krischke und Restauratorin Susanne Reim am Freitag, 10. Juli, um 18.30 Uhr in der Kunstgasse 1 auf die bewegte Geschichte des Hauses zurück und wagen zugleich einen Blick in die Zukunft.

Bereits im Jahr 1846 formulierte Bernhard August von Lindenau in einem Brief seinen Wunsch nach einem großzügigeren Bau für seine stetig wachsenden Sammlungen. Zwanzig Jahre nach seinem Tod wurde 1874 mit dem Bau des Museums begonnen. Zwei Jahre später war es fertiggestellt, und die Sammlungen zogen vom Pohlhof an den Schlossberg. Bis heute thront das ikonische Museumsgebäude an dieser Stelle.

Im Zuge umfassender Sanierungs- und Modernisierungsarbeiten erlebt das Gebäude derzeit die größten Veränderungen seiner Geschichte. 2029 wird das Museum wiedereröffnet und seinen Besucherinnen und Besuchern ein neues Museumserlebnis bieten.